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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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367
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Magenkrankheiten

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toirb ^ '^i 1 ^ ® ar n ’ ( ^ t mehr ausgleichbare Veränderungen am Magen. Die Schleimhaut desselbenbis unb mehr verdickt, zeigt schließlich warzenförmige Hervorragungen, ist häufig rothbraun^ t^^tirzlich gefärbt und mit einem zähen, grauweißen, glasigen oder eiterförmigen Schleime bedeckt,der M ^ Häute des Magens (besonders die Muskelhant) nehmen an der Verdickung theil;b a 3 en ist anfänglich erweitert, weiterhin aber verkleinert. An der Verengung nehmen beson-ig - , au $ bie Magenöffnungen, namentlich die des Ausgangs theil, wodurch eine Menge neueril ' Ct)toert,en erzeugt werden. Ursachen. Der chronische Magenkatarrh ist viel häufiger als der(Sck ' 6r ^'wickelt sich oft aus diesem oder wird durch fortgesetzte Excesse in Speise und Trank^ chnapstrinker), durch anhaltendes Mcdicinircn u. s. w. erzeugt. Er ist ferner ein nie fehlenderbete 6 '* 61 mehrerer Krankheiten der Leber, des Herzens, der Lungen (Tuberkulose), nämlich allerI H ,- . r ' ^uiche Blutstauungen im Unterleibe erzeugen; er wird ferner häufig bei Bright'scher Krank-' vei Bleichsucht, bei Hypochondern, bei sitzender Lebensweise sowie schließlich bei andern(Geschwüre und Krebs) gefunden, deren Symptome zu einem großen Theile, wiekeinerft, von der Gegenwart, Stärke und Ausdehnung des begleitenden Magenkatarrhs?"3en. Die Symptome sind ähnlich denen des acuten Magenkatarrhs, jedoch meist nicht sob^ ni3 "fällig, dafür aber anhaltender. Der Schmerz ist meist gering, fehlt oft ganz oder wirdNej ei ® ruc t aus die Magengrube bemerkbar; der Appetit fehlt selten ganz, ist aber oft in seinerbtei^*^ verändert (Gelüste nach pikanten oder ganz ungenießbaren Dingen), während gegenc ft 'to 6 an wohlschmeckende Speisen ein Widerwille und Ekel besteht; die Verdauung ist träge,^nbehaglichkeit, Schwere und Frost- und Hitzcschanern begleitet. Dabei sind die Kranken^ vtürrisch, klagen über Abgeschlagenheit, Eingenommensein des Kopfes, Kopfschmerz, Uebelkeit,a nei 3>ing, Sodbrennen; das Wasser fließt ihnen im Munde zusammen (reichlichere Speichelder Geschmack ist pappig, sauer oder bitter; des Morgens stellt sich leicht Erbreche,

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Erbrechenverhalten, die ganze Er-der Krankheit ist immeramer, schwankender; leicht treten Rückfälle ein, besonders wenn sich bereits bleibende

»Ä ^tisserigen, zähen, schleimigen Masse ein; der Stuhl ist fast immer 1ejh! Un 3 leidet, das Gesicht ist graulich-gelblich gefärbt. Der Verlaufldhr längs

^ -Gerungen in den Btagenwänden gebildet haben. Tödlicher Ausgang ist beim einfachenande ^^Evrrh wol nie beobachtet worden; anders verhält es sich freilich, wenn derselbe eine Folgehex.^^ter lebensgefährlicher Störungen (Krebs, Geschwür des Magens, Lungentuberkulose,HeT^ 1 '' Bright'sche Krankheit u. s. w.) ist, dann kann er zur Beschleunigung eines unglück-foc!)/ ^bes sehr viel beitragen. Behandlung. Die Regulirnng der Diät ist hier die Haupt-iiehi,' ouch zugleich das Schwierigste, da an der Unfolgsamkeit der Patienten in dieser Be-lasjj.^? genug alle Bemühungen des Arztes scheitern. Ganz specielle diätetische Anweisungeni'ch jedoch nicht geben, da diese vielfach durch den Grad der Krankheit, ihre Ursachen, diedoch • - er . n Neigungen und Gewohnheiten des Patienten in ganz besonderer Weise bestimmt werden;

~ 1 allgemeinen festzuhalten: es dürfen nie große Quantitäten von Speisen auf einmalbcijj ' en werden; die Abstände der Mahlzeiten sind nach der mehr oder minder langsamen Ver-"3 des Patienten zu bemessen, d. h. er darf nie früher etwas genießen, als bis sich lebhaftesA^.^vgsbedürfniß eingestellt hat. Die Speisen sollen einfach zubereitet und nie verschiedene zu^ klaubt feilt. Im allgemeinen ist flüssiger Nahrung (Fleischbrühe mit Ei, schleimige^ilch mit aromatischen Theeaufgüssen (Lindenblüten-, Fenchel-, Thymianthee n. s. w.)'Uitcn^*' Warmbier n. s. m.] der Vorzug vor fester zu geben. Zu leicht verdaulicher fester Nah-h 3U rc ^ nel,: weiche Eier, Caviar und Austern (aber ohne Citronensaft), roher Schinken,io([ J vMitbürger Rauchfleisch, guter Wildpretbraten, zartes Geflügel tu s. w. Die festen Speisen'^cht forgfastig gekaut werden. Als Getränk (aber nicht in die Mahlzeit hinein) dienen!>i^^ .vantitäten reinen Wassers, kohlensauren WasserS, Limonaden. Kleine Quantitäten gutenist (jp- e ’ n ® oder eines reinen, kräftigen Biers leisten oft vortreffliche Dienste. Die Magengegendiit^^ a "t>ers warm zu halten (Flanell, Magcnpflaster u. s. w.). Der L-tuhlgang ist durch Lavc-^Ho-.',^ a wegung, Genuß von warmem Wasser u. s. w. in Ordnung zu halten. AngemesseneUnt er 'o^wegung (Gehen und leichtere gymnastische Uebungen) ist nicht zu vernachlässigen. Mit-Üati’ ei ' tcu >n Fällen einfachen chronischen Magenkatarrhs zweckmäßig eingeleitete Kaltwassercurenl>!i^ ortreffliche Dienste, nur darf eben kein anderes organisches Leiden (in Lungen, Herz und'ö°tnb Ursache des Katarrhs sein. Unter den Bädern empfehlen sich Karlsbad, Eins, Kissingen,kni besonders geschwächten Individuen die Eisenwässer von Franzensbad, Schwalbach,lt>- vvd Seebäder. Vom Arzte werden, abgesehen von den Fällen, wo die Grund-^ e tl§ f besondere Behandlung verlangt, theils bittere Mittel (s. Magenstärkende Mittel),

tge und saure angewandt