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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Malvaceen

Knospenlage liegen sie übereinander und gedreht. Die Staubgefäße sind in ein Rohr -sen, das sich nach oben in-viele Fäden mit nierenförmigen, einfächerigen Staubbeuteln o -Letztere springen mit einem krummen Spalt auf. Der Fruchtknoten ist sitzend und besteht afünf bis mehr Karpellen, welche um die Griffelaxe herum liegen in verschiedener Verbindung-Jn den Innenwinkeln der Fächer liegen die zahlreichen oder einzelnen halbanatropen oder kapylotropen Samenknospen. Griffel gibt es so viele wie Karpelle, nach unten verwachsen. ^Narben sind einfach fadig oder kopfig. Die Fruchtbildung ist außerordentlich verschieden ungibt prächtige Merkmale. Es gibt Beeren- und Kapselfrüchte und Nußbildungen. Letztere sineiner vielfächerigen Frucht vereinigt. Die Fächer sind meist mehrsamig. Die nierenförmigensind äußerlich rauh oder mit Fäden oder mit Wolle überzogen, auch in Fruchtbrei gebettet. &schleimige oder fleischige Eiweiß ist sehr gering. Der Keimling ist gebogen. Die Samenlappfind blattig, faltig sich umhüllend, sehr oft am Grunde herzförmig. Man theilt die Familie'vier Gruppen. Die drei ersten haben einen Anßenkelch. Die Malopeae haben die Karpelle nlin einen Wirtel gestellt, sondern spiralig um die Axe aufsteigend. Hierher gehören Ualops •und Kitaibelia W. Die Malveae haben die Karpelle wirtelig, frei voneinander oder invielknopfige Kapsel- oder Nußgruppe vereinigt. Zu ihnen gehören Malva L., AlthaeaLavatera L. Die Hibisceae haben ihre Karpelle in eine in der Regel wandspaltig aufspringt"Kapsel vereinigt. Zu ihnen gehören Hibiscus L., Gossypium L. (die Baumwolle). Die lchGruppe, die der 8ideae, hat dieselbe oder eine vielknopfige Frucht, allein es fehlt die Außenhi"^Zu ihr gehören 8iäa Rath., Abutilon Gärtn. Die Familie herrscht im tropischen Gebiete ^ungeheuerer Masse vor, besonders in Amerika. In gemäßigten Regionen sind Malvaceen seltt'bim hohen Norden fehlen sie ganz. Die Gattung Hibiscus T. enthält Kräuter, Sträucher uwBäume. Die Blätter sind gelappt, getheilt oder ganz, oft eckig. Die Blüten stehen in den fachseln. Sie haben eine fünf- bis mehrblätterige Hülle. Der Kelch ist fünfspaltig. Die Staugefäße sind sehr zahlreich. Die Kapsel hat ihre Fächer mit zahlreichen Samen und springt f unlklappig auf. H. Rosa sinensis L. ist ein sehr verbreiteter Zierstrauch oder Zierbaum. ^ .»

Unter die Abtheilung 8ideae gehört besonders die Gattung Abutilon Dill. Der Kelch ffünfspaltig. Der Blumenblätter sind fünf, die Staubgefäße unbegrenzt. Der Fruchtknoten ^fünf- bis vielfächerig, der Griffel fünf- bis vielspaltig. Die Fächer der Kapsel haben 3'-'Samen und springen an der Spitze der Fächer zweiklappig auf. Mehrere Arten sind gege»wä(^allgemein verbreitete Culturgewächse, die man im Sommer in Kübeln im Freien hält. *signe, A. venosum sind beide sehr beliebt und ausgezeichnet durch braungelbliche, dunkelgeade)

■ Blumenblätter, die zusammengeneigt. Die Gattung Sida L. ist nur durch einsamige Mü«

, verschieden. Eine sehr große Gattung mit vielen tropischen Arten von meist unansehnlichen Blii^'An die Malvaceen schließen sich noch ein paar andere Familien an, die wir gleichzeitig in ® 'tracht ziehen wollen. Sie haben alle zweifächerige Staubbeutel. Die Büttneriaceae haben ei>^beständigen Kelch, begrenzte Staubgefäße, von denen die Hälfte meist steril, alle bald f«i,am Grunde verwachsen. Die Samen mit und ohne Eiweiß. Unter sie, gehören die ew ^Büttneriaceen mit Theobroma L. und Commersonia St. Hil. und die Lasiopetaleen. Diehaben zweimal so viel Staubgefäße oder mehr noch als Kelchblätter und große, meist amkappige Blumenblätter. Die Lasiopetaleen unterscheiden sich durch kleine, schuppige (nie kapi"^oder fehlende Blumenblätter. Zu ihnen gehört eine Reihe australischer Gattungen, die j"gezogen werden. Die Gruppe der Hermannieen dagegen hat fünf Staubgefäße und enth"mehrere, besonders capische Pflanzen, wie Hermannia L. und Mahernia L. , „

Die zweite Familie, welche sich noch anschließt, ist die der Sterculiaceae. Auch sie ^zwejfächerige Staubbeutel, allein der Kelch ist abfällig. Die unbegrenzten Staubgefäße sind hhinauf einbrüderig. Die Frucht, meist kapselartig, hat vielsamige Fächer. Häufig fehlen ^Blumenblätter. Die Gruppe der Bombaceen hat (keine oder) regelmäßige Blumenblätter,der Helictereen hat sie unregelmäßig. Die Sterculieen endlich haben dagegen getrenntes ^schlecht und keine Blume. Zu erstern gehören die Gattungen Glreirosteinon H. B. K /Bombax L., Eriodendron DC., Achinsonia L., der Affenbrotbaum, Ourio L., der 3""bäum. Unter die Sterculieen gehört Sterculia L., der Stinkbanm. , -m

Oheirostemon (Cav.) platanoides H. B. Kth. ist der weltberühmte Handbaum. Er erreine Höhe von über 20 Fuß und trägt sehr viele gestreckte Zweige, welche braunfilzig sind-Blätter sind langgestielt, oberseits ziemlich kahl, unterseits filzig, fünf- bis siebenlappig- ^lanzettlichen Nebenblätter fallen zeitig ab. Die Blüten haben kurze braune Stiele. DerKelch ist fünftheilig, zusammengeneigt, stark filzig. Die Blume fehlt. Die Staubfäden st"