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Marder
flösse stein, in die Mitte des Rückens gestellt, die Schwanzflosse meist groß, halbmondförmig aus^geschnitten, die Bauchflossen in der Mitte des Bauchs, alle Flossen nur mit weichen Strahlen ver-sehen. Stünde nicht über der Afterflosse eine kleine, strahlenlose Fettflosse, so würde man. 1Martinen für Weißfische aus der Karpsenfamilie halten. Alle Fische dieser Familie haben ein vor-^treffliches, weißes, festes und fettes Fleisch, das nur demjenigen der eigentlichen Forellen nächsteund sich ebenso gut zum Salzen und Räuchern als zum frischen Genusse eignet. Die Fische h"".^sich in der Tiefe der Seen, streichen aber, theils im Sommer, theils aber und namentlich 111Winter zur Laichzeit in Scharen an die User, wo sie massenweise in Stellnetzen gefangen werde»-Sie ernähren sich von kleinen Wasserthieren, die sie in der Tiefe finden, und gehen nie an d"Angel. Die zahlreichen Arten sind außerordentlich schwer zu unterscheiden, da jeder See st>"eigenthümliche Varietätherbergt. Zu den bekanntesten Arten gehören: die große Martine vo"Maduisee in Pommern (0. Maraena), die sogar 4 Fuß Länge und 10 Pfd. Schwere erreiche"soll, im Frühjahr am fettesten ist und gesalzen und geräuchert wird; der Ganzfisch, W""'solchen, Balchen, Aalbock, Renke (6. lavarstus oder Wartmanni), der in den bairischo"schweizerischen Seen vorkommt und namentlich vom Bodensee aus geräuchert in Masse" ***den Handel kommt; die Fera, Weißfölchen, Bodenrenke (0. Fera) im Genfer-, Boden- ll ”Starnbergersee; die Palen, Belchen (0. Falaea) des Neuenburgersees.
Marder (Mustela). Kleine Raubthiere der gemäßigten und kalten Zone, von außerorden -lich blutgierigem Naturell, die sich hauptsächlich von kleinen Säugcthiereu und Geflügelund ebenso sehr als Hühnerdiebe verfolgt wie als feine Pelzthiere geschätzt sind. Alle Maröhaben einen schlanken, langgestreckten, äußerst geschmeidigen Körper, kurze kräftige Beinefünf Zehen, langhaarigen, runden Schwanz, der etwa die Hälfte der Körperlünge erreicht, kst»"runden Kopf mit zugespitzter Schnauze und kurzen Ohren. Sie treten mit der ganzen So"auf, klettern ebenso geschickt wie die Katzen und haben 38 Zähne, nämlich sechs meißela"0Schneidezähne, zwei scharfspitzige, nach hinten gekrümmte Eckzühne, sechs Backzähne in i^ 1 ’Kiefer, wozu im Oberkiefer vier und im Unterkiefer sechs Lückenzähne kommen; der letzte Backst"'
ist quer gestellt. Der ReißzahnBackzahn) ist sehr groß. Der Swwdel (Fig. 1) ist flach, langgestreckt,die Schnauze im Profil flach gebogen-der Pelz mit sehr feinen Wollhaare"und darüber hervorstehenden glänze"'den Grannenhaaren.
Wir haben im gemäßigten Enrop"zwei Arten. Der Baum- odermarder (Mustela Martes). \wird im ganzen etwa 27 Zoll,Schwanz 17 Zoll lang, ist brau" ""gelblich durchscheinendem Wallst"^auf dem Rücken, braunschwarz "Schwanz und Füßen mit hens"Bauche und großem gelbem Kehlfleck und wird überall zwischen Italien und Skandinavtt",der Krim und dem Ural in den Wäldern, niemals in der Nähe der Wohnungen angetrofls"'Er hat stets mehrere Nester und Lagerplätze in hohlen Bäumen und Felsspalten, die er hä"Wwechselt, geht nur abends oder nachts auf Raub aus, der aus allen Arten Vögeln und Sänge'thiercu bis zur Größe der Hasen besteht, frißt auch Eier und Honig, beschleicht kletterndBeute, die er im Sprunge faßt und durch Abbeißen der stehle tödtet, und erwürgt auchHunger, nur aus Blutgier. Im Januar oder Februar paart er sich; im,April oder Maidas Weibchen 3 — 5 Junge zur Welt, die vierzehn Tage blind bleiben und etwa zwei M""" ^lang gesäugt werden. Man fängt die Marder in allen Arten Fallen und Schlingen mit lebe"digen Ködern, schießt sie auch wol, indem man im frischen Schnee der Spur folgt, vom Ba"""'da sie die Gewohnheit haben, auf einen Ast geduckt den Jäger starr anzusehen, ohne zu fliehe"^Die Pelze aus höhern waldigen Gebirgen namentlich stehen nur denen des Zobels 1Werthe nach. _ d
Der ntern- oder Haus marder (Mustela foina) unterscheidet sich auf den ersten fdurch den rein weißen Kehlfleck und den graubraunen Pelz. Er ist kleiner undals der Edelmarder, hält sich am liebsten in Scheunen, Ställen, Steinhaufen und Holzstöst
Fig. 1. Der Schädel des Steinmarders.
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