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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Maulwurfsgrille

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den Boden ungleich machen, sodaß nur schwer zu mähen ist. Wo aber nur. einige Maulwürfe^usen, da lasse man sie ungestört und reche etwa von acht zu acht Tagen die Haufen auseinair--, die noch ebenem den Boden düngen. Die paar Graswurzeln, die der Maulwurf durchWühlen verdorren macht, sind eine verschwindende Größe gegen die Massen, welche von den

Ansingen, Werren und Mäusen zerbissen werden. .

, Der Pelz ist nichts werth, wenn auch ein durch seine Loyalität bekannter Gutsbesitzer m Preu-* en seinem Monarchen einen Mantel von silbergrauen Maulwurfsfellen als Gastgeschenk verehrte.- Ä^anllvurfsgnüe (Gryllotalpa vulgaris, s. d. Abb.). Gewiß ein dem Landmann lehrEuntes Insekt, da man ein ganzes Lexikon von Namen zusammenstellen konnte, die ihm an^tschiedenen Orten gegeben werden, wie: Werre, Rautwurm, Meldwerf, Erdkrebs, Ackerwerbel,

Schrotwurm, Kürbiswurm u. s. w.

toirti ne ^"dliche, plumpe, ekelhafte unterirdische Heuschrecke, die fingerlang und daumendick»nd ' s""gbn Fühlern, langen, säbelförmigen Flügeln, die über den Hinterleib hinausragen,diit langen Schwanzfäden. Der Kopf klein, unter dem kleinen Halsschild fast verborgen,Mächtigen Kiefern und Freßspitzen versehen; die Vorderfüße breit, senkrecht zur Seite gestellt,toick?^^n Zacken versehen und zu starken Schaufeln umgewandelt; die Hinterfüße stark, dochgut Springen geeignet, wie bei andern Heuschrecken. Doch läuft und fliegt die Werre

W nicht schlecht und gräbt mit großer Schnelligkeit Gänge in die Erde. Sie lebt

0 ^Urdisch in Feld und Wald, in Aeckern und Gärten, in Weinbergen und Wiesen, in jeder ArtG. "Ovden, in feuchtem wie in trockenem Lande, selbst im Schlamm und Torf, wo sie überallihr"^ n>acht, die sehr nahe unter der Oberfläche hinlaufen, dann aber in die Tiefe gehen zuSchlupfwinkel, der oft mehrere Fuß unter der Erde ist. Gräbt man ihr nach, so grübt sieschnell tiefer ein.

seit Sie ""hrt sich vorzugsweise von thierischer Nahrung aller Art, Regenwürmern, Larven, Jn-en > aber auch Wurzeln, Knollen und Stengeln, beißt alles ab, was ihr beim Höhlen ihres

Ganges im Wege steht, und wird dadurchbesonders in Gärten und Feldern einäußerst zerstörender Feind, während sie inWeinbergen und Baumpflanzungen nichtzu fürchten ist. Unersättlich in ihrer Ge-fräßigkeit, überfällt sie auch ihresgleichen,und man hat sogar beobachtet, daß die vor-dereHälfte

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^ Werre sich umkehrte und ihren eigenen Hinterleib anfraß!

ere sich umkehrte und ihren eigenen Hinterleib anfraß!

tz»,"wie zum Schatz darüberlegen. Das Weibchen legt nach und nach bis 250 Eier m diese«eil 6 Mnb h°lt in ihrer Nähe Wache. Die Jungen kriechen binnen emem Monat aus undkleinen Ameisen mit dicken Köpfen. Sie haben noch keine Spur von Flügeln d,e erstdez^'chrnialiger Häutung sich ausbilden, fressen aber bald die Graswurzeln ab in der Nahe^^Estez, verbreiten sich dann allmählich weiter und weiter, bis sie nach vollständig erlangter4dung (nach der fünften Häutung) sich paaren. .

tz-.^aptfeinde sind unter der Erde Maulwürfe, Spitzmäuse und da» Schwein, das sie mitRaben, Krähen und Dohlen, die sie aus dem Boden picken; über der Erdedrs die Muzlein unk ker Neuntödter, sowie der grüne Laufkäfer.

^ Zerstört sie vor allem durch Ausheben der Nester, die an dem spiraiigen Gange und

sie , Wanzen daneben leicht zu erkennen sind. Kennt sie der Arbeiter einmal, so findet erlinde Die erwachsenen fängt man am leichtesten, indem man den Gängen, die sich leicht>Ha n ■ ff en ' mit den, Finger bis zum Orte folgt, wo sie sich in die Erde senken. Dann machtUnd 2lrt Trichter von einer Karte oder einem Blatte, läßt erst einige Tropfen Oel einstießendann Wasier ununterbrochen nach, bis die Gänge gefüllt sind. Die Werre kommt,d°n d 0el erstickt, an die Oberfläche und stirbt fast augenblicklich. Häufig erscheint sie weitein Orte, wo man eingießt. Auch gräbt man unten verkorkte Blumentöpfe in die Erde, m