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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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458 Mauerschwalbe

Mauerschwalbe (Cypselus apus), Thurmschwalbe,

Maulbeere

--W' stanz. Martinet (s- d-A^

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heißen sehr lang und spitzflügelige Vogel, die in Flug und Benehmen zwar denben sehr ähnlich sehen, in ihrer ganzen Organisation aber gänzlich von ihnen abweichen. » ltSchwalben sind Singvogel, die Mauerschwalben Schreivögel, die keine Singmuskeln am KehlMhaben; alle vier Zehen der sehr kurzen, ganz im Gefieder versteckten, mit großen, krummen umscharfen Krallen versehenen Füße sind nach vorn gerichtet, während bei den Schwalben eine na«hinten steht; in den sehr langen Flügeln ist die erste Handschwinge, wie beim Kolibri, viel längerals die andern. Der Kopf ist breit, flach, der dünne Schnabel platt und breit, der Rachen unge-heuer weit, svdaß die Mauerschwalben den Nachtschwalben oder Ziegenmelkern am nächsten steh«''Unsere gewöhnliche Mauerschwalbe ist matt grauschwarz mit weißem Kehlfleck. Sie koin»»Anfang Mai und zieht Anfang August wieder weg, nistet sich vorzugsweise in Ritzen und Loch«"alter Ruinen und Kirchthürme ein, indem sie die während des Winters eingcdrungenenvertreibt, und fliegt beständig von früh bis abends, nach Insekten umher, die sie aussetzn»^'Der kühnste Segler der Lüfte, die Wendungen staunenerregcnd, der Schuß geradeaus pfeilsths« '^f)r Schrei ist hell schnarrend ein kurzes i i. Das Nest hat durchaus keine Aehnlichkeit mit einengewöhnlichen Schwalbennest und besteht aus einigen mit kleberigem Speichel überzogenen 4»^'und Federn, worauf das Weibchen 3—5 Eier legt, die es in 16 Tagen ausbrütet, währ«'welcher es vom Männchen gefüttert wird.

Die Mauerschwalben kommen nie w»die andern Schwalben auf die Erde,,sie sich, ihrer langen Flügel und t»^Füße wegen nicht vom Boden zu erl)«'^vermögen. Um auszuruhen, klan»»«sie sich an die senkrechte Fläche der ^und stützen sich mit dem Schwänze.fängt die Nestjungen, deren Fleis". ^sonders in Italien sehr geschätzt »n^'und die brütenden Weibchen leicht »'den Händen auf ihren Nestern.

Die eßbaren indischen Vogeln« e 'welche im Indischen Archipel so i c ^ r .jL

schätzt und ein bedeutenderHandelsarn '

namentlich nach China, sind, könn»ebenfalls von eigenthümlichenschwalben, die in den Löchern undunzugänglicher Ufcrklippen haust'»sich durch einige Charaktere von ,eigentlichen Seglern unterscheiden, l ü . L yman sie unter dem Namen der Salaganen oder Nestschwalben (Collocalia) zusammenlE,hat. Die Nester, die man auch in einigen deutschen Seehäfen, wie z. B. Hamburg, in den 'catessenkelttrn findet, sehen aus, wie wenn sie aus mehreren Schichten von Hausenblase best»^den. Die Substanz löst sich bei lüngerm Kochen und gibt eine Art Leimlösung, die im Gesä"^'einer kräftigen Fleischbrühe weit nachsteht, von den Chinesen aber als das Nonplusultrafeinen Geschmacks betrachtet wird. Man glaubt, der Vogel benutze Fischlaich oder ausg««Tange zum Bau dieser Nester, deren Gestalt etwa der eines gewöhnlichen Schwalbennestes w 1 .'liefe ist; wahrscheinlicher aber ist es, daß es nur der Saft aus dem Kröpfe und den SpcE.drüsen ist, der in weit reichlicherer Menge abgesondert wird als bei unsern Mauerschwalbe», 111später zu leimartiger Masse erhärtet. (

Maulbeere (Morus T.) gehört unter die Moreae, welche wir bei den Nesselgewächsen odUrticaceen betrachten. Die Blüten sind ein- oder zweihäusig und stehen in einem kopfige" 'toa^tgeit Blutenstände. Die Blütenhülle ist viertheilig und vor den Abtheilungen stehtStaubgefäß. In der Mitte deutet ein Zapfen das fehl geschlagene Pistill an. Die weiblichebesteht aus vier sehr breiten Blattorganen, in deren Mitte ein zweifächeriger FruchtknotenSwei fadigen, auf der Innenfläche papillosen Griffelschenkeln. Durch Fehlschlagen wird dieeinfächerig und enthält einen einzigen Samen mit harter Schale, Eiweiß und einem gebßS eKeimling. Das Perigon selbst wird stark saftig und bildet eine falsche zusammengesetztefrucht. Die Arten der Gattung sind Bäume mit Milchsaft und scharfen Blättern, die M

Die Mauerschwalbe.