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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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418
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Die Mandelkrähe (CoracSas garrula).

41? Mandelmilch Mandeln

bei ist mäßig groß, scharf, an der Spitze herabgezogen und am Mundwinkel mit steifen Borstenbesetzt, die dunkelgelben Füße stark, kurz, mit vier bis auf den Grund getheilten Zehen versehen-Ein unruhiger, zänkischer, bissiger Vogel, der beständig mit seinesgleichen in StreitHader lebt, mit schnarrender Stimme rack, rack ruft (daher der Name), in ganz Afrika, Mittel

europa bis nach Schweden, Mittelasien bis Sibi-rien und Japan zu finden ist und sich am liebstenin lichten Wäldern, Birkengehölzen, in dervon Wiesen und Aeckern aufhält, wo er sichallen Arten Insekten, Würmern, auch jungesFröschen und Mäusen nährt. Da er namentü«auch die Getreidegarben, die in Mandeln gestehsind, gern durchsucht, so hat man auch fälsch"°>behauptet, er fresse Körner.

Die Nacke nistet in hohlen Bäumen, wo rein kunstloses Nest aus Halmen und Federnmacht, drei Wochen lang über 4—6 glänze"o-weihen Eiern, abwechselnd Männchen und Wel-chen brütet und -dann unscheinbar, graulichls^Jungen erzieht, die wie die Jungen des Wie^Hopses bis an den Hals im Unrath sitzen undhaft stinken und erst im dritten Jahre ihre v« >-Federpracht erhalten. Junge Nacken kanni* 1mit Fleisch und Würmern aufziehen; sie fw ,aber trotz aller Reinlichkeit und bleiben zänkisch und bissig gegen andere Böget, alle gehe"",kurzer Zeit in der Gefangenschaft zu Grunde. Im übrigen sind es nützliche Vogel, die ""Ungeziefer vertilgen und keinen Schaden thun.

Mandelmilch ist die weiße milchähnliche Flüssigkeit, welche man durch Zerstampfe" ^Mandeln unter Zusatz von Wasser erhält. Man bereitet sie folgendermaßen: Süße Ma"^'werden mit heißem Wasser übergössen und dann entschült. Hierauf werden sie trocken in ci"^'reinen Messingmörser zerstampft, indeiu man sehr wenig Wasser zugibt. Ist der Brei mögl'^fein, so wird allmählich unter fortwährendem Reiben und Umrühren noch so lange Wassergesetzt, bis die Milch den richtigen Grad von Verdünnung hat. Endlich wird das Ganze ^ein feines wollenes Tuch gegossen und der Rückstand stark ausgedrückt. Statt des gewöhn^"Wassers kann man Rosenwasser nehmen; auch kann man den süßen Mandeln eine kleine ö 1 " 1 ' 1 ’tität von bittern beimischen. In der durchgegossenen Flüssigkeit lost man dann gewöhnlich ^Zucker auf. Anstatt die Mandelmilch jedesmal frisch zu bereiten, kann man auch eine grW cuQuantität Mandeln auf die angegebene Weise behandeln, jedoch unter Zusatz von wenigsodaß eine concentrirtere Flüssigkeit daraus hervorgeht. Dann löst man in der Wärme aufQuart der Milch 4 Pfd. Zucker und läßt das Ganze eine kurze Zeit lang aufkochen. 6»^.'.wird wieder, wie vorher, durch ein wollenes Tuch gegossen. Will man aus diesem Sirup, »eMsich längere Zeit aufbewahren läßt, Mandelmilch bereiten, so gießt man davon etwas in $ a, ! eund erhält ohne weiteres eine angenehme und süßlich kühlend schmeckende Flüssigkeit. Auch Knimmt man entweder nur süße oder süße und wenig bittere Mandeln gemengt; ferner statt ^Wassers, welches zum Zerquetschen der Mandeln dient, Rosenwasser oder Rosen- und Orangesblütenwasser gemengt. Auch kann man dem fertigen Sirup einige Tropfen ätherischen ^(Rosenöl, Orangenblütenöl) u. dgl. hinzusetzen.

Mandeln (anatomisch). Vom sogenannten Zäpfchen des Gaumens erstrecken sich beiderstl"zwei bogenförmig begrenzte Schleimhautfalten seitwärts nach unten; die vordern heißengaumenbogen, die Hintern Schlundgaumenbogen. (S. Gaumen.) Beide lassen ieW""".,ein«! unten breiten, nach oben sich verschmälernden dreieckigen Raum zwischen sich, in wel"stdie sogenannten Mandeln liegen. Dieselben sind halbkugelige Körper, die auf der Mundhöi"°!lfeite von der hier mit vielfachen Oeffnungen versehenen Schleimhaut bedeckt sind. Diese Oemnungen führen in kleine Höhlen, welche von einer Fortsetzung der Mundschleimhaut ausgebe'werden und zum Theil sich wieder in Nebenhöhlen fortsetzen. Um die einzelnen Höhlen sih^nahe ihrer Schleimhaut, dichtgedrängt zahlreiche kleine, mehr oder minder kugelförmige,kleinsten Lymphdrüsen in vieler Hinsicht ähnliche Körperchen oder Follikel. Jede solche