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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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459
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Maulbeere

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^chselständig, sehr selten gegenständig sind. Sie haben paarige, zeitig abfällige Nebenblätter.

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Holz ist dem der Ulme (Aper der Norddeutschen) gleichwerthig. Man nimmt es gern zu

"vel werden aus demselben gefertigt. Der Bast ist verspinnbar. Die Arten sind wesentlich° gende: M. nigra L. ist der schwarze Maulbeerbaum, ein Baum, welcher bis 40 Fuß hoch^>rd. Der Stamm ist mit einer grauen Rinde bedeckt und selten gerade. Die Aeste sind ge-Ulnmt und gespreizt. Die vielgestaltigen Blätter sind ungleich gesägt, gezähnt oder gar ab und1 gokerbt, beiderseits scharf, am Grunde herzförmig, ganz oder gelappt. Die weiblichen Blüten--??be ^d kurz gestielt. Die Scheinbeere ist violett-schwärzlich mit röthlichem, fast ekelhaft sauer-knn Saft. Die Heimat ist Asien und zwar südlich und südwestlich vom Kaspischen Meer.Won 1280 hatte man ihn in Italien und fütterte nach Crescenzio die Seidenraupen mit seinenk Eern. Die Früchte werden als Obst vielfach genossen und die Baecae Mori gelten als küh-Die Wurzelrinde wurde gegen Zahnschmerz und gegen Bandwürmer empfohlen. M. aldal,.,r weiße Maulbeerbaum, erreicht selten die Höhe des vorigen, bei uns wird er meist als Strauch^ogen. Die Blätter sind glatt, oberseits glänzend, am Grunde schief herzförmig, grob gesägt,uub zu wol ganzrandig, länglich-spitz oder dreilappig oder dreispaltig, auch gar viellappig.. ^ Nerven sind auf der Unterseite auch bisweilen behaart. Die weiblichen Blutenstände habenrötkn mindestens gleichlange Stiele. Die Scheinfrüchte sind weißlich oder weißlichgelb, auchylich 0 jj er g slr schwärzlich. Die Heimat dieser Art ist Kleinasien, südlich und südwestlich vom"Epischen Meere. Schon die alten Griechen hatten ihn und man findet ihn jetzt in Thessalien,

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tyon 1280 hatte man ihn in Italien und fütterte nach Crescenzio die Seidenraupen mit seinenle J^ ern * Früchte werden als Obst vielfach genossen und die Baccae Mori gelten als küh-

^iechenland und Italien im fast wilden Zustande. Die Scheinfrüchte dienen wie vorige, auchleitet man Essig und Sirup aus ihnen. Seit dem 16 . Jahrhundert benutzt man diese Pflanze^ Zucht der Seidenraupen und man glaubt, daß dieselbe 1434 durch Fr. Buonvicini einge-führt wurde TVT rnlirn T. der rMlie Maiüdeerbaum. ist der arötzte unter allen, daber er bei

m u als Hochstamm getroffen wird, während er in seiner Heimat die Höbe von 50 Fuß

hol e ' nen Durchmesser von 2 Fuß erlangt. Der tief braunschwarze Stamm ist stattlich, aber.Zp meist etwas knorrig. Die Blätter sind am Grunde herzförmig, oberseits werden sie, wenn!$ ar f, auf der Unterseite sind sie in der Jugend sehr stark filzig behaart, später aber fallen

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Haare meistens ab und die Fläche ist scharf. Die Gestalt der Blätter ist auch bei dieser Art^^ein vielfach, der Grund gerundet oder herzförmig, selbst schief herzförmig; die Platten sindi^Slich - rund, elliptisch, spitz, oft mit aufgesetzter Spitze, dreilappig, viellappig, immer am Randegesägt. Die Stiele der Blutenstände selbst sind filzig, bei den langwalzigen männlichen

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9an so lang wie die erstern. Die Früchte sind hochrvth und süßsauer. Die Heimat ist fastder; s)°^amerika, wo der Baum sich besonders häufig an Waldbächen findet. M. inäiea Rumpli.,ij a t Maulbeerbaum, ist ziemlich groß und hat das Laub des weißen Maulbeerbaums, nur

fittb r- 1 ^lattgrund gerundet ist. Die Scheinbeercn sind rothbraun bis schwarz behaart. Man11 * n Moulmeyne, Ava. Außerdem zieht man ihn durch ganz Ostindien. Die

baue ' P*Wrifera i - gehört zu der Gattung Bronssonstia Yent. Die Blüten sind meist zwei-j. l 9* Die Hüllen der männlichen Blüten sind vierthcilig und enthalten vier Staubgefäße.

Blüten stehen in langwalzigen Blütenständen. Die weiblichen Blüten haben drei- bissteh Hüllen und einen einfächerigen Fruchtknoten mit fadigem, einzelnem Griffel. Sie

Truib ^ runden Blütenboden, der mit borstigen fehl geschlagenen Blüten bedeckt ist. DieftiiAf e ' ne stoischig- gallertartige Scheinbeere mit sehr dünnhäutigem Samen. Die Schein-

t,. ... • papyrifera L. gehört zu der Gattung Broussonetia Yent. Die Blüten sind meist zwei-

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incute verwachsen miteinander. B. papyrifera Vent. ist ein mächtiger Baum mit oberseits rau-sn n / unterseits filzigen Blättern, welche ungetheilt oder mehrlappig, spitz und sägerandig. DieHornblätter sind länglich und spitz, häutig. Man benutzt diesen japantzchen Baum, der jetzth et 3anz Oceanien verbreitet ist, indem man aus dem Bast und der Rinde Gewebe und Papierkeüet. Letztere Substanz ist gelbbräunlich und immerhin dauerhaft. Die verwandte Gattungvi u . Nntt. ist zweihäusig. Die männlichen Blüten sind traubig. Die weiblichen haben eineHülle, die äußern Hüllblätter länglich-kappig. Der Fruchtknoten ist sitzend, gedrückt,seht er '®' emsamig. Der endständige Griffel ist zweispaltig, der eine Schenkel oft klein oderSoschlagen. Die Früchte liegen in der geschwollenen beerenartrgen Hülle, die untereinander^achs^d eine Scheinsammelfrncht bildet. M. tinctoria Nutt. (Morus t. L.) ist ein BaumjJ S^bem Milchsaft, der die Höhe von 60 Fuß erreicht. Die Rinde ist braun, an den ZweigenSelblich Die Blätter sind kahl, buchtig gelappt oder ganz, sägerandig, auf kurzen

^en, die Nebenblätter dornig. Die männlichen Blütenstände erreichen die Länge von