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Indessen hat es nicht an Verfechtern der Angabe gefehlt, daß der Mais dem Orient angeht"So sollen im Jahre 1204 im August zwei Offiziere im Dienste Bonifacins' III-, des ^von Montferrat, bei der Heimkehr von der Belagerung Konstantinopels ein Stück des Krtt ,'Christi und einen Beutel mit Körnern von goldgelber und weißer Farbe mitgebracht haben. ^hatten sie aus Natolien in Asien, wo die Körner Meliga hießen. Delile hat in seiner 6Aegyptens aufmerksam gemacht, daß der Sorgho dort in derselben Rispe gelbe und weißener habe. Dazu kommt, daß auf italienisch der Sorgho Melega, Melica, Heilig»/indiano, Parico indiano heißt. Der Name türkischer Weizen beweist nichts für die Abi “mung.' Solche Bezeichnungen kommen in der Regel in Bezug auf die Bezugsquelle zu StIn Lothringen und dem Elsaß heißt ja ohnehin der Mais Ble de Rome, in Toscana fic>"IWeizen, auf Sicilien indischer Weizen, in den Pyrenäen spanischer Weizen, in derWeizen aus der Berberei oder aus Guinea; die Türken nennen ihn ägyptischen Weizen/Aegypter Durrah aus Syrien. Heynius leitet den Namen türkischer Weizen von demheraushängender Narben ab, welcher an den Zierath des Roßschweifs oder der Ouaste aufFes erinnern soll. Ueber die ägyptische Cultur hat man ein einziges Zeugniß, das des -senden Rifaud; er sagt: „Die Maiskörner, die ich zu Theben entdeckte, fanden sich unter dem Keiner Mumie. Sie lagen in einem irdenen Gefäße. Der Stengel, 18 Zoll lang, hattest' ^seine Blätter. Links von der Mumie lagen die kleinen Früchte, die man auf arabischnennt, nebst Körnern von Weizen und gewissen Zwiebeln. Rechts fanden sich Wasserpflanzen- 'fanden sich auch 5—6 Weizenbrote. Eine Guirlande und eine Krone von Lotosblüten ziertenKörper der Mumie: die Krone auf dem Kopf, die Guirlande um den Leib geschlungen. _Sarg aus Sykomvrenholz und bedeckt mit Hieroglyphen lag in einem Sargbehälter von Ba>a ^Rifaud muß das Opfer eines Betrugs gewesen fein. Die Aegypter hielten viel zu dielAckerbau, als daß es irgend denkbar wäre, man hätte dem Mais nicht dieselbe Aufmerksamerwiesen wie dem Weizen, den man auf so vielen Denkmälern nebst der Gerste und dem --dargestellt findet. Dazu kommt, daß Prosper Albinus, der 1592 den Ackerbau der Aegtst^bespricht, den Mais nicht erwähnt. In Ostindien ist der Mais wenig angebaut. Roxburg)wähnt ihn nur in den Gärten. Allerdings sah der Bischof Heber Culturen am Fuße deslaja. Ein Sanskritname für den Mais cxistirt nicht. ,
Die Sinologen sprechen im allgemeinen nicht vom Mais. Er gehört nicht unter die fGetreide, welche der Kaiser Chin-nong lange vor Christi Geburt einführte. In einer m*
Encyklopädie des 17. Jahrhunderts wird angegeben, er sei aus dem Westen eingeführt. ^berg erwähnt zwar den Mais als in Japan cultivirt, citirt aber einen Namen Kämpfer'^sich auf Sorgho bezieht. Vielleicht können die Portugiesen deu Mais eingeführt haben, .nach China schon 1516 gelangten. In der zweiten Auflage einer chinesischen Naturgesch'^„Phao-thsao-kang-mou", von Li-chi-tchin, ist ein recht leidliches Maisbild. Diese Ausgabe ist1637. Nichts beweist, daß die Pflanze in der ersten Auflage abgebildet war, und selbst dieß:nach der Entdeckung Amerikas erschienen. Nach von Siebold gibt es auf japanischen EmblmBilder der Maiskolben, und es soll in einem alten japanischen Werke die Notiz sich finde»/dieses Getreide durchs Meer in Japan angeschwemmt worden. .
Der Nutzen des Mais ist ganz außerordentlich. Erst in der neuesten Zeit hat man hmdem Kraut seine Aufmerksamkeit zugewendet. Es scheint erwiesen, daß kein Gras inBreite so zuckerreich ist. Daher kommt es, daß Mais als Futter für Kühe ganz außerordcn^beliebt wurde. Die erste Empfehlung scheint von Belgien ausgegangen zu sein.neuerlich von Oesterreich aus das in Ungarn in endloser Masse gewonnene Maisstroh alseiner für die Papierindustrie sehr werthvollen, spottbilligen Pflanzenfaser gerühmt. 2lul ^Fälle ist die Sache ungemein wichtig, doch sind die Acten besonders über die Dauerhaft^des äußerlich sehr schönen Papiers noch nicht geschloffen. Aus dem Stengel.kocht man ineinen Sirup, der auch als Basis zu einem geistigen Getränk dient. Die Körner dienenlen und oft auch gequetscht als ein ganz vortreffliches Futter für Mastvieh. Besondersnützlich, wenn man sie in warmem Wasser eingequollen darreicht. Man mästet inOchsen, Schweine, Truthühner, Gänse, Hühner damit. Besonders die Schweine und ^sollen einen viel feinern Geschmack davon erhalten. Das Fleisch wird zarter und weißer.als Pferdefutter wird Mais viel gebraucht, wie bei uns Hafer. Selbst die Fische füttevt > ,damit. Das Einquellen geschieht besonders im Hinblick auf die Zähne der fressenden ^Das Mehl wird zu sehr vielen Mehlspeisen verwendet. Die Polenta der Italiener ist Cl1 ^kanntes Gericht, das den Genießenden ungeheuer füllt, aber nicht auf die Dauer sättigt-