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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Kopfschmerz

g) , 7% Gtr. 4 13 Thlr. 12 Sgr.

Ausrechnung: 7 Ctr. 4 13 Thlr. 12 Sgr. 93 Thlr. 24 Sgr.

7s = Va Ctr. ä 13 Thlr. 12 Sgr. = 6 Thlr. 21 Sgr.

100 Thlr. 15 Sgr.

Vs = Vi von % Ctr. = 1 Thlr. 20y 4 Sgr.

102 Thlr. 5%, Sgr.

Division. Das Divibiren bietet weniger Vortheile; man rechne zunächst wieder rundeZahlen und berechne dann den Rest; z. B.:

a) 9 Ellen 20 Thlr. 7 l /. 1 Sgr., wie viel 1 Elle?

Ausrechnung: 9 Ellen 4 2 Thlr. 18 Thlr., bleiben noch 2 Thlr.7y 2 Sgr. 67 1 /., Sgr.

9 in 67h 2 Sgr. 7(4 Sgr.

folglich 1 Elle = 2 Thlr. 7% Sgr.

b) 13 Ctr. 148 Thlr. 6 Sgr.

Ausrechnung: 13 Ctr. 4 10 Tblr. = 130 Thlr., Rest 18 Thlr. 6 Sgr.

13 Ctr. 4 1 Thlr. = 13 Thlr. 5 Thlr. 6 Sgr. = 156 Sgr.

13 in 156 Sgr. = 12 Sgr.

folglich 1 Ctr. = 10 Thlr. + 1 Thlr. + 12 Sgr. = 11 Thlr. 12 Sgr.

c) Wie viel Ellen 4 6 Sgr. erhält man für 17 Thlr. 18 Sgr.?

Ausrechnung: für 1 Thlr. erhält man 5 Ellen

17 17 X 5 = 85 Ellen

,, 18 ^gr. ,, ,, 3

88 Ellen.

ä) Wie viel Pfund 4 sy 2 Sgr. erhält man für 14 Thlr. 7y 2 Sgr.?

Ausrechnung: für 1 Thlr. erhält man 3 Pfd. und 1 1 /. l Sgr. bleiben übrig,

14 14X342Pfd.undl4XlV2Sgr.2lSgr.Rest.

21 Sgr. + 7'/ a Sgr. = 28V» Sgr. = 3 Pfd., folglich:

42 -f 3 Pfd. = 45 Pfd.

Mancherlei andere Vortheile, die sich bei angewandten Aufgaben ergeben, können hier nichtangeführt werden, da Lies zu weit führen würde. Wer sich genauer darüber unterrichten will,nehme ein gutes Rechenbuch oder gehe zu einem tüchtigen, praktischen Lehrer, vergesse aber vorallem nicht das Sprichwort:Nur Uebung macht den Meister!"

Kopfschmerz, Cephalalgia (von xs<paXr, bcr Kopf, und aXyoj, der Schmerz). Sowie derKopfschmerz eine der häufigsten Krankheitserscheinungen ist, so ist er auch eine der vieldeutigsten;oft in heftigstem Grade vorhanden, ohne entsprechende Bedeutung für Gesundheit und Leben desKranken, oft nur schwach und nur wenig belästigend das Zeichen einer sich entwickelnden lebens-gefährlichen Störung. Weder Grad, noch Sitz, noch Dauer, noch eigenthümliche Beschaffenheitdieses Symptoms lassen an sich auf Beschaffenheit, Sitz und Grad des ursächlichen Leidens schließen.Und wpnn die alten Aerzte bemüht waren, eine Menge Qualitäten des Kopfschmerzes als sichereZeichen für bestimmte ursprüngliche Störungen aufzustellen, so ist zwar nicht zu leugnen, daßden bezeichneten Unterschieden viel richtige Beobachtungen zu Grunde liegen, andererseitsaber auch nicht zu verhehlen, daß jene aus Sitz und Beschaffenheit des Kopfschmerzes gezogenenSchlüsse allein niemals maßgebend für die Untersuchung des Kranken und die Bestimmung seinesLeidens sein können. Denn so häufig z. B. ein Etirnkopfschmerz in Begleitung eines Magen-leidens, einer Verdauungsstörung auftritt und früher auch als sicheres Zeichen derselben galt,ebenso häufig werden wiederum diese Störungen ohne den entsprechenden Kopfschmerz oder dieserohne die entsprechenden Leiden des Verdauungskanals beobachtet. Welchen Schwierigkeiten dierichtige Deutung des Kopfschmerzes unterliegt und wie es häufig, wenigstens für den Augenblick,unmöglich sein muß, dieses Symptom, so sehr es auch in den Mittheilungen des Kranken ausleicht begreiflichen Gründen in den Vordergrund gestellt wird, für die Bestimmung der vor-liegenden, in ihrer Art aber noch fraglichen Krankheit zu verwerthen, wird eine kurze Uebersichtder Störungen zeigen, welche von Kopfschmerz begleitet sein können und bei denen er entwedernur ein beiläufiges, weniger bedeutungsvolles Symptom oder das hauptsächlichste und vorzüglichcharakteristische Zeichen einer Krankheit bildet.

Zunächst ist die mitunter nicht leicht zu entscheidende Frage, ob jemand wirklich Kopfschmerzenhabe oder nicht, zu lösen; denn nicht jeder Schmerz, der am Kopfe empfunden wird, ist wissen-schaftlich als Kopfschmerz zu bezeichnen. Es wird dem Leser eine solche Distinction vielleicht