Maimagriitze Manometer 427
^'rgisensteppe, in der tatarischen Wüste, häufig wie eine Masse Steinchen erscheinend. Wegenfreien Laublagers, welches ein Herumrollen durch Sturm gestattet, hat Nees von Esenbeck dieGattung 8xfiasrc>tfiallia für diese Pflanze aufgestellt. Göbel in Dorpat untersuchte die Flechteu«d fand wesentlich 23 Proc. Gallerte, 65,m Proc. oxalsauren Kalk, sodaß sich kaum vorstellenüht, daß diese Flechte auf die Dauer genießbar sei. Undenkbar ist es aber, daß diese verhältniß-
mähig große Masse identisch wäre mit jener, von der 2 Mos. 16,14—36 die Rede ist. Freilich lag auch sie „in der Wüste rundund klein wie der Reif auf dem Lande", allein sie „war wie Korian-dersamen und weiß und hatte einen Geschmack wie Semmel mitHonig". Die Richtigkeit der Lutherischen Uebersetzung voraus-'gefetzt, können >vir demnach denen unmöglich 'beistimmen, welchedie biblische Manna mit der Mannaflechte identificiren. Wir bil-den von Sphaerothallia (Lecanora ) affinis unter a ein sterilesExemplar ab, d ist ein Stück mit Schüssel, c eine um die Hälftevergrößerte Masse im Durchschnitt; von Sph. (L.) osculonta die-selben Darstellungen und in denselben Verhältnissen unter cl, e, f.
Mannagrütze. Unter die Gräser, zunächst der GattungFestuca L., gebort Glyqeria R. Br. Die Gattung wurde ursprüng-lich auf F. fluitans L. begründet und wesentlich vom Schwingel,Festuca, durch zu Einem Körper verwachsene Schüppchen unter-schieden. Man hat später die Gattung erweitert, wodurch sie anVerständlichkeit nicht gewonnen hat. 0. fluitans L. ist ein aus-dauerndes Gewächs mit kriechendem Wurzelstock und Blattrosettenvon gefalzten Blättern, welche oft zusammt dem Halme flutendvorkommen. Der Halm ist bei der Form, welche nicht flutet,aufsteigend und beblättert. Die Rispe ist zusammengesetzt undzugleich übergcneigt einseitwendig. Die Deckspelzen sind ungleich,länglich, kürzer als die nächsten Blüten, deren zu einem läng-lich-walzigen Aehrchen 8 —10 gehören. Die Borderspelze istknorpelig, oben häutig und gestützt, mit neun parallelen Nerven.Die Hiuterspelze ist kleiner und beiderseits einkielig. Die Pflanzewächst über den größern Theil der Erde in kalten, gemäßigten undwarmen Klimaten, in Sümpfen, Gräben, an Flüssen, Teichen.Die kleinen Samen werden z. B. in der Lausitz über ausgespannteTücher geklopft und geben dann ein feinschmeckendes Gericht,den Schwad oder die Mannagrütze. Die Gewinnung ist indessenso schwierig, daß man es nur als Curiosität, nicht als verbreitetesDie Mannagrütze. Nahrungsmittel betrachten'muß. Die Bereitung ist die des Hirse.
, Wir bilden unter a eine Rispenspitze in natürlicher Größe ab;
..'st eine Vorderspelze von vorn, c eine Hiuterspelze von hinten, d ein Deckspelzenpaar, allessttnfmal vergrößert.
. Manometer. Wie das Barometer dazu dient, den Druck der atmosphärischen Luft zu messen,1° bedient man sich des Manometers zur Messung von höhern oder niedrigern Luft- oder Dampf-Man Hai mehrere Arten dieser Instrumente, welche nach ganz verschiedenen Prin-''hien eingerichtet sind. Die einen sind dem Barometer ähnlich, wenn auch nicht gleich, die andern^siegen sind auf das Princip des in dem Art. Barometer besprochenen Aneroidbarometers basirt.j ' e hauptsächlichste Verwendung finden die Manometer zur Mesiung der Spannung in Dampf-%[«, fei dies nun bei stehenden Maschinen oder bei Locomobilen.
Manometer mit freier Luft. Dieses besteht aus einer etwa 5 Meter langen, oben"d unten offenen Glasröhre (AB, Fig. l). Unten ist dieselbe in den Deckel eines cylindrischenchmiedeeisernen Gefäßes 0 luftdicht eingekittet, welches seinerseits mit einer ebenfalls schmiedeeisernenfüll ^ Verbindung steht. Die letztere sowie das Gefäß 0 sind so weit mit Quecksilber ge-
», daß unter gewöhnlichen Umständen, d. h. wenn weder bei E noch bei B ein anderer als^^°tze atmosphärische Druck auf der Flüssigkeit lastet, dieselbe etwa bis zu dem untersten Striche,^ e 'her nsit 1 bezeichnet ist, steht. Wenn man nun das freie Ende E der eisernen Röhre DE mit^"'jenigeu Apparat verbindet, in welchem der Dampfdruck gemessen werden soll, so muß offenbar,b"u letzterer eine gewisse Größe erreicht hat, das Quecksilber in der Röhre AB auch um eine