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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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428
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Manometer

gewisse Höhe steigen, und zwar läßt sich diese nach dem, was in den ArdAtmosphäre und Barometer gesagt ist, leicht genau bestimmen. Dort ist ge-zeigt, daß der Druck einer Atmosphäre gleich 28 Zoll Quecksilber oder 7Millimeter ist. Steigt also der Druck im Dampfkessel um die Größe einerAtmosphäre, so muß sich auch das Quecksilber in der Röhre AB um 76Millimeter erheben. Der Nullpunkt dieses Instruments, also der Punkt, vonwelchem an der Druck gezählt wird, ist offenbar diejenige Stellung des Queck-silbers in der Glasröhre, welche man beobachtet, wenn die Verbindung w>tdem Dampfkessel gelöst ist und nur gewöhnlicher Atmosphärendruck auf denbeiden Quecksilbersäulen ruht. In diesem Falle muß sich das Quecksilber nachdem Princip der communicirenden Röhren (s. Hydrostatik, Bd. IV, S. 169)beiderseits gleich hoch stellen. Diesen Punkt bezeichnet man mit 1, trägt vcwda ab,'so oft als die Länge der Röhre gestattet, die Höhe von 760 Wutt-metern auf und schreibt an die betreffenden Punkte 2, 3, 4, 5 u. s. w. Wennnun das Quecksilber durch Dampfdruck bis zu der Zahl 3 getrieben wordenist, so heißt dies nichts anderes als: der Druck im Dampfkesiel beträgt 3 A -mosphären. Wie man sieht, gehört zur Aequilibrirung dieses Drucks nur eweQuecksilbersäule von zweimal 760 Millimetern, da ja außerdem die Atmosphärenoch auf dem Quecksilber ruht, welche ebenfalls einer Quecksilberhöhe von '6Millimetern entspricht. Man hat also im Dampfkessel in diesem Falle nur2 Atmosphären Ueberdruck. Aus diesem Grunde wird in manchen Fällen dieNumerirung auch dem entsprechend ausgeführt. Man schreibt dann an denuntersten Theilstrich nicht 1, sondern 0 und fängt dann erst in der Hbbvon 760 Millimetern über demselben mit der Zahl 1 an u. s. w. Dannzeigen die Zahlen der Millimetertheilung ohne weiteres den Ueberdruck an>Bei hohem Drucke wird die Quecksilbersäule ziemlich hoch steigen müssen! 1erreicht sie bei 5 Atmosphären von 3,8 Metern eine Höhe, welche das A D 'lesen sehr umständlich macht. Deshalb ist noch eine kleine Vorrichtung ange-bracht, durch welche dies erleichtert wird. Es schwimmt nämlich innerhader Glasröhre auf dem Quecksilber ein kleines eisernes Gewicht; an diesesist ein Faden befestigt, welcher oberhalb B über eine Rolle geht und an seinesandern Ende ebenfalls ein kleines Gewicht hat, welches so schwer ist, daßdas auf dem Quecksilber schwimmende Gewicht genau äquilibrirt. Steigt nundas Quecksilber in der Röhre, so muß natürlich der eiserne Schwimmer n>Nin die Höhe steigen und infolge dessen das äußere Gewicht sinken. So kannman also die höhern Drucke mittels des äußern Gewichts ablesen, währendman die niedern direct am Quecksilber abliest. Da der Zwischenraum v°neiner zur andern Atmosphäre die beträchtliche Länge von 28 Zoll hat, t®kann man denselben leicht in zehn Theile eintheilen und dadurch noch Z^',telatmosphären ablesen. Dies ist ein offenbarer Vorzug des Instrument--es gibt genaue Ablesung und ist sowol bei niederm als auch bei höh"''"Drucke gleich zuverlässig.

2) Manometer mit geschlossener Lust. Ein solches ist in Fig-abgebildet. Es besteht aus einer oben geschlossenen Glasröhre AB, wclcbbmit ihrem untern Ende in einem schmiedeeisernen Gefäße 0 luftdicht ein-gekittet ist. Letzteres hat seitlich eine Abzugsröhre, welche mit dem DanM'kessel verbunden werden, kann und durch einen Hahn verschließbar ist- ®’ eRöhre AB ist mit trockener Luft und das Gefäß 0 so weit mit Quecksilbergefüllt, daß die Oberfläche desselben, wenn im Kessel gerade atmosphä^Spannung herrscht, bei 1 steht. Nimmt nun der Druck zu, so wird da»Quecksilber in die Glasröhre AB hineingepreßt. Hier aber begegnet es den^Widerstände, welchen die Expansionskraft der Luft ausübt. Ein betaun esGesetz in der Physik, das Mariotte'sche Gesetz, lehrt nun, daß das Vo nmcn gasförmiger Körper im unigekehrten Verhältnisse zu denr auf dem 0«1lastenden Druck steht, d. h. mit andern Worten, ein bestimmtesirgendeines Gases vermindert sich auf die Hälfte, wenn der äußere Druck adas Doppelte steigt, auf ein Drittel, wenn der Druck auf das Dreifach