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Mauer und Wand
Pfostenformen hergestellt. Die Masse, der Guhmörtel, wird aus hydraulischem Kalk, Sand,grüß, Ziegelbrocken, Bruchsteinbrocken u. s. w., deren Masseverhältniß nach der BeschaffenheitKalkart zu bestimmen ist, bereitet. Neuerdings hat man auch gewöhnlichen Luftkalk zur Vj-stellung der Gußmauern verwandt: (Ueber die Bereitung des Gußmörtels s. diesen Art.)Betonmauern leisten dem Wetter genügenden Widerstand und vermögen auch nach ihrer vollst»! -digen Erhärtung Lasten zu tragen.
DieLehm- und Weslerwände werden auS reinem, mit langgehacktem Stroh vermengte ^durcheinander gearbeitetem Lehm hergestellt und zwar so, daß derselbe schichtenweise aufgetrafwird. Zwischen die Schichten werden öfter Reiser in schräger Richtung zum Mauerhaupt, lags^weise sich kreuzend, eingelegt und in die weiche Lehmmasie eingeschlagen. Auf ähnliche Weise fuoder klebt man auch die Fächer der Holz- oder Fachwerkswäude mit Lehm und Reisern oStrohlehm aus.
Die Stärke oder Dicke der Mauern hängt ebensowol von der Beschaffenheit des Mau 'Materials, der Regelmäßigkeit oder Unregelmäßigkeit, der Ebenheit oder Unebenheit der Saulti ^>von der Güte, Bindekrast des Mörtels, von der Höhe und Länge der Mauern als auch vonBestimmung, dem Zwecke derselben ab. Wir können hier nicht bestimmte Regeln der Dicken lalle Arten von Mauern angeben und verweisen auf Fachbücher. Ebenso müffen mathematst^Formeln zur Bestimmung der Stärken der Futter-, Ufer- und Böschungsmauern u. s. w. inbüchern gesucht werden. Ueber die Maucrstärken für Wohngebäude werden folgende allgeinolRegeln ausreichende Bestimmungen angeben. .- t
Je regelmäßiger das Steinmaterial zur Erbauung einer Mauer ist, desto geringere Dickesfür dieselbe in Bezug auf Stabilität und Tragvermögen erforderlich. Mauern von Feld-Lesesteinen sollte man nie unter 3, mindestens 2^/ 2 Fuß Dicke ausführen, Bruchsteinmaucrnunter 2 y ä , mindestens 2 Fuß. Backsteinerne Umfassungswünde für Wohnungen sollten s" ,unter 1y 2 Fuß Dicke ausgeführt werden, weil durch schwächere Backsteinmauern (1 Fuß ^an den Wetterseiten Nässe und Feuchtigkeit, Hitze und Kälte nach innen einwirken, durchschiffDie innern Räume werden dann rm Winter leicht kalt, im Sommer heiß, und die durchschiffFeuchtigkeit verdirbt Spiegel, Bilder u. s. w., überhaupt dicht an solchen Wänden stehende @«3®stünde. Die 1 Fuß dicken Umfassungswände, Blendwände, sind auch deshalb nicht zweckinf^weil dieselben in großen Dimensionen ohne besondere Verbindung, Verankerung, nicht sicher Mwürden und beim Aufrichten des Holzwerkes, Balkenlegen u. s. w., leicht umgeworfen werkönnten. Demnach sind in denselben behufs der Stabilität und Verankerung Holzfäulen
die Scheidungen von Fachwerk Va Stein oder l / 2 Fuß dick ausgemauert
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lich, welche aber, weil sie von allen Seiten vermauert und verputzt werden, leicht faulen.Wohnhäuser von mehreren Geschossen bestimmt sich die Dicke der Umfassungsmauern in dentern Geschossen, wenn das obere 1 y 2 Fuß oder 1 y 2 Stein starke Mauern erhalten soll, dad»s fdaß die Dicke jedes nächstuntern Geschosses um y 2 Fuß oder y a Steinlänge vergrößert w> fSind aber die Geschosie nicht hoch, nicht oft von Fenster- und Thüröffnungen durchbrochen/ vsind dieselben durch verbundene massive Scheidungen standfähigcr, so können auch die Umfassuvfdurch zwei Geschosse von gleicher Dicke ausgeführt werden. Die Stärke der Scheidemauern braffür gewöhnliche Verhältnisse in Wohngebäuden nicht über 1 Fuß zu betragen, mit AusnahmeScheidungen, in welchen russische Essen liegen, und welche demzufolge iy 2 Fuß dick seinBei solchen Scheidemauern läßt sich alles Holzwerk und folglich das Reißen und Zusammendrü ^derselben vermeiden. Für Gebäude, welche in nassem oder feuchtem Grunde stehen oderFeuchtigkeit ausgesetzt sind, ist es nothwendig, in den Parterres das Holzwerk zu vermeiden "massive 1 Fuß oder 1 Stein starke Wände aufzuführen. Ebenfalls ist es wegen der Feuerst»fheit zweckmäßig, Treppen und Küchen mit solchen Mauern zu umgeben und die Gebäude dfdergleichen Mauern an den Grenzen (Nachbargebäuden) zu sichern. In vielen Gebäuden
Der
Uebels^
des Setzens und Aufreißens des Putzes ist aber bei Fachwänden nicht zu verhindern, - fdas Holzwerk beim Ausmauern der Fächer anquillt und nach und nach wieder zusammentround schwindet. Neuerdings hat man dadurch eine Verbesserung dieser y 2 Stein starken (erzielt, daß man die überflüssigen Säulen und Riegel wegläßt, nur Thürsäulen undaufstellt und übrigens die Wände massiv (ohne Holzwerk) und im Verband mit den Umfassiv'fherstellt. Vor dem Ausmauern der Fachwerkswände oder der Wände mit Thürsäulen werden ^Säulen an den Fachseiten entweder mit dreieckigen Latten (Schneiderlattcn, Schneidelatten)^^die an denselben liegenden Steine nach denselben ausgehauen, ausgeklinkt, oder es werdeneckige Ruthen in dieselben eingehauen und die gemauerten Steine schichtenweise festgetrieben.