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Magenkrankheiten
geschwür und die sogenannten hämorrhagischen Erosionen), die Asterbildungen (Krebs) und d^Volumenveränderungen des ganzen Magens oder einzelner Partien desselben (VerengerungMagenmundes, des Magenausgangs, Erweiterung und Verengerung des ganzen Magens) ^trachten. Wir werden uns meist kurz fassen, da wir in Beziehung auf die Symptome undBehandlung uns vielfach auf das bereits Besprochene beziehen können. , c)t
Der acute Magenkatarrh bietet in Betracht der pathologisch-anatomischen Erscheinungganz dasselbe Bild wie die Entzündungen anderer Schleimhäute (s. Katarrh), nämlich SchwelungLockerung, Hyperämie, gleichmäßige, sammtartige Röthung der Schleimhautoberfläche. rll
dieselbe mit einer zähen, glashellen oder weißlichgrauen Schleimschicht bedeckt und beiGraden der Entzündung selbst erweicht. Diese Veränderungen erstrecken sich immer i'ibei: et” ^großen Theil der Schleimhaut des Magens, mitunter selbst beinahe über die ganze, daher die M 1Erscheinungen der Dyspepsie und Ernährungsstörung. Die Symptome bestehen Hauptfach" jdumpfen Schmerzen und einem Gefühl von Volle in der Magengrube (der Druck wirddurch Nahrungszufuhr gesteigert), Appetitmangel, Ausstößen, Uebelkeit, Brechneigung, '(galliger, schleimiger oder blutiger Massen), Durst, Sodbrennen, Verstopfung oder auch ®‘ atr !Ljtdunklem, starken Bodensatz gebendem Harn, mehr oder weniger heftigem und meist längere o ^anhaltendem Fieber, Kopfschmerz u. s. w. Die Dauer der Krankheit beträgt durchschnittlichWochen, doch kann sie durch Vernachlässigung oder andere ungünstige Umstände leicht Rüas®machen oder chronisch werden. Sie wird bei Kindern und Greisen durch die Ernährungsstörung^^mitunter lebensgefährlich, besonders gilt dies von den Magenkatarrhen kleiner Kinder, dre s ^Sommerszeit aufzutreten und sich mit Darmkatarrhen zu verbinden pflegen (Brechdurchfalls. Durchfall). Ursachen. Der acute Magenkatarrh tritt bei Erwachsenen häufiger auf alsKindern und wird vorzüglich im Frühjahr und Herbst sowie bei großer Hitze beobachtet., 3 ^Teflrperaturwechsel (Erkältungen der Magengegend, des Unterleibs, der Füße), sehr kaltesin reichlichem Maße nach starker Erhitzung genoflen, Ueberladungen des Magens oder derreizender, scharfer, schwerer Speisen und Getränke können denselben erzeugen. Katarrhe 1Rachens (bei Grippe u. s. w.) oder des Dünndarms verbreiten sich leicht auch auf die Magensw"^haut. Secuudär wird geringerer oder bedeutenderer Magenkatarrh bei allen organischen Kwheilen des Magens (Geschwür, Krebs u. s. w.) sowie bei allen acuten fieberhaften Krankm^(Entzündungen der Brustorgane, acute Exantheme u. s. w.) beobachtet. Heftige Magenka"" ^lassen mitunter in den ersten Tagen die Diagnose zwischen denselben und Typhus schwanke ^doch gibt der weitere Verlauf (namentlich die genaue, thermometrische Beobachtung desund der Höhe der Temperatur) immer mit Sicherheit Aufschluß. Früher (und vielleicht auch Inoch mehr als billig) fauden solche Verwechselungen häufig statt, und man suchte und gebrau«daher einestheils für die schwerern Magenkatarrhe, anderntheils für die leichtern Typhen ^(gastrisch-nervöses Fieber, Schleimfieber u. s. w.), welche ebenfalls unbestimmt liehen, was ^Untersuchenden nicht zu bestimmen vermochten. Behandlung. Hier ist vor allen Dingen^eigenmächtiger Anwendung von Brechmitteln zu warnen. Obwol der Arzt mitunter in den <5^kommt, ein solches zu verordnen, so darf dies nur unter genauer Berücksichtigung vieler abetn Umstände geschehen, über deren entscheidenden Einfluß sich der Laie kein Urtheil bildenDessenungeachtet kann es in vielen Fällen (wenn der Magenkatarrh in einer vorausgega"^^,Magenüberladung oder im Genusse unpassender Nahrungsmittel und Getränke u. s. w- 1*'Grund hat) von wesentlichem Nutzen sein, ja selbst den völligen Ausbruch der Krankheit verhn ^Erbrechen znchefördern, was dann durch reichlichen Genuß warmen Wassers, Kamillenthees, 'Kitzeln des Schlundes geschehen kann und überdies nicht schwer zu erreichen sein wird,solchen Fällen ohnehin Brechneigung vorhanden ist. Außerdem sind warme Ueberschläg? 1 (Senfteige auf die Magengegend, das fortgesetzte Trinken kleiner Portionen recht w_ aT , ,,iWassers, die gänzliche Enthaltung von allen Speisen oder höchstens der Genuß einer schlein"»^Suppe, die Sorge für offenen Leib durch verschärfte Lavements, ein warmes Vollbad meil ^großem Nutzen und anzuempfehlen. Dagegen sind die meisten der sogenannten magenstärk ^Mittel (s. d.) und Speisen, unter welchen meist pikante, scharf gewürzte verstanden werdw'^^vermeiden, da diese nur dazu beitragen, den Magenkatarrh zu verschlimmern. Als Getränkwie bereits bemerkt, warmes Wasser oder, wo dieses nicht hinreichend den heftigen Durst ® (kohlensaures oder Selterserwasser, Citronenlimonade u. s. w. (aber immer nur in kleinentionen) benutzt werden. Der Arzt verordnet bei heftigen Schmerzen oder bei anhaltenderquälender Brechneigung narkotische Mittel. .
Der chronische Magenkatarrh erzeugt je nach der Zeit seines Bestehens verseht