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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Magenkrankheiteu 365

tou'^ Un ^ e ” ^ nnen die Folge sein von ätzenden Substanzen, welche in Magen und Darnl eingeführt»on sogenannten scharfen Gifte), von heftigen Erschütterungen (Erbrechen, Schlag, Fall),

lich & ° tbut ' von Gelbem Fieber, Pocken, Geschwüren, krebsiger Entartung, verschiedenen entzünd-blut" destruirenden Processen (Typhus, Ruhr u. s. w.). Unter den Ursachen der Magen-das Magengeschwür obenan, während Darmblutungen am häufigsten bei Ruhrtohifis ^ beobachtet werden. Derartige Blutungen sind im mittlern und Hähern Alter amW*& * n ber Kindheit, die ersten Lebcnstage ausgenommen, rind ersten Jugend selten. Nächsten

Anst Eintritt einer solchen Blutung bei vorhandener Disposition kann eine starke körperlichelad eine Erschütterung des Körpers, eine heftige Gemüthsbewegung, eine Magenübcr-

^vng gehen. Häufig jedoch tritt sie ohne nachweisbare Gelegenheitsursache ein. Symptome.

unter gehen der Blutung einige Anzeigen voraus (Gefühl plötzlicher Wärme, Spannung,Be"« Schmerz u. s. w.), die aber meist schon Zeichen der bereits begonnenen Blutung sind.pstx , utbrechen (Blutungen im Magen oder, jedoch seltener, im obersten Theile des Darmkanals)Alu^? ^ eines in der Speiseröhre in die Höhe steigenden warmen Körpers und

leih ^lchmack, Uebelkeit und Brechneigung einzustellen, bei Darmblutungen Kollern im Unter-»aü".Austreibung und Schmerzhaftigkeit desselben. Sehr oft haben bereits starke Blutungenx,,..^künden (sogenannte innere Blutungen), ehe noch das Blut selbst durch Mund oder Afterbd- e 5;^ >vird. Ohnmachtsanwandlungen, plötzliche Blässe und Entstellung des Gesichts, Kälte^ KörperZ und Schweißes, Zittern, Ohrensausen, Augenflimmcrn u.s. w. werden dann beobachtet.Blutbrechen wird nicht selten das Blut zugleich aus der Nase mit ausgestohen, und essehr häufig auch etwas in die Luftröhre, wodurch heftiger Husten und der Perdachtj, °^ungenblutung erzeugt wird. Später treten meist auch noch blutige Stühle ein, in deneninb , der Regel theerartig, fein vertheilt (kaffeesatzähnlich), mit dem übrigen Darm-

J alte innig vermischt erscheint. Bei Blutungen des Darmkanals wird das Blut meist nur(J bem Stuhle entleert, was gewöhnlich unter kolikartigen Schmerzen geschieht. Je nachslck.^undursache kann die Blutung heftiger oder geringer sein, nur einmal eintreten oder^7 °ster wiederholen (Magen- und Darmgeschwüre). Im Schlafe stattfindendes Nasenbluten,welche>n das Blut bei Rückenlage nach hinten fließt, verschluckt und sodann wieder aus-^^echen wird, kann mitunter eine Magenblutung für den Augenblick vortäuschen. Je nach^^^"vdursache ist ferner auch die Bedeutung der Blutung und die Hoffnung auf mehr oderleb e ^ eC beständige Heilung zu bemessen. Mitunter kann jedoch auch schon die einzelne Blutung^Aefährlich werden, was namentlich von den Blutungen bei Neugeborenen, bei Typhösen,^orbutischen und solchen, welche an Bluterkrankheit (s. d.) leiden, gilt. Die Behandlungf '® en= und Darmblutungen hat zunächst die Aufgabe, die Blutung möglichst bald zu stillenN^^bdann, wo es irgend geht, durch Behandlung des Grundleidens die Disposition zu neuen<jat Un 9 cu zu tilgen. Beide Aufgaben sind jedoch in sehr vielen Fällen nur schwer oder theilweise^ b'cht zu lösen. Zur Unterstützung der erster» Absicht ist dafür zu sorgen, daß der Kranke'tieib' ^uhe des Körpers und des Geistes bewahre; der Genuß von Speisen ist durchaus zu(Ei-^' tÄotränke dürfen nur in ganz kleinen Portionen und möglichst kalt genommen werdenstr Nasser, Eisstückchen, Citronenlimonade u. s. w.); alle beengenden Kleidungsstücke sind zu ent-^' ,en ; der kranke ist in ein kühles Zimmer zu lagern und ja nicht zu warm zuzudecken; nuru ’ n sich jene Zeichen eines großen Blutverlustes (Kühle der Extremitäten, Verfall des Gesichtsw.) einstellen, muß eine etwas wärmere Bedeckung gewählt, äußerlich durch Reizmittelh^steige, heiße Hand- und Fußbäder), innerlich durch einige Gaben guten Rothweins (thee- bis^ veßlösfelweise) vielleicht gefahrbringenden Ohnmachten vorgebeugt werden. Vom Arzte werden^ «genannten blutstillenden Mittel (s. d.), wie Alaun, essigsaures Blei, Tannin, Ratanhia,dew E^vvn u. s. w., angewandt. Ist die Blutung gestillt, so sind, wie erwähnt, wenn möglich,^vsacheu und sodann die durch den Blutverlust erzeugten nachtheiligen Folgen zu behandeln,dieseinzugehen, ist hier nicht Veranlassung; die zweiten anlangend, so ist im allgemeinendesck ■ ^Handlung und Diät wie bei Blutarmuth nöthig und, wie in dem betreffenden ArtikelM Cbcn ' S u befolgen. Besondere Vorsicht erheischt hier jedoch die Diät, weil eben die Schleimhautund ^'banungskanals selbst leidend ist; es dürfen daher nur ganz leicht verdauliche SpeisenUüni'/^selben immer nur in kleinen Quantitäten genossen werden, da jede Indigestion sich leicht^ielbar durch erneuten Ausbruch der Blutung strafen kann.be S2)) lt>en * )en uns nun zu den eigentlichen, pathologisch-anatomisch festgestellten Krankheitenh'. 1 ® und werden hierbei der Reihe nach die Entzündungen (acuter und chronischer Magcn-r 9, die durch Vergiftung erzeugte Magenentzündung), die ulcerösen Processe (das Magen-