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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Mais

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^>elbsthülfe besteht nur im Sammeln der Maikäfer und in Vernichtung der gesammelten,ichüttelt die Bäume und Sträucher früh morgens vor und um Sonnenaufgang, wo dieirr erstarrt sind und leicht herabfallen. An vielen Orten muß in Maikäferjahreu jeder Gar-• e ” ; und Waldbesitzer ein bestimmtes Maß Maikäfer einliefern, und zahlt die Regierung noch fiirleden Scheffel eine bestimmte Summe. Freilich muß man dann nicht so dumm sein und die ge-^^Een Maikäfer in den Fluß schütten, wie dies von feiten mancher von oben eingesetzten. .Takelt schon geschehen ist, oder gar sie in die Erde graben und ihnen so die Mühe sparen,^bst Brutlöcher anzulegen, sondern muß sie zerstampfen lasten. Zerstampfte Maikäfer sind eineortreffliche Zugabe zum Dünger. Kann man auch in Wäldern und hohen Alleen nicht alle Käfer^Nichten, so kann man doch ihre Zahl verringern.

Die Hühner sollen mehr Eier legen, wenn sie Maikäfer fressen. Sie picken sie allerdingsBegierde auf, wenn sie aber viele freffen, so erhalten die Eier einen höchst unangenehmen^°>chmack davon.

Mais. Die einhäusige GraLgattung Zea L. hat die männlichen Aehrchen paarig, gestielt.( le Aehrchen sind zweiblütig, die Blüten sitzend. Die Deckspelzen sind länglich, unbewehrt,,°uvex, die Spelzen häutig, ausgerandet, wehrlos. Die Scküppchen sind etwas fleischig, ge-u ?*., Staubgefäße finden sich drei. Die weiblichen Blüten stehen in mehreren Längsreihenll j einer fleischigen Spindel. Sie enthalten je zwei fruchtbare Blüten nebst einer unter ihnenl^-nden geschlechtslosen. Die Deckspelzen sind an Zahl zwei, unbewehrt, breit, häutig, nerven-^ '^ untere ist ausgerandet. Die Spelzen sind convex, häutig, ohne Nerven. Schnippcheneil> Der Fruchtknoten ist kahl, der Griffel fadig, die Oberpartie behaart. Die Frucht istMig-nierenförmig, von Gestalt sehr verschieden, glänzend, am Grunde von den Deckspelzen^".dpelzen umhüllt. 2. May« L. ist ein einjähriges Gewächs, welches die Höhe von 16 Fußund einen starken, markigen Stengel hat. Die Blätter werden bis gegen 3 Fuß lang/ gegen 4 Zoll breit. Sie sind am Rande wellig, hellgrün bis schmuzig violett-röthlich*7 auf der Unterseite wie auch am obern Theil der Scheide mit einigen Haaren besetzt. Dieeii -Uic^ en Ughrm sind von einer Anzahl Scheideblätter eingehüllt und es hängt aus ihnen her-, ""d herab der Schöpf der langen Narben. Die Früchte sind honiggelb, weiß, purpurbraun,Bl^-' '"schweiß, auch finden sich verschiedene Farben auf denselben Aehren. Der männlichesten N ^ ent, '" tänb '9 und rispig, sehr selten einfach. Ab und zu findet man an den unter->st v llr ^ en ^ er Aehren einzelne weibliche Blüten. Man hat zahllose Abarten. Der Riesenmais^ te größte, allein in unserm Klima erlebt man an der Zucht keine Freude. Sehr großkernig^ Pferdezahnmais. Wir sind mehr auf die Cultur der kleinen und rundkernigen Ab-^ ungewissen. Man nimmt an, was höchst interessant, daß die schnell reifenden Formenuus gebildet haben sollen. Inwiefern diese Angabe berechtigt ist, lassen wir dahin-Um t ' ^ te allerdings sehr wackere Gewährsmänner. Die Vielheit der Abarten ist überdies^Merkwürdiger, als die Cerealien der Alten Welt außerordentlich übereinstimmen,diit r n Hut den Mais noch nicht sicher wild gefunden. A. de St.-Hilaire erhielt eine Abart(Sj lt uugen Spelzen, welche er Zea Mays tunicata nannte. Der Abbö Larranhaga gab an, die^^Uhcuru-Jndianer zögen sie. Indessen sind diese nach St. - Hilaire selbst so tief in der Culturguav ^us> sie sich mit keinen Culturen von Pflanzen abgeben. Ein junger Guarany aus Para-Pvn sbAunnte diese Form und behauptete, sie wachse in den feuchten Wäldern seines Landes,er r- lt ® nannte dieselbe Form 2. cryptosperma. Er hielt sie für eine eigene Art. Erhalten hattedie Buenos-Ayres unter dem Namen Pinsingallo, mit der Nachricht, daß durch Culturhind bemale nicht verändert würden. Allein die Schwierigkeit, die Körner zu enthülsen, ver-Dtr ^ häufigen Anbau. Die englische Gartenbangesellschaft empfing dieselbe Abart vonan ' h ^ ! n Aeuyork, welcher behauptete, sie aus den Rocky-Mountainserhalten zuhaben. Er gab' 3 ^ C ' n ^ nnr Jahre Cultur hingereicht hätten, um sie in die gemeine Form überzuführen,der war zur Zeit der Entdeckung Amerikas dort ebenso allgemein angebaut wie bei uns

iiljgj., f ei ä eu "der die Gerste. Von Chile bis nach Virginien, von Brasilien bis nach Californien,alte ß f°^ mcm ^ian hatte eine ganze Anzahl Abarten, woraus der Schluß auf eine sehrLeibes Ur ist. Noch heute bezieht man aus Amerika neue Abarten dieses trefflichen Ge-

ähre,/' den Gräbern der Inkas, in den ältesten Katakomben Perus findet man Mais-hattb' ^^.Een religiösen Gebräuche in Mexico und Peru erforderten Maiskolben. In Mexicoe ' ne Eeres, eine Göttin, deren Name von dem des Mais abgeleitet war: die

^"nne • b ° n Man opferte ihr die Erstlinge der Maisernte. In Cusco bereiteten die

"lungfrauen zu den Opfern Maisbrote. Alles dies spricht für eine uralte Cultur in Amerika.