Magnetismus, Magnetnadel 375
Nähert man den Polen eines frei schwebenden Magnets nacheinander den Pol eines andern,lenk ^ nne } 1 M i ene aus der Ebene des magnetischen Meridians. Der Sinn, in welchem die Ab-n u . n 8 erfolgt, läßt erkenne», daß die gleichnamigen Pole zweier Magnete abstoßend, die ungleich-^Pen Pole anziehend auseinander wirken.
eine sm "" e * nem 5 aben aufgehängte Magnetstab, wie er in Fig. 2 dargestellt ist, kann auch durchau? . "^netnadel ersetzt werden, welche durch ein in ihrer Mitte befestigtes Achathütchentve keinen Spitze ruht (Fig. 3). Die Nadel kann sich frei in einer horizontalen Ebene be-Zulern' 2öenn man sie sich selbst überläßt, so führt sie einige Schwankungen aus- und stellt sichm so, daß ihre Are mit dem magnetischen Meridian zusammenfallt.
Weiches Eisen, welches dem Einflüsse eines Magnets unterworfenist, mag es nun mit diesem in direkter Borührung stehen oder demselbennur sehr genähert sein, nimmt selbst die Eigenschaften eines Magnetsan, d. h. es zeigen sich an ihm zwei Pole und in der Mitte eine neu-trale Zone, und zwar ist dasjenige Ende, welches dem Pole des Mag-nets am meisten genähert ist, ein diesem Magnetpol entgegengesetzterPol. Die Magnetisirung des Eisenstücks dauert nur so lange, alsder Magnet sich in der Nähe befindet! sobald man diesen entfernt, ver-schwindet der Magnetismus sofort. Diese vorübergehende Magnetisirungweicher Eisenstäbe kann sehr deutlich gemacht werden, wenn man aneinem Pol eines Magnets, z. B. an dem Nordpol, ein Prisma vonweichem Eisen aufhängt (Fig. 4). Dieses erlangt in dem Punkte, in.welchem es den Magnetstab berührt, einen Südpol, im andern einenNordpol. Man kann an dieses Stäbchen ein zweites, an dieses eindrittes u. s. w. hängen. In der auf solche Weise erhaltenen magne-ZEe berühren sich immer die ungleichnamigen Pole, und die Magnetisirung wird umv schwächer, je weiter die Prismen t. le «se-''
Kig. 3.
von dem Magnetstabe entfernt sind. Unterbricht man aberj e . rbindung des obersten Stabs mit dem Magnete, so verschwindet sofort in allen Stücken^pur von Magnetismus, und dieselben fallen augenblicklich auseinander.
Stahl ist die Wirkung eines Magnets in einiger Beziehung anders. Feilspane von StahlD, ® en ^errsalls der magnetischen Anziehung, allein in schwächer»! Grade als Eisenfeilspäne. Wenng e n dnt einem Stahlcylinder den Pol eines Magnets berührt, so ist die Anziehung anfangs sehrfcsluert a & er die Anziehung einige Zeit fort, so wird der Stahl ebenso polarisirt wie einlcE Deiches Eisen und bleibt fest am Magnetpol hängen. Nimmt man den Cylinder hieraufl)at Utt ^ Efernt ihn von dem Magnetstab, so bemerkt man, daß er seinen Polarzustand beibehaltenselbst ein Dauernragnet geworden ist.
Es existiren also zwischen weichem Eisen undStahl in Bezug auf ihr Verhalten zu den Magnetenzwei wohl zu beachtende Unterschiede: 1) In derNähe oder in der Berührung mit einem Magnetpolwird weiches Eisen augenblicklich magnetisch! Stahlnimmt dem Magnetismus langsam an und erreicht erstnach und nach das Maximum der Magnetisirung.2) Weiches Eisen, wenn es dem Einfluffe des Magnet-pols entzogen wird, verliert augenblicklich seine mag-netischen Eigenschaften; Stahl hingegen bewahrt die-selben und bleibt ein Dauermagnet, auch wenn ernicht mehr unter dem Einflüsse des Magnetpols steht.Mit Coercitivkraft bezeichnet man den Wider-hz^ stand, welchen der Stahl der Entwickelung des Magne-
l>ex (g? mrtgegensetzt. Derselbe Ausdruck dient auch zur Bezeichnung des Widerstandes, welchenit* a W der Zerstörung der magnetischen Polarisation leistet, wenn dieselbe einmal in ihnr durchlm Ursache hervorgerufen worden ist. Durch verschiedene Grade der Härte und des An-^din ^ a . nn man Coercitivkraft des Stahls nach Belieben modificiren. Ein hoher Härtegradgrößere. Coercitivkraft. In Stahlstangen von der größtmöglichen Härte entwickelt sich® le magnetische Polarisation am schwierigsten und langsamsten. Dagegen sind dieselben^ den höchsten Grad von Magnetismus anzunehmen und ihn für die Dauer beizubehalten."3 dem obenerwähnten Umstände, daß sich eine frei schwebende Magnetnadel stets nach