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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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420 Mangan

gute Resultate erzielt. Nach ihm schichtet man 2 Thle. trockenes Fluormangan und 1ausgeplättetes Natrium abwechselnd in einen hessischen Schmelztiegel, bis dieser etwa zur H«angefüllt ist, gibt darauf eine zollhohe Schicht von wasserfreiem Kochsalz und dann erbsengrFlußspathstücke bis zum Rande; darauf erhitzt mau das gut verschlossene Gefäß langsam in eiGebläseofeu. Bei beginnender Rothglühhitze tritt die Reduction ein; man verstärkt das Fk 1bis zur Weißglut, unterhält diese eine halbe Stunde lang und findet nach dem Erkalten amdes Tiegels einen gutgoflossenen Kuchen von Manganmetall. Dasselbe Ergebniß liefert ewsammengeschmolzenes oder nur durch Pulvern innig gemischtes Gemenge von gleichen Thestrockenen Manganchlorürs und Flußspathpulvers, welches durch Natrium zersetzt wird.

Gehalt an Silicium, welcher von den Tiegelwandungen herrührt, entfernt man bis auf 0,idurch Schmelzen des sein gepulverten Regulus mit Kochsalz und.chlorsaurem Kali; letzteres D ,^dirt das Silicium und führt es als Kieselsäure in die Schlacke. Bruuner's Methode ist für eDarstellung des Metalls in größern Mengen und zur praktischen Verwendung bisjetzt die zwmäßigste und billigste; andere Methoden haben nur wissenschaftliches Interesse. So ^rl ’Fremy wasserfreies Manganchlorür, welches in einem Porzellanrohre zum Rothglühen &■wurde, durch Natriumdämpfe; Bunsen schied durch einen kräftigen galvanischen ©troTttwässeriger Manganchlorürlösung glänzende Blättchen von Mangan ab; Vincent und Gileslich bereiteten durch Einwirkung von Natriumamalgam auf Manganchlorürlösung 3 ^"" ^Manganamalgam und dcstillirten von diesem das Quecksilber ab, sodaß Mangan als feine!’ 1 ,zurückblieb. Das nach Brunner's Methode dargestellte Mangan ist von der Farbe des ) ^Gußeisens, äußerst spröde, sehr hart, sodaß es von einer Stahlseile nicht merklich angegriffenwährend eckige Stücke desselben Glas und Stahl ritzen; es nimmt eine sehr schöne und ha" ^Politur an und ist deshalb zur Anfertigung von Teleskopspiegeln empfohlen worden. ^Luft erhitzt läuft es gleich dem Stahle au und überzieht sich schließlich mit einer braunen ^schicht; Wasser greift dasselbe bei gewöhnlicher Temperatur nur langsam, in der Siedehitz^I^an, zerstört den Glanz und erzeugt eine dünne Oxydhaut; verdünnte Säuren lösen das .mit Leichtigkeit. Wegen seiner Härte und Politurfähigkeit könnte das Mangan EingangTechnik finden, namentlich auch in Legirungen, wie eine solche in dem vortrefflichen manga"tigen Rohstahl schon bekannt ist, gute Dienste leisten.

Mit Sauerstoff liefert Mangan fünf Verbindungen: das Mauganoxydulstarte Basis, Mauganoxyd (Ni^Og), mit schwach basischen Eigenschaften, dasMangansuperoxydjMnL^) und zwei entschiedeneMetallsäuren, die Mangansäuresm"und Uebermangansäure (LluzO^). Die beiden ersten Verbindungen haben . a n !theoretische Wichtigkeit. Mangauoxyvul entsteht wasserfrei durch Glühen von kohlensauremoxydul oder von Mauganoxyd im Wasserstoffstrome als grünes Pulver, wafierhaltig durch S'* 1 : s,eines löslichen Oxydulsalzes mit ätzenden Alkalien als weißes Hydrat, welches durch Sauest ^aufnähme aus der Luft schnell in braunes Oxydhydrat übergeht. Mauganoxyd, natürM ^Braunst und an Wasser gebunden als Mauganit vorkommend, läßt sich auch künstlich 6ursichtiges Glühen von salpetersaurem Mauganoxydul darstellen. Eine Mittelstufe beiderdas Manganoxyduloxyd, bildet das als Hausmannit bekannte Mineral und bleibstarkem Glühen aller Oxydationsstufen des Metalls als schwarzes Pulver zurück.superoxyd ist der technisch wichtige Braunstein. Mangansäure wurde bisher nur inVerbindungen mit starken Basen, den tief grün gefärbten niangansauren Salzen, „ji*Seit langer Zeit bekannt ist das mangansaure Kali, welches durch Schmelzen von ^ ^steinpulver mit Aeykali und einem sauerstofsreichen Salze sz. B. aus 1 Thl. Braunstein, 2—°.Kalihydrat und 3 Thln. Salpeter oder nach Gregory aus 4 Thln. Braunstein, 3y a Thln. chlasta ^Kali und 5 Thln. Aetzkali) als schwarzgrüne Masse erhalten wird; löst man dieselbe stl -.pWasser und verdunstet die durch Absetzen geklärte Flüssigkeit im luftleeren Raume übersäure, so scheiden sich Krystalle des reinen Salzes aus. Dieselben geben mit Wasser eine ^ 1grüne Lösung, welche indeß durch die Kohlensäure der Lust langsam, durch stärkere SäuH-1 ^violett, dann hellroth, zuletzt farblos wird und gleichzeitig Mangansuperoxydhydrat als stbraunes Pulver abscheidet. Die Mangansäure zerfällt dabei zunächst in Uebermangansäuk ^ f| ,Piangansuperoxyd, erstere später in Mangaiyuperoxyd und freien Sauerstoff. Diesem s ^ e0 i>Farbenwechsel verdankt das mangansaure Kali den jetzt noch gebräuchlichen Namen ^

minerale. In der rothen Lösung wurde durch Mitscherlich zuerst die Uebermangansäu ^eigene Verbindung erkannt, deren Abscheidung erst kürzlich durch Aschoff mit Sicherheitwurde. Die geklärte purpurrothe Chamäleonlvsung liefert durch Abdampfen und Umkryj a