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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Mauser

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sie häufig sind, wie im Elsaß und im Braunschweigischen, haben die Wasserratten schon ganzeErnten zerstört.

Zu den eigentlichen Wühlmäusen gehört die sehr kurzschwänzige Erd m aus (Arvicola agres-“ s )/ die an Waldrändern, Gräben und Dämmen vorzugsweise von Wurzeln und Baumrinden'°bt, oben schwärzlich, unten grauweiß ist und sich leicht fangen läßt; die braune Feldmaus

campestris), oben schwarzbraun, unten weißlich, ziemlich selten; die Feldmaus (A. arvahs),ahm; a. .

gefärbt, nur mehr mit Gelb gemischt, die vorzugsweise im offenen Lande in Feldern unddiesen wohnt, viele Röhren gräbt, schlecht klettert, nur in kalten Wintern in die Keller der Häusersich säst nur von Wanzensamen, besonders Getreide nährt, Sammlungen für den Winter^sacht und sich in günstigen Jahren so maffenhaft vermehrt, daß sie nicht nur die Ernten auf«eld und Wiesen, sondern auch die jungen Waldungen zerstört und dann in ungeheuern ScharenAuswandert, Flüsse überschwemmt und'Buchten übersetzt, gefolgt von allem Raubzeug, „was da^°ucht und fleucht", besonders aber von den Bussarden und Eulen, die entsetzliche VerheerungenUnter ihnen anrichten. Es gibt Jahre, wo in den Rheingegenden, in der Wetterau, in Thürin-und Sachsen die Felder so vollständig unterminirt und verwühlt wurden, daß man gar nichtsMutete, wo man Tausende todt schlagen und keinen Schritt weit thun konnte, ohne aus allenschern Mäuse hervorspringen zu sehen, wo sich die Löcher von zwei Fuß Tiefe und sechs ZollDurchmesser, die man mit'einem eigenen Instrument, dem Mäusebvhrer, ausgrub, in wenigen«binden fällten, dann aber meist eine Epidemie unter den Mäusen sich einstellte, der sie massenhaftrum Opfer fielen. Im Mittelalter wendete man gegen solche Plagen Exorcismus und Processedem geistlichen Gerichte an. '

Wo die Mäuse so massenhaft auftreten, ist die menschliche Vertilgung meist unzureichend. Sonst^»det man gegen die Feldmäuse besonders die erwähnten Löcher an, thäte aber gut, Eulen"ud Bussarde möglichst zu schonen und selbst zu züchten, statt sie unverständigerwerse zu todtenan die Scheunenthore zu nageln. Gegen die Hausmäuse ist eine gute Katze das beste Ver-bMngsmittel, auch gehen sie leicht in Fallen — „mit Speck fängt man Mäuse". Vergiften, was

gern

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dichtesten mit Phosphorteig geht, ist am wenigsten zu rathen, da die sterbenden Mäuse sich'u die Löcher unter den Fußböden verkriechen und dann ihre faulenden Leichen die Luft im

m me rwcyei"'«se ^besten

ij, t Mauser. Alle Vogel ohne Ausnahme wechseln wenigstens einmal in ihrem Leben vollständig^."^bekleid. Die Nestjungen, welche eben aus dem Ei geschlüpft sind, tragen nur weiche Dunen,deg s ^ die größern Deck- und Schwingfedern erst noch im Zustande der Entwickelung vorhan-^ and. Später werden die Jungen flügge, fähig zum Fliegen durch die vollständige Ausbil-aitg^ ber Deck- und Schwingfedern. Die alten Dunen werden dann vollständig verdrängt, fallen!cho ^ Zehen verloren. Die Jungen haben sich gemausert. Oft folgt dem ersten Jugendkleidebas definitive Federkleid, welches der Vogel das ganze Leben hindurch tragen wird, oftbar es erst im zweiten oder dritten Jahr, daß er den vollständigen Schmuck des mann-

dieu^ ^brs erhält. Regelmäßig erfolgt in jedem Herbste, wo alle Vogel mit wenigen Ausnah-ain kräftigsten und wohlhäbigsten sind, eine Mauser, die bald sämmtliche Federn, bald nurDhxst derselben betrifft. Bei vielen tritt das Ausfallen der alten Federn so plötzlich ein,>st d ^ dieser Zeit fast nackt werden und gar nicht oder nur mit Mühe fliegen können. Häufigneue Kleid, welches der Vogel erhält (das Winterkleid), durchaus verschieden von demliiauh^Ebibe, jedenfalls aber, wenn es dieselben Farben hat, weit lebhafter und frischer. Früherfitf) bte man "uch, daß den Vögeln fast allgemein eine Frühlingsmauser zukomme, und stütztedx^^ben auffallenden Unterschied, der bei vielen Vögeln, z. B. den Schneehühnern, zwischenStühr ter ' und Sommerkleids stattfindet. Genauere Beobachtungen haben indessen dieseja^bngsmauser auf ein sehr bescheidenes Maß zurückgeführt und nachgewiesen, daß im Früh-' e ^ r tDen *9 e Federn neu gebildet werden, viele aber ausfallen, welche eine besonderejH h) Ul1 ^ ^dingten, andere verblassen, verbleichen oder durch innere Veränderung, ohne ersetztz^beden, ihre Farbe ändern. Wie fast alle periodischen Veränderungen im Thierreiche, wiee„gst Aufsetzen der Hirschgeweihe und ähnliche Erscheinungen, hängt auch die Mauser aufs^icht ^ dem Geschlechtsleben zusammen. Sehr alte oder verschnittene Vögel mausern garten "der nur höchst unvollkommen. Da die Mauser eine periodische Erneuerung abgenutz-fR- "^rials ist, so hat man den Namen auch auf alle Erneuerungserscheinungen im Thier-

^rpxr . . . . .

^"sdr °3 l S e> ® en bet und von Blutmauser u. dgl. gesprochen Besser thut man jedenfalls, den"n auf die Erneuerung des Federkleides des Vogels zu beschränken.

° W ' und Familien - Lexikon. V.

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