Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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statt ihn verhungern zu lassen — das Kapital seiner Erhal-tung — auf die sicherste Hypothek, die ein Mensch verlangenund geben kann, vorzustrecken, und die Schuld bis zu demgroßen Zahlungstermin zu fristen, wo die Natur die ihrigeeinfordert? Kann wohl leichter Gesellschaftstou, uugezwun-j gener Umgang, die sonst zwischen Schuldnern und Gläubl-

f gern nicht eben gewöhnlich sind, sicherer in Schwung gebracht

werden, als durch einen solchen Kontrakt, der beide Theileso genau mit einander verbindet? Handelten diese Verkäuferihrer selbst, die gewiß zu ihrer Zeit fröhlicher, als mancherFürst neben seinem Erbprinzen, bei Tafel saßen, etwa deß-halb unmoralisch, daß sie ihre todten Reste lieber ihremWohlthäter, der Wissenschaft und dem gemeinen Besten preis-gaben, als den Würmern? Wie froh verlebten sie ihre zu-gemessene Zeit auf dem Schauplatze der Welt, wie sorgenloskonnten sie in den FreundschaftStempel bei der Gewißheiteintreten, daß ihre Zurückgelassenen für gleichen Lohn ihreGastrollen nebenan fortspielen würde»! Je weiter ich denmenschenfreundlichen Anstalten unseres Arztes nachgehe, jephilosophischer erscheinen sie mir. Indem der Anatom ingutmüthiger Erinnerung auf die Knochen Derer hinblickt, dienoch vor kurzem auf fremde Kosten sich an seiner Tafel des; Lebens erstellten, bietet der Menschenfreund seine hülfreiche

Hand auch ihren Söhnen und Töchtern, sorgt, so lange siein dieser Zeitlichkeit wallen, nicht nur für jede ihrer Befrie-digungen, sondern benutzt auch ihr Daseyn für Andere, indem