Malerfarben Malvaceen 407
mu6^ C Ulti3 Weingeist klar löslich und von angenehm sauersüßem Geschmack ist. Ammoniakgeisto >n kurzer Zeit einen weißen krystallinisch-körnigen Niederschlag von phosphorsaurer Am-^E-Magnesia erzeugen.
^ Malerfarben. Die kleine Zahl einfacher Farben, durch deren Mischung die Maler des^ brthnms bis auf Apelles ihre Farbeneffecte hervorbrachten, eine weiße, gelbe und rothe^ färbe und das Schwarz aus gebrannten Weintrestern, und zu denen sich später glänzenderebet^> ntC ' iB ’ e ®erggriin, Indigo, der Saft der Purpurschnecke, gesellten, ist, den Fortschritten^ . Mn^rtechnik folgend, jetzt zu einer kaum übersehbaren Menge von Farbstoffen angewachsen,& um kleinern Theil natürlich vorkommen, zum bei weitem großem Theile künstlich dar-I eilte chemische Verbindungen sind. Dieselben theilen sich nach ihrem Verhalten gegen dieauf welche sie entweder gelöst oder in einer Flüssigkeit fein vertheilt oder auch trocken^ ^tragen werden, in Lasurfarben (Sastfarben), welche den Untergrund durchscheinen lasten,j.. 111 Deckfarben, welche auf demselben eine undurchsichtige Schicht bilden; zu letztem ge-^ie natürlichen und die künstlich dargestellten Mineralfarben und die Lackfarben,„^""'düngen von Pflanzen- und Thierpigmenten mit Metalloxyden. Nach der Natur des Binde- ^Uelz der flüssig aufzutragenden Farben unterscheidet manW asserfarben, welche mit Gummi- ‘t u ''8 oder Leimwaster angerieben werden und an welche sich die Honigfarben und Tusch-D.s n ,das Muschelgold und Muschelsilber anreihen, die O e lfa rb en,innige Gemenge von fetten
^en oder Fir,ritzen mit den feinzertheilten Farbstoffen, enkaustische Farben, denen eine
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ftift Zusammenhang gibt. Ihnen gegenüber stehen die trockenen, gefärbten Zeich en-
Äi ^ (böthet, schwarze Kreide, Oreta, xol/eolor) und die P a stell färb en. Die Natur des^ gemittet» wirkt nicht selten wesentlich ändernd auf die Nuancirung des Farbstoffs; so wirdsem' "is Wasser- und Kalkfarbe hellblaue Bremerblau mit Oel angerieben in schön grünes^laures Kupferoxyd verwandelt. Ebenso auffallend ist häufig der Einfluß des Grundes, na-.^'ch schließt die Frescomalerei eine Menge brillanter Farben aus, welche durch den nassen/g. »ersetzt werden, z. B. Berlincrblau, die Lackfarben, und nur wenige sehr beständige Pigmentei .Er» Ultramarin, Ocher) sind gleich gut als Oel-, Wasser- und Kalkfarbe zu brauchen.v 3^die Art. Lack-, Lasur-, Oel-, Pastell-, Tuschfarben.)
zeh ^"echaus abweichend in der Anwendung sind die S chnielz färben des Glas - und Por-qq- ^'"kilers, gefärbte Glasflüste, welche fein gepulvert auf dem zu bemalenden Gegenständeitz^tragen und dann durch Einbrennen mit der Oberfläche desselben dauernd verbunden werden,^iet ^"smalerei, deren Effecte auf durchfallendes Licht berechnet sind, wird das färbendeJ mit einem leicht schmelzbaren Blciglase, dem man zur Erhöhung der Leichtflüssigkeit^ern Borax, Mennige oder Wismutoxyd zusetzt, innig gemengt, das zarte Pulver mitangeriehen, dann mit dem Pinsel auf möglichst strengflüssiges Glas aufgetragen undUnd x n ä e einer Hitze ausgesetzt, bei welcher die Farbe schmilzt, ohne daß die Unterlage erweichtftoit 6 8orm ändert. Zur Anwendung kommen alle Metalloxyde, welche zur Herstellung ge-
^ er Glasflüsse dienen (f. Bd. IV, S. 170). Von ganz ähnlicher Zusammensetzung sind die^?^ellansarben, welche aber auf undurchsichtiger Unterlage nur durch reflectirtes Licht
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dq cn< Letzterer Umstand gestattet dem Porzellanmaler eine größere Auswahl von Pigmenten,jx? uuch undurchsichtige Farben (gefärbte Emails) anwenden kann, andererseits ist er aber durch ')e[ H e Temperatur, welcher die Porzellanwaaren beim Brennen ausgesetzt werden müsten unddx^er nur wenige gefärbte Glasflüsse widerstehen, in der Wahl beschränkt. Darauf gründet sichi-tza ^ige Unterschied zwischen Scharffeuerfarben, welche die höchste Temperatur des Por-fq^vfens ertragen, also gleichzeitig mit der Glasur eingebrannt werden können, und Muffel-'<j[(,r- en ' welche, da sie im Scharffeuer sich verflüchtigen oder misfarbig werden, erst auf derWaare festgeschmolzen werden und deshalb stets ein Reliefbild hervorbringen.
Pfiq ^ülllllceen. Eine natürliche Pflanzenfamilie der Polypetalen. Die zu ihr gehörigenstnd Stauden, Halbsträucher, Sträucher, Bäume. Die Bekleidung mit einem Filz^ätt ^"^aren ist ganz allgemein. Die Blätter haben am Grunde seitliche paarige Neben-setzen wechselständig, sind fast immer kerb- oder sägerandig und entweder ganz odereiu^i^big bis handtheilig. Der Blutenstand ist end- oder achselständig. Die Blüten stehen
gehäuft, rispig, selten traubig; sie haben in der Regel einen Außenkelch aus ver-^lenen Borblättern. Der Kelch selbst ist fünfblätterig, fünfspaltig, fünftheilig, in derbi-°^eülage klappig. Ausnahmefälle von Drei- oder Vierthelligkeit sind sehr selten. Blumen-Htx stel}en in gleicher Anzahl, wechselständig mit jenen, dem Blütenboden eingefügt, sehr häufigwren Nägeln am Grunde untereinander und mit der Staubgestißsäule verwachsen, der