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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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425
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Manna 425

ffA^ me ^ er utrt) b Millimeter Dicke. Ein eingeborener Amerikaner kommt mit einem Pfund° chen Brotes auf den Tag aus. Der scharfe Milchsaft dient gegen böse, torpide Geschwüre.

^ bgengift soll der Saft der Blätter sein, die man ohnehin auch als Salat oder GemüseWird der Milchsaft lange gekocht, so gibt er eine braune Brühe, die man besondersÄeische nimmt. Bei der mildern Abart benutzt man ihn direct. M. Janipha Pohl. wird- ^0 Fuß hoch und enthält einen kleberigen, wohlriechenden, hellen Milchsaft. Die Blätter sindJ^ünftheilig. Die mittlere Abtheilung ist geigenförmig. Die Blüten haben grüne und braune"^che. Die Wurzeln dieser Arten sind die süßen Cassaven, welche sehr viel in Südamerika ge-llen werden. Wir bilden unter a einen Zweig von der Spitze in y 4 natürlicher Größe ab;

ßt eine Frucht in natürlicher Größe, c ein Pistill, viermal vergrößert.

. Manna. Mit diesem Namen bezeichnet man verschiedene süß schmeckende erhärtete Pflanzen-lle; doch versteht man gemeiniglich darunter nur das in der Medicin Anwendung findende^ ^Uct der Manna-Esche (Fraxinus Ornus L.), eines im südlichen Europa, namentlich in Cala-'bn und Sicilien wachsenden Baums. Zur Gewinnung dieser Manna werden in den heißen°"^ten Juli, August, September in kräftige, etwa acht Jahre alte Bäume an einer Seite Quer-HfUitte in die Rinde gemacht, wobei man unten am Stamme anfängt und bei trockenem WetterW Tag weiter hinaufgeht. Der ausfließende Saft wird durch eingeschobene Blättchen"n als Schale dienendes Cactusblatt geleitet, auf welchem er durch Verdunstung erhärtet,oraus er abgenommen und auf Bretern nachgetrocknet wird. Im folgenden Jahre wiederholta 0 ! 1 dasselbe Verfahren an einer noch unverletzten Seite des Stammes und setzt dies 10—12lang fort, worauf die Bäume zur Mannagewinnung unbrauchbar werden. Man unter-^eidet im Handel nach dem Ursprungsorte die calabresischc Manna und die sicilische oderunna Oeraos und ferner nach ihrer Beschaffenheit Röhrenmanna, gemeine Manna und dickeEr fetw Manna. Die Röhrenmanna, welche als die beste gilt, wird von den obern Schnitten°EUvmn>en, wo der Saft rascher austrocknet; sie bildet weißliche, rinnenförmige oder undeutlich^ikantige Stücke, ist leicht, zerbrechlich, weich, aber wenig kleberig, hat einen schwach süßlichen^Eruch und schleimig-süßen Geschmack, löst sich leicht und vollständig in Wasser und in Weingeist.o" 1 Wasserbade erhitzt schmilzt sie; bei stärkerm Erhitzen verbreitet sie den Geruch des verbranntenOckers; an eine Flamme gebracht entzündet sie sich. An der Luft färbt sie sich gelblich und zieht^Ehtigkeit an. Die gemeine Manna wird theils in den kühlern Monaten September undc theils mit der Röhrenmanna zugleich, namentlich von ältern Stämmen genommen. Der., Erschixp beider scheint hauptsächlich durch das langsamere Austrocknen und infolge dessen ein-. J e terie theilweise Veränderung durch die Luft bedingt zu sein. Sie bildet eine mit Rindenstücken,^Wittern ii. s. w. verunreinigte, zusammenhängende, klumpige, bräunlichgelbe Masse, in der sich^ zelne der Röhrenmanna gleichende Thränen finden. Werden diese letztern ausgelesen und alselecta in den Handel gebracht, so bildet der Rückstand die dicke oder fette Manna. Diese^^""a ^ at einen honigartigeu, süßen Geruch und Geschmack, verbunden mit einem kratzendent„^geschmack, welcher der Röhrenmanna fehlt; im übrigen gleicht sie in ihren Eigenschaften derk ein. Unter Thränenmanna versteht man die aus Rissen der Rinde, unter Blättermanna die^ s ben Blättern freiwillig oder infolge von Insektenstichen ausfließende Manna. Beide kommenin den Handel. Der Hauptbestandtheil der Manna ist der Mannit, eine eigenthümlichea J/ etat t, die sich in geringerer Menge auch in vielen andern Pflanzen findet und außerdem sichj ketn Traubenzucker unter solchen Umständen bildet, wo derselbe Waflerstoff aufnehmen^ n ' tote z. B. bei der Milchsäuregärung und bei Einwirkung von Natriumamalgam. Der"verscheidet sich nämlich in seiner Zusammensetzung von den übrigen Zuckerarten dadurch,& er nicht, wie diese, Wasserstoff und Sauerstoff in gleichem Atomverhältniß, sondern eine größere^"ge Wasserstoff (28 Atome auf 24 Atome Sauerstoff) enthält. In seinem chemischen Ver-jj ’)t er besonders dadurch gekennzeichnet, daß er nicht gärungsfähig ist und die alkalisches^Eroxydlösung nicht reducirt. Er krystallisirt in farblosen vierseitigen Prismen, schmeckt schwachtjQ unb erfordert 5 Theile kaltes Wasser zur Lösung. Die Manna enthält diese Zuckerart zusm Proc. und außerdem noch andern Zucker, Pflanzenschleim, Gummi und eine geringe"ge eiweißartigen Stoss und Asche.

d>eh tiün andern Pflanzen stammenden Mannasorten sind der eigentlichen Manna im Aeußernkein toeniger ähnlich, unterscheiden sich aber in ihrer Zusammensetzung dadurch, daß siebie?" °der doch nur wenig Mannit enthalten. Die Manna von Brian^on findet' sich in der Näheauf jungen Trieben des Lärchenbaums als kleine, rundliche, süß schmeckende undEutinartig riechende Körner, die im Wafler unter Zurücklassung einer weißen, federartigen