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Masse ihre zuckerartigen Stoffe abgeben. Sie soll etwas Maimit enthalten. Die Tamarisken-mannet, welche infolge der Stiche von Coccus manniferus aus den Blättern und Zweigen dttTamarix mannifera Ehrenb. ausschwitzt, bildet einen bräunlichgelben dicken Sirup, desien wWasser löslicher Theil nach Berthelot aus 55 Proc. Rohrzucker, 25 Proc. umgewandeltem Zua^(rechts und links drehendem Traubenzucker), 20 Proc. Dextrin u. s. w. besteht. Diese Mannnwird in dem Kloster des Sinai, wo alljährlich nur etwa 5 — 600 Pfd. davon geerntet werdensollen, zu theuern Preisen als Manna vom Sinai oder echte Manna der Jsraeliten verkaufn br-ist indessen in diesem Falle anzunehmen, daß ihre Zusammensetzung sich mit der Zeit etwas ge-ändert hat, da das auserwählte Volk des Herrn von solcher Nahrung allein sich schwerlich langhätte erhalten können. Die Manna von Kurdistan, auch Eichenmanna, Gezza, Ghezen - GheveOGhiok-Helvahsöe und Koodret-Helvahsöe genannt, schwitzt in der heißesten Jahreszeit an der Ober-seite der Blätter von Queren» mannifera aus und wird entweder durch Ablösen der getrocknet^Blättchen oder durch Eintauchen der Zweige in kochendes Wasser und Verdampfen der Flüssiggewonnen und dient zur Nahrung und als milchbeförderndes Arzneimittel. Sie ist in der Kähart und brüchig, schmilzt unter der Siedehitze des Wassers, hat einen angenehmen süße» Ge-schmack und besteht aus 61 Proc. Rohrzucker, 16,5 Proc. umgewandeltem Zucker und 22,5Dextrin. Die australische Manna, von den Eingeborenen Lerp genannt und zur Bereitung e>>ü-Getränks benutzt, stammt von Eucalyptus dumosa und mannifera und enthält außer Tranbewzucker und Gummi auch Stärke, Jnulin und Cellulose. Die Manna der Ceder, der EisteCistus ladaniferus) und die persische Manna von Hedysarum Alliagi L. sind bisjetzt r»-näher untersucht.
In medicinischer Hinsicht wird Manna als Sirup (d. h. in Wasser gelöst und nüt3" c Tversetzt) Kindern kasseelöfselweise als mildes Abführmittel gegeben, oder mit andern abführendStoffen (Senna, Cremortartari, Bitter- und Glaubersalz u. s. w.) bei Erwachsenen zu wgleichen Zwecke verwendet.
Mannaflechte. Die eßbare Flechte, Mannaflechte, ist vielfach Gegenstand der Erörterunggewesen. Wir haben auch in der Neuzeit häufig genug Nachrichten empfangen über ihre Beoba (tung. Im Jahre 1829 fiel solche Substanz im Anfang des Jahres „vom Himmel" in Persien n>ndeckte den Boden oft in einer Höhe von 5—6 Zoll. Besonders die Schafheerden nährten n ■reichlich von dem Erzeugniß, aus dem man auch Brot für Menschen bereitete. Schon 1821 w ^
derselbe Fall beobachtet wo»den. Noch 1850 wurde ertsolche 'Erscheinung von 66rum aus berichtet. Ledcbo-nerzählt, daß dieselbe Mn»^in der Kirgisensteppe n>n.überhaupt im mittlern
auf todtem, lehmigem B^e^
auf nackten Felsenriffen hänü-vorkomme und plötzlich "N -starken Regengüssen been'schieße. Durieu, Mnuby,Jussuf u. a. haben dreieManna aus algierischen-t-'sten gesendet. E. Eversmanstudirte diese Gewächse, A»
Die Mannaflechte. ten, in den russischen 2tel
pen. Er nannte die elN'
welche in den Thälern nördlich vom Aralsee wie Kiesel bis Handhoch liegt, wahrscheinlich du>'^Stürme von benachbarten Felsen herabgeweht, Lecanora affinis. Er charakterisirte sie fölgen ^maßen: sie hat ein allseits freies, lappig-strahlig-rundliches Lager mit einander berührenden Lapp^Diese sind runzelig durchsetzt. Die Schüsseln sind gedrängt, unregelmäßig, concav, fc&roay5& ra “. ( j'etwas bläulich angehaucht, mit einem aufrecht gebogenen Rande. Die ganze Maffe ist inner ^dicht. L. esculenta Spr. hat ein ebenso großes Lager mit unregelmäßigen, faltig-runze rgLappen und Warzen. Die Schüsseln stehen zerstreut; sie sind concav und färben sich endlich lch)?"^in der ersten Jugend sind sie etwas bereift. Der Rand ist umgeschlagen. In der Mitte istPflanze locker fadig. Die Tataren nennen sie Semljenoi Chleb. Sie wächst in Persien, >n 1