Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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den beiden vorzüglichsten Sorten auftrug. An demselbenTische saß außer mir noch ein Narr von Reisenden aus Arles,der mich sogleich in Untersuchung »ahm, und sich als einenAntiquarius ankündigte. Ich muß Dir doch etwas von seinerUnterhaltung mittheilen. „Der Herr kommen gewiß überdie via Aureliana?“

„Ich komme gerade von Montpellier."

„Mons puellarum, wie einige alte Autoren es nennen —und gedenken also wohl von hier die Antiquitäten von Arleszu besuchend"

„Nichts weniger!" — Hier schenkte ich mir und ihm einGlas ein. „Der Ort," fuhr er mit belehrender Miene fort,„verdiente es doch vor vielen andern. Die alten Römerhaben ihn, in dem unfruchtbarsten Landstrich zwar, den mansich denken kann, erbaut; denn die Wege von allen Seitendahin, muß man zugeben, sind die schlechtesten in der Mon,archie. Der ältere Plinius nennt schon die dortige Flächesehr artig Oampi lapidei.“ — „Da hat," fiel ich ihm in dieRede, „der ältere Plinius, nach meiner Einsicht, nichts Arti-geres gesagt, als was, wenn ich dahin ginge, mein Postknechtauch sagen würde. — Dergleichen Wege aber^ sie mögen mo-dern oder antik seyn, suche ich nicht gern ohne Noth auf."„Ohne Noth? Das glaube ich wohl," antwortete er spitzig,„aber hoffentlich spreche ich mit einem Verehrer der Alten,und für einen solchen sind keine Beschwerlichkeiten zu groß,um die Spuren ihrer Größe aufzusuchen. Dergleichen Schätze