• Mandel 415
Steinkern, süße Samen. Davon gibt es eine Abart ( A . fragilis Hell.), welche einen ganzDünnen zerbrechlichen Steinkern hat. Die bittere Mandel hat man allein wild gefunden, und ausSamen gehen wieder bittere hervor. Dagegen kann man durch Aussaat süßer MandelnAm Theil bittere, zum Theil süße Mandeln erzielen. Der Grund ist ganz unbekannt. Nur durch^ieljährige Cultur kann man aus bittern Mandeln süße ziehen. Der Mandelbaum oder Mandel-^auch,tzmn in letzterer Form wachst er an ungünstigen Standorten, ist jetzt im ganzen mittcl-Mdischen Gebiet eingebürgert. Erscheint einheimisch zu sein in Persien, Kleinasien, Syrien,Algier. Zu Sarda in letzter Regentschaft wurden in der Neuzeit ganze Wälder von Mandel-bäumen angetroffen. Bei uns ist'der Mandelbaum ein sehr beliebtes Culturgewächs. Man säetVorliebe die größten Mandeln und zwar im Frühling in tiefen, leichten, warmen, womöglich^reichen Bodem Man kann den Baum auch pfropfen oder oculiren. so z. B. auf Pflaumen-'Vme. Er wird gern am Spalier gezogen. Gut ist es, ihn im Winter einzuschlagen. Es gibtichvne Abarten mit gefleckten Blättern und gefüllten Blüten.
Die französische Jury der Weltausstellung von 1862 hat folgende Abarten angekommen:^ Süße Mandeln. 1) Dünnschalige (Amandes ä coque tendre). Die Schale zwischen Daumen^ Zeigefinger zerbrechlich. Yar. Princesse, blüht im Februar und Anfang März, eßbar EndeEnde August und September. Beste Abart. Das Hektoliter zu 40 Fr. 2) Halb-dünnschalige (Amandes k coque mi-tendre),
brechen schwerer als vorige. Die Hauptabartensind: La Matherone, l’Abbeyrane, la sansGrace, la Bontiere. Sie blühen im Märzund reifen im September. In der Schalekostet das Hektoliter 30 Fr. 3) Halbharte(Amandes ä coque demi-dure). La Haie(la Dame), la Eonde. Sie blühen EndeFebruar und Anfang März, reifen Ende Augustoder September. Man verkauft das Hektoli-ter zu 25 Fr. 4) Hartschalige: La Grosse aFlöt, la Petite ä Flöt. Sie blühen im Märzund reifen Mitte September. Sie sind diebesten hartschaligen und kosten in der Schale20 Fr. das Hektoliter. 5) Spätblütige hart-schalige Mandeln (Goques dures, Aman-diers ä Floraison tardive). La GrosseVerte blüht im März und reift Mitte Septem-ber. Sie ist höchst einträglich. La PetiteYerte blüht Ende März und reift Mitte Sep-tember. Le Quinze Avril blüht Mitte April,am spätesten von allen Abarten. Er reist imSeptember. La Laty, la Tournefort, la Tar-gehören hierher. Alle werden zu 18 Fr. das Hektoliter verkauft. 6) Die gemeine hartschalige. ^Ndel. Die hierher gehörigen Abarten werden am meisten gezogen und tragen sehr reichlich,sij, 1 "' ihre Blüte nicht durch Frost leidet. Sie blühen von Ende Februar bis Mitte März. Dieo^-ten heißen: Madame, Aillaud, Pointu, Grosse Getane, Jaunore, Jumelle Bondette,bäume, Noisette, Ventre, Chartau, Aveline, Pistache du Levant, Piate, Lisette, lai a Yignerone, Tout-rond, Doublous, la Croix, Bobert, St.-Esteve, Longuette,u i'elle, Lactane, Goumee, Admirable, Davino, Grevellie, la Bonge zeichnen sich durch
gemeine Mandel (Amygdalus communis).
•m , uoumcc, xiu-uuna-uic, uou vluv, uicvomc, vutu/
ß °'nr, la Feroce durch höchst harte Schale aus. Sie kosten in der Schale 18 Fr. das^Hektoliter.^ Zittere Mandeln. Es gibt tres-amere und demi-amere. Sie reifen beide im September,braucht sie häufig in der Küche zu Liqueuren und Medicamenten. Die halb dünnschaligenAbarten gehen nach Frankreich, Belgien, Holland, Deutschland, Rußland, die halbhartenjtz ,den Vereinigten Staaten. Die hartschaligen werden von Conditoren besonders zur^'Ang gebrannter Mandeln gesucht. Sie halten sich am längsten. Im Jahre 1860 führte^^kreich 714256 Kilogramm ein und 2,379839 Kilogramm aus. Kein anderer mittelländi-Staat dürfte sich mit Frankreich in der Production der Mandeln meffen können. Wir bil-sq^ter a einen Blütenzweig in % natürlicher Größe ab; b ist ein Fruchtzweig mit Blatt,dVerkleinerung, c ein Stück Kelch mit Staubgefäß wenig unter natürlicher Größe, d eine Staub-