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Mechanik
Meer
Mechanik oder Kraftlehre ist die Lehre von der Ruhe und der Bewegung der Körper.Sie ist eigentlich nichts anderes als eine Anwendung der reinen Mathematik auf die physikalischenVorgänge in der Natur. Da alles, was dem Gebiet der Physik angehört, sich schließlich auseine Bewegung zurückführen läßt, sei dieselbe auch noch so klein, jede Bewegung aber wiederumin einer gewissen Richtung verlaufen muß, welche man durch eine einfache Linie darstellen kanwso liegt die Anwendung der Mathematik in diesem Falle sehr nahe. In der That war es auwbereits Archimedes, welcher den Grundstein zum Gebäude der Mechanik gelegt hatte, indem erdie Theorie der einfachen Maschinen oder mechanischen Potenzen (Hebel, Schraube, Flasche"'zug u. s. w.) entwickelte. Späterhin ist diese Wissenschaft mit viel Eifer und großem Erfolg vonden hervorragendsten Geistern aller Jahrhunderte cultivirt worden und bildet jetzt ein vortreRlich gegliedertes Ganzes. Man theilt die Mechanik ein in die Statik, d. h. die Lehre vom Gleich'gewicht der Körper, und in die Dynamik oder die Lehre der Bewegung der Körper. Jene hat ^Bedingungen aufzusuchen, unter denen ein Punkt oder ein System von Punkten, also ein Körperim Gleichgewicht bleibt, wenn mehrere Kräfte auf ihn wirken; diese hat die Aufgabe, die Gesetztder Bewegung festzustellen. Die Mechanik ist von großer praktischer Wichtigkeit gewordm,sofern sie die unentbehrliche Grundlage für das Maschinenwesen ist. Ihre Anwendung «*7dieser Richtung wird mechanische Technologie genannt. Auch die Architektur kann ^Mechanik durchaus nicht entbehren, denn nur mit ihrer Hülse ist eS möglich, im vorausTragfähigkeit und Stärke der eisernen, steinernen, hölzernen n. s. w. Baumaterialien zu berechn"und die Länge, Breite und Dicke derselben zu bestimmen, welche erforderlich ist, um einem Bau-werk die genügende Festigkeit zu geben.
Meer. Die zusammenhängende Wassermaffe, welche sämmtliche Continente umgebend re"größten Theil der Erdoberfläche bedeckt, nennen wir das Meer, den Ocean, die See. VcrgleEman ihre Ausdehnung mit der des Lande?, soweit letzteres bisjetzt bekannt ist, so findet man, dapsie dieselbe nahezu um das Dreifache (genauer 2^-fache) übertrifft. Dieses Ueberwiegcn *7Flüssigen über das Feste ist aber in sehr ungleicher Weise auf die Erdhälften vertheilt, sei es, ^man die Erde durch den Aequator in eine nördliche und südliche oder durch den Meridian v°"Ferro in eine östliche und westliche Halbkugel theilt. Auf der nördlichen Halbkugel findet sichdreimal soviel festes Land wie auf der südlichen, und ein nicht viel geringerer Unterschied fc6* C '.zwischen Osten und Westen, sodaß also aus der südlichen und der westlichen Hemisphäre das $ ceSam meisten vorherrscht. Daß dieses gegenwärtige Verhältniß von Land und Meer kein uranfäE
liches ist, daß im Gegentheil in frühern, allerdings weit entlegenen Zeiträumen beide eine
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scheinen noch immer ihre allmählichen Wirkungen auszuüben; denn noch immer bemerkt um"manchen Orten, oft auf weitausgedehnten Strecken hin, daß die Höhe des Wafferstandes an 1 - (efelsigen Ufern sich dauernd in bestimmter Weise ändert, oder daß die See langsam von der # ^zurückweicht oder ihr Raum abgewinnt. Man darf nicht etwa, wie früher häufig geschehen,diesem scheinbaren Sinken oder Steigen des Meeresspiegels auf eine Abnahme oder Zunahmeganzen Wassermasse schließen. Eine solche Aenderung ist an sich kaum denkbar; denn me""nicht geleugnet werden kann, daß die Menge des tropfbarflüssigen Wassers auf der Erde uHaupt nicht unveränderlich ist, da bei einer bedeutend Hähern Temperatur der Erdoberfläche,sie wahrscheinlich in frühern Zeiträumen bestanden haben wird, ein großer Theil des Mecrwal'^dunstförmig in der Atmosphäre enthalten sein würde, so könnte eben auch nur eine solche seB ^deutende Temperaturerhöhung, die sich sehr bald auch anderweitig bemerklich machen müßte,wahrnehmbare Wirkung in dieser Richtung hervorbringen. Es sind vielmehr jene Erschein""
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verschiedene Gestalt gehabt haben, können wir mit Sicherheit daraus schließen, daß der gehTheil der jetzigen Continente aus unzweifelhaft submarinen Bildungen besteht und sie alsovom Meere bedeckt gewesen sein müssen. Man kann zum Theil sogar aus der Verbreitung r fverschiedenen geologischen Formationen die ehemalige Ausdehnung dieser Gewässer verfolgen " ^hat auch dieselbe durch Karten darzustellen versucht; in diesem Sinne spricht man z. B. von e""Jura- und Kreidemeer, d. h. den Meeren, aus denen sich der Jurakalk und die Kreide abgesthaben. Selbstverständlich können indessen solche Darstellungen sich nur auf den bereits erforschTheil des jetzigen Landes beziehen; ein Gesammtbild der Erdoberfläche in frühern Epochen veniögen sie schon deshalb nicht zu geben, weil der ganze große Theil derselben, der jetzt vom Meeingenommen wird, sich fast völlig solchen Untersuchungen entzieht. Dieselben Ursachen,durch wechselswcise Hebungen und Senkungen deS Meeresbodens in frühern Zeiten dashältniß zwischen Land und Meer geändert und die gegenwärtigen Grenzen beider festgestellt ha
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