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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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406
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406 Nklachit Malagawein

mäßig warmen Ofen. Sind sie halb gar, so bestreut man sie mit Zucker, schiebt sie wieder mden Ofen und bäckt sie vollends fertig. =

Malachit. Der Malachit ist ein aus kohlensaurem Kupferoxyd und Wasser bestehendes,durchsichtiges und seidenglänzendes Mineral von ausgezeichnet schöner- smaragd- oder spangruiFarbe. Er erscheint in der Regel in tranbigen, nierenförmigen oder stalaktitischen Aggregatvon krummschaliger und radialfaseriger Struetur, welche endlich in das Dichte übergeht,kommt er derb, eingesprengt, angeflogen vor, in deutlich ausgebildeten Krystallen, welche ^monoklinoedrischen Systeme angehören, findet er sich nur selten. Seine Härte ist ^3,5und das specifische Gewicht 3,6—- 4 . Der Malachit findet sich ziemlich häufig in der Rachv" ^schaft kupferhaltigcr Minerale als ZersetzungSproduct derselben. Bemerkenswerthe Fundorte MSaska und Moldawa im Banat, Saalfeld in Thüringen, Rheinbreitenbach in Rheinpreupe ,Chessy bei Lyon und Cornwall. Unübertroffen sind aber die glaskopfartigen Malachitmassen ' ^Ural; sie kommen dort klumpenweis in Klüften des Kalksteins vor und sind aus gediegene'Kupfer, das sich mit Rothkupfererz überzog, entstanden. , -

Wegen der prachtvollen Farbe und Politurfähigkeit ist der Malachit sehr geschätzt zu allerBijouteriegegenständen, wie Ring- und Halsnadelsteinen, Ohrgehängen u. dgl. m. Auch benutzman ihn wie Holzfourniere zum Belegen anderer Steine, zu Vasen, Toiletten, Tischp^^"'Dosen u. s. w. Man sägt ihn zu diesem Zwecke zuerst in Stücke von der erforderlichen Grötz^oder man schneidet vielmehr die schönen Stellen aus den größer» Massen von Malachitund schleift diese dann mit Smirgel auf einer bleiernen Scheibe. Die Politur wird mit TnMauf einer zinnernen Scheibe gegeben. Als Ringstein erhält er meist den Tafel- oder Treppe"schnitt. Der Werth des Malachits ist nicht bedeutend und wird noch mehr sinken, wenn die ~' ekehrsmittel mit dem Ural besser sind. Man bezahlt jetzt für das Pfund rohen Malachit, je ^dem Grade seiner Schönheit und Gleichartigkeit der Masse, 1 / i — 3 Thlr. Größere Stücke ste'9^jedoch im Preise. So bewahrt man in der Sammlung des Bergcorps in Petersburg aus ^Gumeschewski'schen Grube ein Stück von 3^ Fuß Länge und Breite vom schönsten Smaragd.grün, 90 Pfd. schwer, dessen Werth (jedenfalls zu hoch) auf 525000 Rubel geschätzt wird. ^Malagawein. Die südlichen Provinzen Spaniens, namentlich die Südabhänge derRevada in Granada, gehören zu den gesegnetsten Weinländern Europas; das Gebiet der StaMalaga allein mit etwa 7000 Weinbergen liefert jährlich 300000 Ctr. Rosinen und 7500Ctr. Wein. Leider wird die Behandlung der Reben, das Keltern, die Gärung und Aufbewmrung häufig noch so nachlässig und irrationell betrieben, daß die Mehrzahl der andaluMWeine weit hinter den Anforderungen zurückbleibt. Bei sorgfältiger Behandlung, wie nmu 1namentlich den für die Ausfuhr bestimmten Weinen angedeihen läßt, entstehen jedoch die edelsteman Zucker, Weingeist und Aroma reichen Liqueurweine, deren Stärke man meist durch vorherige-Abwelken der Trauben zu erhöhen sucht. Am bekanntesten ist der eigentliche Malagadunkler Bernsteinfarbe, welcher in der Jugend viel Süße besitzt, bei zunehmendem Alter diese'aber verliert, feiner, körperiger und geistiger wird und ein eigenthümliches Parfüm cntwiae 'Zu diesen Vorzügen gesellt sich eine große Haltbarkeit; selbst in halbgefüllten und schlecht ve^schlossenen Fässern und Flaschen hält sich derMalagaweinlangeZeit, ohnekahnig zu werden. 2LeM9'beständig sind der hellgelbe, gewürzreiche Malaga-Muskat und der Malvasier; der Tinto ^dunkel, süß und pikant. Aus der Gegend von Guadalupar kommt derP edro- Timen es, einsehr süßer und geistiger Wein, deffen eine Sorte, M anz anilla, durch feinen Obstgeruch sichzeichnet; in der Nähe des Mittelmeers wächst der leichtere Morvillo. Die Provinz Semliefert den feurigen Leres (Sherry) mit seinen zwei Hauptsorten, dem süßen und wohlriechenParaxeta und dem mehr trockenen und bitterlichen Vino secco. Auch bei Cadiz und Saim^M^wachsen ähnliche vortreffliche Weine. Tinto de Rota ist ein dicker, süßer Dessertwein.

Die meisten dieser Weine werden für den Export mit Alkohol versetzt, dessen Menge im cwkäuflichen Malaga durchschnittlich 12—16 Proc. beträgt. Leider gehört echter Malagawem■Nord- und Mitteleuropa zu den Seltenheiten; der meiste Wein dieses Namens ist im günstig!Falle ein Kunstproduct aus leichtem Weißlvein, Rosinen, Alkohol und Farbstoffen, häufig 8 etI j ttwieder ohne jede Anwendung von Wein fabrizirt. Nach einer Vorschrift von Winckler digerman in einem Fasie 600 Pfd. Weißwein, 100 Pfd. starken Spiritus, 100 Pfd. ^O^rbe

fallen; beim Abdampfen darf er nicht weniger als 17 Proc. Extract hinterlassen ,. welches

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