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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Mandelöl

'fi von

Mangan

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hj. • Cmer umschlossen, und tote Gesammtheit der dicht aneinander gelagerten GruppenRufs ^ enett e ™f ac 9 en halbkugeligen Körper. Die Höhlen der Mandeln zeigen sich im gesundenr ! a '} be angefüllt von einer schleimigen Flüssigkeit, welche zahlreiche, den Lymphkörperchen oderwsen Blutkörperchen ganz ähnliche Bläschen (Zellen) enthält. Dieselben mischen sich demvnchok bei und bilden einen Theil der in diesem enthaltenen sogenannten Speichelkörperchentähnliche Follikelgruppen, wie sie in den Mandeln gehäuft beisammen sitzen, kommen unterde g^^imhaut der Zungenwurzel vereinzelt vor und bilden hier die sogenannten Balgdrüsen1 3unge (). tz.) Man kann also die Mandeln als gehäufte Balgdrüsen ansehen.

Uebrigens ist zu bemerken, daß die Mandeln des Menschen fast nie in völlig gesundem Zu-Ude angetroffen werden. Die häufigen Erkrankungen, denen sie ausgesetzt sind, führen fast?u einer mehr oder minder bedeutenden Entartung. Solche entartete Mandeln, welcheg^bilen weit aus den Gaumenbogen in die Mundhöhle hineinragen, zeigen öfters vielfachen Wüstungen und tiefe Höhlungen. In denselben sammelt sich dann ein ebenfalls nicht mehr.Secret und verfestigt sich zu gelblichen käsigen Stückchen, die, wenn sie bei einem^ fienstoße einmal zufällig entleert werden, einen höchst durchdringenden, häßlichen Geruch ver-schon vorher zum Übeln Mundgeruch viel beitragen. Laien glauben bisweilen, sie9s diese Stückchen aus der Lunge ausgehustet, und halten sich deshalb für schwindsüchtig,fett Die süßen wie die bittern Mandeln enthalten eine beträchtliche Menge von

sg Oel, das man durch Auspressen daraus gewinnt. Es werden zu dem Ende die in einementhaltenen gröblich zerstoßenen Mandeln zuerst in der Kälte dem Drucke einer kräftigen, .ehe ausgesetzt, dann der von dem größern Theile des Oels befreite Preßkuchen wiederum under als bag erste mal gepulvert und unter gelinder Erwärmung des Pulvers und der Pressea»? Seiten mal gepreßt. Eine zu starke Erwärmung ist zu vermeiden, theils weil das warm^'eßtg Oel schlechter ist als das kalt gepreßte, theils aber auch (bei Anwendung von bittern^ “ttbeln, die meistens zur Oelgewinnung benutzt werden), weil dadurch der Rückstand an seinerE^^chbarkeit zur Darstellung von ätherischem Bittermandelöl verlieren würde. Süße Mandelnnoch mit Wasser befeuchtet und zum dritten mal gepreßt werden, wodurch man noch eineJ 1,e Stenge geringern Oels erhält; bei bittern Mandeln darf dies nicht geschehen, weil sich dann^Enschcs Oel bilden und dem fetten Oel beimischen würde. Man gewinnt auf diese Weise bisM c ' oines hellgelben, geruchlosen Oels von angenehmem Geschmack, das indessen bei Luft-j 4 ' Ut ziemlich bald ranzig wird. Es enthält sehr wenig feste Fettsäuren (Palmitin- und Stearin-^7' hoher sehr dünnflüssig und erstarrt erst bei — 25°. Es löst sich in 25 Thln. kaltemist h' n ® Dhln. kochendem Weingeist. Das aus bittern und aus süßen Mandeln gewonnene OelÄ» 5*’® identisch, und es ist daher vollkommen zulässig, daß man beide ohne Unterschied benutzt.

Dhat stammt das in Gebrauch kommende Süßmandelöl, wie man es häufig zur Unter-0ll g Un 9 von dem ätherischen Bittermandelöl (vgl. Bd. II, S. 261) nennt, zum größten Theiloittern Mandeln. Das Mandelöl findet in der Medicin und in der Parfümerie Anwendung,'ytniipn. Der Braunstein und die ihm verwandten, im Art. Braunstein besprochenen Mine-eji e " toaren schon im Alterthume bekannt, wurden aber mit Eisenerzen, namentlich dem Magnet-verwechselt. Erst gegen Mitte des vorigen Jahrhunderts erkannten deutsche und schwe-sjj. 6 Chemiker im Braunstein, welcher zum Unterschiede von der damals eben entdeckten weißenMoesia (kohlensauren Bittererde) den Namen Magnesia nigra erhalten hatte, ein neues Oxyd,Schwede Gähn isolirte aus demselben 1774 ein Metall, welches anfangs Manganesium,®f fln 9 an genannt wurde. Das Element findet sich nirgends im freien Zustande, sonderngeh! än Sauerstoff, seltener an Schwefel und Chlor gebunden; seine Sauerstoffverbindungenzn den verbreitetsten Mineralien, welche, wenn auch in größern Massen nur vereinzeltdoch in kleinen Quantitäten fast stetige Begleiter der Eisenerze sind, fast in keinerf e ^ en uni5 auch in der organischen Welt, wie in Pflanzenaschen, in den Knochen undBlute von Thieren/vielfach anfgefunden wurden.

Abscheidung des metallischen Mangans bietet vielfache Schwierigkeiten. Allerdingste W n b - e 0U)de desselben in der Rothglühhitze durch Wasserstoff oder Kohle zu Manganoxydul' iu stärkster Weißglut entzieht letztere sogar allen Sauerstoff und hinterläßt einen Metall-tei„ von großer Sprödigkeit und grauweißer Farbe; dieser ist aber ein inniges Gemenge desMetalls mit Kohlenstoffmangan und somit eher dem weißen Roheisen an die Seite zu stellen.W sg 'st das Metall nach verschiedenen Methoden chemisch rein erhalten worden; namentlich'ünner durch Zersetzung der Haloidsalze des Mangans mittels metallischen Natriums sehr

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