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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Mauer und Wand

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""" aus Bundsteincn, Bändern, Häuptlingen zu beiden Außenseiten, Häuptern, und statt derregelmäßigen Füllsteine sind die innern Räume.durch mittels Mörtel verbundenes unregelmäßigesGestein, Brocken, Füllwerk, ausgefüllt. Man nennt diese Art Mauern Füllmauern.

Für Mauern aus künstlichen, gebrannten Steinen, Ziegeln, Backsteinen, und für Mauem""sän der Luft getrockneten Steinen, Lehmsteinen, gelten hinsichtlich des Verbandes gleiche Regeln,^rsen Regeln, Gesetzen kann aber auf verschiedene Arten Genüge geleistet werden; es gibt dem-Nach verschiedene Arten des Backsteinverbandes. Die schon oben ausgesprochene Regel bei Her-Mung eines Verbandes gilt ebensowol für den Backsteinverband und läßt sich für jede Art desselbenbestimmter bezeichnen, sowie sich noch verschiedene andere Regeln hinzufügen lasien. Die Stoßfugen^ner Schicht müssen stets durch die ganze Dicke der Mauer durchlaufen, dürfen aber nicht durch^"e nächst darüber- oder darunterliegende fort- oder durchlaufen, sondern müssen stets durch vollesteine überdeckt, überbunden sein, oder jede Steinsäge muß stets nach unten und nach oben auf■°°Uen Stein treffen.

Die Form der Backsteine und der gewöhnlichen Lehmsteine ist parallelepipedisch, und die Größen°er Seiten derselben sind größtentheils l,.y 2 und y 4 Fuß, sodaß ein Stein 1 Fuß lang,4 Fuß breit und y 4 Fuß hoch ist. Eine aus die breite Seite gelegte Schicht solcher Steine wird°'"e Lagerschicht, eine auf die schmale Seite gestellte eine Rollschicht genannt. Rollschichten werdenWohnlich ausgeführt, wenn größere Steinstücken, Sandsteingesimse, Granitschwellen u. s. w.,Hörschwellen auf Ziegelmauern gelegt werden, weil sich die einzelnen Steine der RollschichtenAuflegen, Rollen u. s. w. von schweren Körpern nicht so leicht aus den Fugen drücken, ausbe « Fugen heben lassen wie die Steine der Lagerschichten. Zur Herstellung eines guten Backstein-verbandes werden außer den ganzen Steinen zur Mauerung der Ecken, der freistehenden Pfeiler,^Uervereinigungen und Kreuzungen auch Theile derselben, halbe Steine, welche die ganze Länge""d die halbe Breite des Steins haben, Riemsteine, halbe Steine, welche die halbe Länge und2""ze Breite des Steins haben, Kopfstücke, Zweiquartiere, Dreiviertelsteine, Dreiquartiere, halbe^Wücke, Viertelsteine u. s. w. verwendet.

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Fig. l.

Fig. e.

ba, bwsachste Art des Backsteinverbandes ist der Blockverband oder der wendische Ver-!)• Beim Blockverbande wechseln die horizontalen Schichten, sodaß auf jede Läufer-eine Binderschicht folgt und die Stoßfugen derselben immer senkrecht übereinander stehen,bu id ^ ^"euz- oder holländische Verband (Fig. 2) unterscheidet sich vom Blockverbande da-salls ^ *" e Stoßfugen der Läufer abwechseln. Beim Kreuzverbande wechseln die Schichten eben-wie beim Blockverbande; auf jede Läuferschicht folgt eine Binderschicht. Die Stoßfugen der^ "iderschich^n stehen ebenfalls senkrecht übereinander, aber die Stoßfugen der Läufer wechseln ab,treT Ü ^ en ^ in i ebet Läuferschicht um eine halbe Steinlänge. Die Stoßfugen jeder Läuferschichtn Jj"" ^mnach immer auf die Mitte der Steine der nächstfolgenden Läuferschicht. Während dem-^ w beim Blockverbande die Stoßfugen der ersten, dritten, fünften u. s. w. Läuferschichten dieäit ^ u ? en ber zweiten, vierten, sechsten Binderschichten senkrecht übereinander stehen, so stehenIchüb Kreuzverbande die Fugen der zweiten, vierten, sechsten, achten, zehnten ü. s. w. Binder-u 4en senkrecht übereinander, aber nur die Stoßfugen der ersten, fünften, neunten, dreizehntenderb Läuferschichten und die der dritten, siebenten, elften, fünfzehnten Läuferschichten. Der Block-Läm ^ ""verscheidet sich auch sehr augenscheinlich dadurch vom Kreuzverbande, daß die durch einenübe e '" e " darunter- und einen darüberliegenden Binder gebildeten Kreuze bei ersterm immerji Be C ""d unter einem ganzen Läufer stehen, bei letzterm immer oben und unten auf die Stoßfugen^ Läuferschichten treffen, und daß bei ersterm die Fugen zahnartig, bei letzterm treppenartig®tet - aiIer ^ cm ' 3te erscheinen. Bildet eine Mauer eine Ecke, so läuft sowol beim Block- als beimgx^b^^""de die Binderschicht der einen Fronte als Läuferschicht in der andern fort und um-yrt die Läuferschicht der einen Fronte als Binderschicht in der andern.

"ach o* ^"Dbin - uirb Lehmsteinmauern pflegt der Maurer die Dicke, Stärke der Mauern nichty^?."ber Fuß u. s. w. zu bestimmen, sondem nach ganzen und halben Steinlängenrücken und sagt: y a Stein, 1 Stein, iy 2 Stein, 2 Stein u. s. w. starke Mauern. Bei