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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Mangan

Ichwarze, grün schimmernde Krystalle von übermangansaurem Kali; trägt man diese portionsweise^ gut abgekühlte Schwefelsäure von 1,845 specifischem Gewicht, so wird ein Theil des Salzes»verändert mit olivengrüner Farbe gelöst, ein anderer Theil dagegen durch die Schwefelsäureunl3 ltm ff er f re ‘ e Uebermangansüure sinkt in dunkelbraunen ölartigen Tropfen zu Boden,gco ausgesetzt zerfallen dieselben schnell in Mangansuperoxyd und freien Sauerstoff; übers lawie bei Gegenwart organischer Substanzen, z. B. Alkohol, Papier u. s. w., ist die Zersetzung»»Feuererscheinung und heftiger Detonation begleitet. Das übermangansaure Kali ist»gen der Leichtigkeit, mit welcher es an oxydirbare Substanzen ä / 7 seines Sauerstoffgehalts9’frt, eins der wirksamsten Oxydationsmittel. Wird z. B. die intensiv rothe Lösung desselben» e 5 angesäuerten Lösung eines Eisenoxydul- oder Zinnoxydulsalzes, mit schwefliger Säure,^wwefelwasserstoff oder Oxalsäure in Berührung gebracht, so tritt so lange Entfärbung ein, bisKörper in die höchsten Oxydationsstufen übergeführt sind; erst dann bleibt die rothe Färbung^»gere Zeit stehen und verschwindet allmählich durch Einwirkung der atmosphärischen Kohlensäure.^»» Nach bestimmten Verhältnissen zusammengesetzte (titrirte) Chamäleonlösung bietet sonach ein»»eines Mittel zur maßanalytischen Bestimmung jener Substanzen und ist für diesen Zweck^»»>t von Marguerite eingeführt worden. Man bereitet dieselbe, indem man frischbereitetevon bekannter Stärke, feingepulverten möglichst reinen Braunstein und chlorsaures5 * »ach dem von Gregory angegebenen Verhältnisse mengt, dann in gelinder Wärme trocknet,^ockene Gemenge in einem hessischen Tiegel unter Umrühren mit einem Eisenspatel zum

- Rothglühen erhitzt, die heiße Masse dann zur Abkühlung in eine kupferne Pfanne»U* 61 ' nac ^ bein Erkalten zerstößt und in eine große Menge kochenden Wassers einträgt. Die, »ch Absetzen geklärte Lösung ist das gewünschte Reagens. Eine Anweisung zur Titerstellung^ l»tben und eine eingehende Erläuterung ihrer Anwendung ist im Art. Chlorometrie (Bd. II,

qr gegeben. Auch die Technik hat angefangen, das Chamäleon als eine reiche Sauerstoff-

;„. e ‘ e M verwerthen. So bleicht man nach Watson rohes Palmöl und gelb gefärbten Talg,ll oe:

e »t Man die durch Dampf geschmolzenen Fette mit Chamäleonlösung und etwas Schwefelsäure,^»r Umrühren einige Zeit auf 68 —100° erwärmt. Ebenso haben englische Techniker das^»darat als vortreffliches Desinfectionsmittel für Wasser, welches durch faulende organischegefärbt und übelriechend geworden, erprobt. Unter den Chlorverbindungen des^.?»gans hat nur das Mangauchlorür (MnCl) praktische Wichtigkeit. Dasselbe entsteht durch^ Manganoxyd, Mangansuperoxyd oder kohlensaurem Manganoxydul in heißer ver-Idj l 1 ' ter Salzsäure und scheidet sich bei langsamer Verdunstung der Lösung in hellrothen, wasser-zerfließ lichen Tafeln aus. Das billigste Rohmaterial zu seiner Darstellung liefern die>» j »»» der Chlvrbereitung aus Braunstein und Salzsäure, welche durch ihre Anhäufungtf)[Q.°k en Bleichereien und Chlorkalkfabriken oft lästig werden. Dieselben enthalten neben Mangan-Eisenchlorid, kleine Mengen von Thonerde und Kieselsäure, von alkalischen Erden und>>^. »», zuweilen auch Spuren von Kupfer, Arsenik u. s. w.'und können direct statt des Eisen-3)' to te zur Reinigung des Leuchtgases, zum Jmprägniren des Holzes u. s. w. verwendet werden,ch, .»lisirt man die durch Absetzen geklärte Flüssigkeit mit Kreide, so bleibt fast reine Mangan-t^^»lbsung zurück, welche nainentlich in Färbereien zur Herstellung eines schönen BisterbraunÄiiu !*"** beizt zu dem Ende die Gewebe mit derselben, zieht sie dann durch eine alkalische^»gkeit und lüftet; es fällt zunächst Manganoxydulhydrat aus, welches aber schnell in braunes>,j^2anoxydhydrat übergeht und als solches dauernd auf der Faser haftet. Wo lokale Verhält-fdixz "»» » er angeführten Verwendungen der Manganrückstünde gestatten, ist es am besten, sieMangansuperoxyd überzuführen. In England haben sich vorzüglich zwei Methodens^i^b» Zweck bewährt. Nach Dunlop's Verfahren, das unter andern in der großen Tennant'-vabrik zu Glasgow durchgeführt wird, reinigt man die rohe Manganchlorürlösung in an-»>>d - » Weise, fügt gepulverte Schlämmkreide bis zur Consistenz eines dünnen Breis hinzu»»»!»» in gußeisernen Cylindern mit passenden Rührvorrichtungen der EinwirkungDämpfe aus. Es entsteht kohlensaures Manganoxydul, welches nun ausgewaschen,^ Unb * n Röstofen durch vorsichtiges Erhitzen in Mangansuperoxyd übergeführt wird.^dss versetzt man die Manganrückstände mit dem an kohlensaurem Ammoniak reichen

Gasfabriken und erhält so unreines kohlensaures Manganoxydul, welches durch Glühenstlichen Braunstein übergeht, und eine Lösung von Salmiak.

^.^"»»»stoffsalze des Manganoxyduls sind theils löslich, wie das essigsaure, salpeter-dhy/?^^»jelsaure Salz, und dann von blaßrother Farbe, theils, wie das kohlensaure, oxalsaure,»»»saure Manganoxydul, weiße unlösliche Niederschlage, welche durch Fällung einer Oxydul-