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das schreckliche: Stehe still, leichtsinniger Mensch! rufen. —Du hast mich nicht nach Würden geschätzt, nicht genug geliebt,als ich noch bei dir war, hast mir Unrecht gethan, und kannstes — Wehe dir! — nicht wieder gut machen — denn jetztmodert das Herz, das du gekränkt hast, da es noch fühlenkonnte; die Hand hat keine Kraft mehr, die ich dir zur Versöh-nung reichte und die du stolz von dir stießest. Du gäbst jetzt wohldie Hälfte deines Lebens für einen Tag, wo du mir die Rene ge-stehen könntest, die du mir verschwiegst, aber die Zeit dazu istverlaufen. Wenn solche Klagstimmen aus den Gitterthüren derKirchhöfe unsern Jagden, Spaziergängen und Festen entgegenträten, was, o du barmherziger Gott! sollte aus uns werden?
Der Uebergang von dem gerechten Lobe meines gestrigenAbends zu meinem heutigen Mittagsmahl machte mir dieOelkuchen der Chinawurzel nur noch widriger. Wäre ich ver-dammt, meine Tage in Montpellier abzuspinnen, so bliebemir wahrlich nichts übrig, als mich dem Doktor in die Kostzu geben. Brächte mich mein Kouvert vollends neben meineKlientin, so möchte er mich meinetwegen nach meiner irdi-schen Vollendung so freundschaftlich behandeln, als er wollte.
Daß die Liebe sättigt, wohl zu verstehn, ehe ihre neugie-rigen Wünsche erhört sind, wußte ich "schon lange; daß essich aber mit der Freundschaft eben so verhält, erfuhr ich erstdiesen Mittag. Und wären die Gerichte noch so lukullischgewesen, ich glaube nicht, daß ich zu ihrem bedächtigenGenusse meine Gedanken hätte sammeln können, so sehr war