Buch 
5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
Entstehung
Seite
373
JPEG-Download
 

373

Magnesit

^nTO^ 1 ^ 611 ' Eweder in Verbindung mit Wasser oder wasserfrei, bildet den Talk oder Speckstein,teerschaum, Chrysolith und Serpentin, kieselsaure Kalkmagnesia die Augite und Hornblenden,^"^nesia kommt als Boracit in würfelförmigen Krystallen oder derben Massen vor.Und /^^ure Magnesia oder Bittersalz ist in vielen. Mineralquellen, den Bitterwässern, enthalten!>e i . <u ’* l , burc£ ) Abdampfen und Krystallisiren daraus gewonnen werden; in größerer Menge wirdhi? jetzt aus Magnesit und Schwefelsäure dargestellt. Sie bildet klare, prismatische, in Wasserbildi - che Krystalle, die 7 Aequivalente Krystallwasser enthalten. Phosphorsaure Magnesiaei Her m> neU ® e ' tanbt ^ ei£ der Knochen der Thiere und der Pflanzeusamen; sie kann durch FällenMagnesiasalzlösuug mit phosphorsaurem Natron erhalten werden. AuS verdünnten Lösungensack • ^ "Mählich und krystallinisch ab. Die phosphorsaure Ammoniakmagnesia (häufig ein-Namen Tripelphosphat bezeichnet) ist besonders insofern wichtig, als sie zur quan-^ wen Bestimmung der Magnesia sowie andererseits der Phosphorsäure dient, da sie einen injuuj kaum, in ammoniakhaltigem Wasser fast gar nicht löslichen Niederschlag bildet. AusHb ^ atn 1 " e ^ ^ ^ kleinen Krystallen ab; bei anomalen Zersetzungen des Harns inner-

°ft b - ” Körpers gibt sie leicht zu steinigen Concretionen in der Harnblase Veranlassung;

jttz die Blasensteine fast ganz daraus. Sie findet sich auch gewissermaßen als Mineral,H-I? ’* et§ nur al§ Zersetzungsproduct thierischer Entleerungen, in ziemlich großen Krystallen, diej.. mit dem Namen Struvit und Guanit belegt hat. Ein in Zusammensetzung und Eigenschaftengb^Pänz ähnliches Doppelsalz bildet die Arseniksäure. Das Chlormagnesium findet sich auf-ij,J m Salzsolen und, wie bereits erwähnt, im Meerwasser. Es bildet eine großblätterig krystal-k^fcht schmelzbare, äußerst zerfließliche Masse. Beim Abdampfen seiner Lösung zur TrockneSuft ^ kheilweise in Salzsäure und Magnesia; um es daher in trockenem und geschmolzenemb zu erhalten, wie es z. B. zur Darstellung des Magnesiums erforderlich ist, muß man^ ' n e * ner Salzsäureatmosphäre verdampfen oder durch Zusatz von Salmiak ein Doppelsalztam Ml , welches sich unzersetzt trocknen läßt und bei stärkerm Erhitzen geschmolzenes Chlormagne-

zurückläßt.

tz^^as Magnesium hat bisjetzt seiner kostspieligen Darstellungsweise wegen kaum praktisched^i-b^ung gefunden; denn da der Theorie nach etwa das doppelte, in der Praxis aber dasNatrium dazu erforderlich ist, so. möchte es bei dem immer noch hohen Preisehqt, T^etatts selbst für die einzige Benutzung wol zu theuer sein, zu der man es bisjetzt empfohlenzur Verwendung des blendenden Lichts, das es beim Verbrennen erzeugt, für Zweckeichm,,^-8raphie, wo dieselbe künstlicher Beleuchtung bedarf. Die Magnesiasalze finden fast aus-

^""endung in der Medicin; nur der Magnesit findet technische Verwendung in denei^^^chjbranstalten, da er ein sehr bequemes Material zur Kohlensäureentwickelung ist, indemIof e g die dabei erzeugte schwefelsaure Magnesia ein lösliches und zugleich nicht völlig werth-z. sg ^ulz ist, anderutheils aber auch die daraus entwickelte Kohlensäure die in anderer Weise,' uuz Kreide, erhaltene an Reinheit übertrifft.

als, le uredici irische Verwendung der Magnesia gründet sich darauf, daß dieselbe sowolvkxtz^draunte wie auch als kohlensaure Magnesia sich im Magen mit den Säuren des Magensaftsitz £ und in größern Dosen gelind abführend wirkt; sie werden daher (meist einfach in^"ührt) messerspitzenweise bei übelschmeckeudcm Ausstößen, bei Sodbrennen u. dgl. ange-fte j®‘ ; kheelöfselweise dienen sie als milde, aber nur langsam wirkende Abführmittel. Man kaun%?'esem Falle mit Citronensaft vermischt nehmen. Die schwefelsaure Magnesia oder das«0gibt zu 2—4 Theelöffeln in warmem Wasser gelöst, dem man zur Verbesserung deslichz ^gs schlechteil Geschmacks ebenfalls etwas Citronensaft zusetzen kann, ein kräftigeres, reich-fielw, gierige Stühle erzeugendes Laxans , was als sogenanntes kühlendes Mittel besonders infj < ?v en Krankheiten (wenn keine entzündlichen Affectionen des Magens oder Darms vorhan-iOiiq sodann auch gern gegen die hartnäckige Verstopfung bei Bleikolik verwendet wird. Auch»>iltzE. a ^lbe (2 — 4 Theelöffel voll) Klystieren zugesetzt werden. Obwol das Bittersalz zu denn ^djührmitteln zu rechnen ist, so kann seine und namentlich eine öftere Anwendung dessel-bem Gutdünken des medicinischen Laien überlassen bleiben, weil hieraus leicht mancherleiam"e entspringen könnten. (Vgl. den Art. Abführmittel.)f»ld >/^klesit. Die neutrale kohlensaure Bittererde kommt in zwei Formen als Mineral vor’>tt jj, dann den Namen Magnesit. Der Magnesitspath (Talkspath, Bitterspath) krystalli-^chsch - "^oedern, deren Form mit der des Kalkspaths nahe übereinstimmt, ist durchsichtig bismncnb, glasglänzend, farblos oder durch Beimischung von Eisen-oder Manganspathaber graulich gefärbt und findet sich nicht gerade häufig auf Gängen des Talk- und