Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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ich mit der Action und Reaction des Vergnügens beschäftigt,das ich in einer guten halben Stunde bei dem Kammerherrn— zwar nicht ganz ohne Furcht erwartete; denn ich kennemich. — Solche freundschaftliche Erschütterungen sind meinerFestigkeit so gefährlich, als die Ergießungen des Meereseinem holländischen Damme, und ich stehe nicht dafür, ob ichnicht des lieben Mannes wegen noch ein Paar Tage längerhier bleibe, als ich Willens war, und dich sonach, lieberEduard, um so viel später umarme.

Nein, du hast nichts zu fürchten. — Meine Vorklagewar vergebens. Der Kammerherr hält gewiß keinen halbwegegescheidten Menschen eine Stunde länger in Montpellier auf,als er da zu bleiben gedachte. Das soll das letzte Mal seyn,daß ich auf einen alten Freund baue. Ich mußte dreimalan das einsame Haus pochen, in das er sich eingebettet hat,ehe mir ein eisgrauer Bedienter die Thür öffnete. Ich hattealle Mühe, den tauben Kerl zu verständigen, was mein Be-gehr war, und es vergingen zehn Minuten, ehe er von derBotschaft an seinen Herrn zurückkam, und mich einließ.Mein erster Blick, der gerade auf den Armstuhl siel, aufwelchem, statt des liebenswürdigen Mannes, den ich suchte,ein Greis in Kissen versunken lag, belehrte mich schon ziem-lich von dem großen Ncchnungsfehler, in den ich gefallenwar. Konnte ich mir denn nicht an den Fingern abzählen,daß jene, seit unserer Trennung verlaufenen Jahre, die schon