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Mandelbräune
gefäßspitze von vorn, viermal vergrößert, s dieselbe von hinten, f ein Pistill, zweimalg Durchschnitt einer Frucht, k Kern, i derselbe durchschnitten, k Samen, 1 derselbe durchsMl 'alles in natürlicher Größe. — A. nana L., die Zwergmandel, ist ein weidig-ruthiger Strar ^der im ersten Frühling durch die Masse schön tief oder hell pfirsichblumrother Blüten erfreut.Blätter haben einen sehr kurzen Blattstiel, die Platte ist lanzettlich, mit drüsenlosen Sägezäh»Der Stein ist glatt. Die Heimat ist im untern Donaugebiet. Die Fortpflanzung geschieht 1 ,Wurzelschosse und durch Ableger. Man pflanzt auch kleine Exemplare in Töpfe, um sie zu 1ben, was sehr leicht ist. «
Die Mandeln werden meist gebraucht, um süßen Speisen, namentlich Mehlspeisen undwerk einen angenehmen Geschmack zu ertheilen. Zu diesem Zweck werden sie gewöhnlich ver ^mit kochendem Wasser übergössen und, nachdem sie einige Minuten zugedeckt darin gestanden, uden Schalen herausgedrückt. Von Speisen, denen sie ihren Namen gegeben, erwähnenMandelkuchen. Man rührt 1 / 2 Pfd. ausgewaschene Butter zu Schaum, fügt zwei Eier,Obertasse gestoßenen Zucker und so viel Mehl dazu, wie die Masse aufnehmen will, gTortenform mit diesem Teig aus, behält jedoch etwas zurück, um die Oberfläche des Ku . .damit zu verzieren. Hierauf mengt man s / 4 Pfd. süße Mandeln, welche vorher geschält unddeut Reibeisen gerieben sind, mit 3 / 4 Pfd. gestoßenem Zucker und ungefähr einenrkaltem Wasser zu einer steifen Masse an, streicht sie auf den Boden des Kuchens, bedeckt meinem Gitterwerk aus dem zurückgelassenen Teig, bestreut den Kuchen mit Zucker undMandeln und bäckt ihn in ungefähr 1— l l / 2 Stunde gar. —■ Mandeltorte. Man brüh ^schält 1 Pfd. süße Mandeln, worunter einige bittere sein können, irocknet und stößt nCt ttWeihen von zwei Eiern recht fein, rührt sie dann in einer Schüssel mit 1 Pfd. feingeftoß ^Zucker, auf welchem vorher die Schale einer Citrone abgerieben ist, acht ganzen Eiern un ^
Eidottern eine Stunde lang, fügt zuletzt noch drei Obertassen geriebene und durchgesiebte Seudarunter, füllt die Masse in eine mit Butter bestrichene und mit Semmel ausgestrichene #und bäckt sie im nicht zu heißen Ofen in ungefähr einer Stunde gar. — Mand eltorteFrüchten. Man schält 1 Pfd. süße Mandeln, trocknet sie, stößt sie dann mit etwas Eiwell-mengt sie mit etwas Orangenblütenwasser zu Teig an. Diesen Mandelteig gibt man in ebere Pfanne, stellt ihn über mäßiges Feuer und rührt nach und nach 1% Pfd. gestoßenen 6 ,
dazu. Ist alles gut vermischt, so nimmt man die Masse aus der Pfanne, formt einBrot daraus und läßt sie erkalten. Nun bestreut man ein Kuchenbret mit gestoßenem 6' ^rollt den Teig aus, wobei man ihn immer mit gestoßenem Zucker bestreut, schneidet Kuösiüder Größe eines kleinen Tellers daraus, legt diese auf Papier, bäckt sie im nicht zu heißen ' )(bestreicht sie mit Fruchtgelee oder Marmelade, legt sie übereinander, einen unbestrichenendarauf und verziert die Oberfläche mit eingemachten Früchten. — Mandelcreme. Man ' g6 Loth süße Mandeln und stößt sie mit einigen Tropfen Wasser recht fein. Hierauf schlägtWeiße von zwei Eiern mit 1 Maß Milch und 5 Loth Zucker, läßt es eine Viertelstunde lch ^rührt den Mandelteig dazu, läßt das Ganze einmal aufsieden, schlägt es durch ein Passiseine tiefe Schüssel und decorirt die Creme mit gebrannten oder überzuckerten Mandeln^.
Mandelbräune, Mandelentzündung, Angina tonsillaris (f. Bräune) oder A®)'»^litis (von amygdalae, die Mandeln). Die Entzündung der Mandeln ist eine auherordevhäufige Erkrankung, welche als selbständige Krankheit namentlich nach Erkältungen besonder-^Frühjahr und Herbst, seltener im ersten Kindesalter und in den spätern Lebensjahren, häufigvon der Zeit der Geschlechtsreife an bis etwa zum vierzigsten Jahre hin, als symptomatü^,(begleitendes) Leiden aber bei Scharlach (s. d.), Pocken (s. d.) und Bauerwetzel (s. d.) laLebensaltern, in denen diese Affectionen auftreten können, beobachtet wird.
Die Entzündung beginnt entweder plötzlich oder wird durch Schnupfen, Fieber und 2.^heit im Munde und Rachen eingeleitet. Bald zeigt sich Schmerz in der Gegend derentweder nur vorzüglich auf einer Seite oder auf beiden Seiten. Es beginnt eineSpeichel- und Schleimabsonderung im Munde und Rachen, welche den Kranken zu häufig^'sehr beschwerlichen und empfindlichen Schluckbewegungen nöthigt. Die Schleimhaut des ^und der Umgebung ist stark geröthet, die Mandeln sind mehr oder weniger geschwollen, D .ßjdaß sie sich fast berühren und das Schlucken von Flüssigkeiten und das Athmen außerorveerschweren und äußerlich (am Kieferwinkel) deutlich als harte Körper zu fühlen sind.
, lender Husten fehlt fast nie; dieser und der fortwährende Reiz zum Schlucken peinigen den ^in hohem Grade. Meist wird nur ein. mit Speichel untermischter zäher Schleim ausgeü'