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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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393
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Majoran 393

* n ^ em kalben, öligen ©aste, welchen er ausschwitzt) ähnliche scharfe, besonders aufihn ^?"ichstem reizend wirkende Stoffe enthält. Dieser letzter» Eigenschaft wegen benutzte manr ^ ri " l ^ er Wassersüchten als harntreibendes Mittel und glaubte selbst in ihm ein Pro-ilkum gegen Wasserscheu gesunden zu haben. Nachdem jedoch in dieser Beziehung aus-

glebjgere

ötieb'-- ^ Un53 3eordnetere Versuche angestellt worden sind, was dadurch ermöglicht ward, daß^n SB’fc ^ er ® r °f* e das den Maiwurm als wirksamen Bestandtheil enthaltende Geheimmittel gegens,ch , E voller Hunde von einem schlesischen Bauer kaufte (die sogenannte preußische Latwerge), hat3 u QeH • ^ era uiSgeftelIt, daß dem Maiwurm gegen dieses Uebel auch keine größere Wirksamkeitkhens 5l j le k en werden kann als vielen andern, welche ebenso enthusiastisch empfohlen, aber mit Rechtjo schnell wieder vergessen wurden. Jetzt wird der Maiwurm medicinisch nicht mehr verwendet.

Die Gattung Origanum L. gehört unter die Labiaten. Der Kelch ist glockig,i>„-^wnig oder auch in anomaler Weise gespalten. Das Rohr der Blume ist eng, der HelmF^^udet, die Lippenlappen sind gleich. Die Staubfäden sind gerade, ohne Höcker, dieder . utel mit trapezoidea Mittelbändern versehen, die Fächer zusammengeneigt, oben anT^^ditze einander nicht berührend. Der Griffel ist gleich gespalten. Die Früchtchen sind gerundet,ist ^theilung, Genuina Koch., hat einen gleichmäßig fünfzähnigen Kelch. 0. vulgare L.Und s"^"wine Dosten. Das ausdauernde, vielstengelige Gewächs hat röthlichbraune Stengeluugliche, etwas spitze, am Grunde keilige Blätter ohne ausgezeichneten Rand. Die Bluten-stände stehen in vier Reihen und zwarährig hinter großen elliptischen, hochge-färbten Deckblättern. Die Kelche sinddrüsig und braun, die Blumen rosa oderfleischfarbig. Die Pflanze ist unglaub-lich vielgestaltig. Die gemeine Art hatdie Blütenstände kugelig gehäuft. DieAbart prismaticum hat langausgezo-gene Blütenstände. Die Abart virensist stark zottig und mit blaßgrünen Deck-blättern Versehen. Die Abart hirtumist sehr stark zottig und die grünen Deck-blätter sind sehr stark drüsig punktirt.Dieser gemeine Dosten, auch Wohlgemuthoder gemeiner wilder Majoran genannt,ist in Vorwäldern, Hecken, an Felsenu.s.w. im Sommerin fast ganz Europa,dem mittlern Westasien und in Nord-anierika anzutreffen. Das Kraut kannwie der gemeine wilde Thymian oderFeldkümmel gebraucht ioerden (ThymusSerpyllum) und war als Ilerha Ori-gani ehedem in Aufnahme. Die zweiteAbtheilung,MajoranaKoch., hat einenglockigen, geschlitzten Kelch, der am Ober-rande ausgerandet, zweilappig oderdrei-zähnig ist. 0. Majorana L. (Majoranahortensis Mönch.) ist eine einjährigedehg Pflanze, die in der Regel inehrere weich-

schwach vierkantige, höchstens anderthalb Fuß hohe Stengel treibt. Die Blätter sind' ^rkehrt-eirund, am Grunde gestielt, die obern aber sitzend. Die Blutenstände sindJttit a l< j? vierseitig, kurzgestielt. Die Deckblätter stehen eng dachziegelig. Sie sind eirund undich kurzer, grauer Behaarung versehen und länger als die Kelche. Die Blume ist

""^3 und wenig hervorragend. Die Heimat ist Nordasrika und der Orient. Imchld das Gewächs, welches bei uns sehr viel gezogen wird. Der Sommermajoran

ichz e Frühlings auf gedüngten Boden gesäet, leicht mit Erde bedeckt und feucht gehalten,Seit t n n - n "ichk vorgezogen hat, die Pflanzen im Mistbeet zu ziehen, wo man sie um dieselbeVn t- ( kechszölligen Abstanden auspflanzt. Sobald die Pflanze blüht, schneidet man sie. Mane oft zwei-, ja dreimal schneiden. Man trocknet die Stengel im Luftzuge und bewahrt sie

gemeine Majoran (Origanum vulgäre).