Mangostane 423
l lnen Zweig in Blüte ab, beides in y 4 natürlicher Größe; c ist eine aufgerollte Blume mit"ch und Staubgefäßen, darunter der Fruchtknoten in natürlicher Größe, d ein Staubgefäß° n born , dreimal vergrößert, e ein solches von hinten, f eine Frucht, g eine solche geöffnet,m ben keimenden Keimling zu zeigen, in natürlicher Größe.
,. “-'iangoftane. Die zu den Terpentingewächsen gehörige Gattung Mangifera L. hat viel-’l?? Blüten. Der Kelch ist fünftheilig und abfällig. Der Blumenblätter sind fünf, Staub-mfäße vor den Abtheilungen des Kelchs ebenso viel, in der Regel nur eins entwickelt. EinRuchtknoten mit fadigem Griffel und rundlicher Narbe. Die Steinfrucht ist in der AußenschichtÖstreich. Der Kern ist gleichartig und außen mit Fasern besetzt. Der Same ist länglich. Der^Mling hat fleischige Samenlappen und ein kurzes Würzelchen. Die Arten wachsen in Ostindien,ü sie stattliche Bäume mit ganzen, federnervigen, lederartigen Blätter» und endständigen Ris-e " ^Üben. M. indica L., die echte Mangostane, ist ein Baum, der die Höhe von 40 Fuß erreichtdessen Stamm bisweilen einen Umfang von 15 Fuß zeigen soll. Die sparrig ausgebreiteten
Zweige sind zahlreich und blattreich, dieBlätter zahlreich, wechselständig,' ge-stielt, länglich-lauzettlich, zugespitzt,6—9 Zoll und mehr lang, lederartig,federnervig, blaugrün oberseits, hell-gelbgrün unterseits, die geschwolle-nen Blattstiele bis 2 Zoll lang. DieRispen sind zahlreich, endständig, ihreAxen steif und roth angeflogen. DieDeckblätter und Blüten sind klein, derKelch tief fünftheilig, außen behaart,gespreizt, die Blumenblätter eiförmig,spitz, blaßgelb, mit.drei orangegelbenerhabenen Leisten, welche auf der Mitteeinen Kamm bilden. Staubgefäße fünf,mit pfriemlicheu Fäden und eiförmigenpurpurnen Beuteln. Sie stehen aufeiner fleischigen, geschwollenen Scheibeum den Fruchtknoten, der, ziemlich ku-gelig und schief und kahl, einen pfriem-lichen Griffel mit stumpfer Narbe trägt.Von den zahlreichen Blüten geben nursehr wenige Blüte. Man schätzte dieBlüten eines Baums, der im Leigh-Park in England blühte, auf 250000,allein man erhielt nur ein paar reifeFrüchte. Die Frucht ist eine Steinfruchtvon der Größe eines Gänseeis, schiefund breit eiförmig, ein wenig nieren-förmig, gedrückt, tief orangegelb mitdiel^ bleibendem Griffelgrunde. Der Steinkern ist schief-oval, gedrückt, groß, bekleidet mitb EU Fäden, an denen der Saft hängen bleibt. Der Same ist groß und nierenförmig, diej^Eulappe» groß, fleischig, das Würzelchen sehr klein. Diese Frucht wird, wenn reif, in Ost-Di'°u allgemein genossen. Gelöes, Compots, Kuchen, Pickles u. s. w. gibt sie, wenn unreif,fett bumen scheinen sehr nahrhaft, werden aber nur in Zeiten der Huugersnoth in Dampf ge-h^/U. Das Holz ist blaßgrau, porös, indessen, wenn trocken gehalten, leidlich dauerhaft. Im^ecm chuiwkcwenfarbig i» der Mitte und härter. Aus der Rinde ergießt sich nach
am .^"bung ein eigenthümliches Harzgummi, welches dem Bdellium ähnlich ist. Hält man esMesserspitze in die Flamme, so brennt es mit Geräusch und verursacht einen Geruchgerösteten Cashewnüssen (Anacardium). Der Geschmack ist mäßig bitter mit etwasUülch EUdem. Es löst sich in Alkohol und selbst zur Noth in vielem Wasser. Die Lösungen sind^änd ^ ^ Einem Stich ins Braune. Man trifft den Baum ganz allgemein in allen tropischen^iefl 6 ? Eingepflanzt. Längst fand man ihn so in Ostindien. Es gibt einen Sanskritnamen dafür.EMt ist Rorburgh's Mangifera sylvatica aus Sylhet die wilde Form. Mehrere Gründe
Die echle Mangostane (Mangifera indica).