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Maitrank Maiwurm
die Pflanzen anderthalb Fuß hoch, so häufelt man sie. Dadurch treiben die untersten Gelc"^Adventivwurzeln. Das Gäten ist durchaus nöthig. Die männlichen Blutenstände schneidet w«gleich nach der Bestäubnng ab und verfüttert sie dem Vieh. Sobald endlich die Hüllblätter der i 0ben dürr sind, nimmt man an, daß die Kolben gereift sind. Man controlirt die VermutW odurch Befühlen. Immer ist es gut, dieselben recht lange am Stocke nachreifen zu lassen. ™ ®bricht die Kolben mit der Hand ab und breitet sie an luftigen Stellen aus. Hier muß ma '\häufig wenden. Sind die Hülsen gänzlich verdorrt, so entfernt man sie und bringt die Kolin die Scheune. Die Körner halten sich an ihnen viel besser als abgenommen. Gleich nachErnte reißt man die Pflanze ab, um sie zur Fütterung zu verwenden. Wo man gar diesesverbrennt, gewinnt man aus der Asche viel Potasche. Die Entfernung der Körner von der d>Spindel kann mit der bloßen Hand, mit dem Dreschflegel oder durch Treten mit HolzsihE 'auch mit Maschinen stattfinden. Man bewahrt die Körner in Fässern oder in Säcken auf.räthe muß man wenden und lüften, denn sie sind der Verheerung von Raubinsekten ausgeMDas Maismehl hält sich nicht wohl über ein Jahr. Man zieht Mais zunr Futter gern aWeizenfeldern als zweite Ernte. Säet man ihn in Südfrankreich am 15. Juli, so macht n> adie Ernte Anfang September, denn in sechs Wochen ist das Gewächs zu der nöthigengelangt. Man muß bei feuchtem Wetter die Aussaat besorgen. Das Kraut wird abgesch»^ Vsobald die männlichen Blütenstände sich zu zeigen beginnen. Will man Heu daraus bereiten, tmuß man lange warten, bis völlige Trockniß eintritt. Doch hält sich dasselbe bis drei *lang. Wir bilden unter a einen Stengel in % bis % 0 natürlicher Größe ab; 3 ist ein niün"'liches Aehrchen in natürlicher Größe, c ein weiblicher entkleideter Blütenstand in %sicher Größe, d einige sehr junge weibliche Blüten, viermal vergrößert, s ein enthüllter Krlbrin x / 4 natürlicher Größe, f eine durchschnittene Frucht, zweimal vergrößert. ^
Die Zubereitung für den Haushalt ist folgende: Mais in Essig eingemacht- ^Kolben des Mais werden, sobald sie die Stärke eines kleinen Fingers erreicht haben, abgepl^"'von den umgebenden Blättern und Fasern gereinigt und mehrere Tage in Salzwasserwelches man öfters erneuern muß. Dann kocht man sie in Essig mit etwas Salz fünf M>rum:lang und setzt sie, nachdem sie abgegossen worden, zum Verkühlen beiseite, packt sie dann in “ cl 'Gläschen und gießt Weinessig, den man zuvor mit einigen Nelken, Pfefferkörnern und Musk ablumen gekocht hat, kalt darüber. — Mais in Sa lzw a sser. Kie Kolben des Maiswenn die Körner ihre volle Größe erlangt, aber noch nicht hart geworden sind, von den Sta» rgenommen, von allen Blättern befreit und in kochendes Salzwasser gethan. Sind die .gar, so nimmt man die Kolben heraus und trägt sie mit frischer Butter auf. Veiin Essenman sie in die Hand, streicht Butter darauf und beißt die Körner von den Kolben ab.
Maitrank. Ein besonders am Rhein beliebtes und bekanntes Geträük, welches folgend^'maßen bereitet wird. Man nimmt eine Hand voll Waldmeister (Asperula odorata), am liebstesehe sich die Blütenknospen geöffnet haben, verliest ihn und legt ihn mit y 4 Pfb. Zucker in ^Terrine, gießt eine Flasche leichten Weißwein darauf und läßt das Kraut darin eine St«u^liegen, dann füllt man den Wein in Gläser. Nach Belieben können auch in Scheiben geschud^Apfelsinen mit in den Wein gelegt werden. ..
Maiwurm, Oelkäfer (Meloe proscarabaeus, s. die Abb.). Ein zollanger, dicker, unbehEsicher, stahlblauer Küfer, den man im Mai häufig an Rainen und Wegen, an Gras^Hecken findet. Die sehr kurzen Flügeldecken, die wie Frack
aussehen, decken nur die vordersten Ringe des Hinterleibs, deu
sie
sonst völlig freilassen. Die Flügel fehlen gänzlich. Die Fühler 1'perlschnurförmig. Berührt man die langsam kriechendenlassen sie aus allen Gelenken einen scharfen, ätzenden, schneit $‘ ä ' tziehenden Saft hervorquellen, der wie gelbes Oel aussieht uschwer tilgbare Flecken auf Haut und Kleidern macht. fee(
Die Larven sind äußerst beweglich, sehen fast wie Ameisen c ■kleine Grillen aus, haben drei Krallen an den Füßen, hinten $ ^lange Borsten und halten sich auf Frühlingsblüten auf, wo f ie sl])Gelegenheit abpassen, um auf Fliegen und Bienen zu springen»^die sie sich festklammern, um sie auszusaugen. Ihre weitereWandelung ist noch nicht genügend erforscht. Man kennt sie n>dem Namen „schwarze Bienenläuse". . e t
In medicinischerHinsicht schließt sich der Maiwurm den Spanischen Fliegen an, inde"
Der Maiwurm (Weibchen).