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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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467
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Meer 467

Ausschließlich aus Rechnung einer sortdanernden, aber sehr allmählichen Emporhebung oder Sen-kung des festen Landes zu setzen, Bewegungen, die wahrscheinlich in einer Faltung der Erdrinde'vre Ursache haben und die nothwendig von einer entgegengesetzten scheinbaren Aenderung inHohe des Meeresspiegels begleitet sind. Die ersten Beobachtungen dieser Art wurden an der' von Schweden gemacht. Der bei weitem größte Theil derselben, von Sölvitsborg bis

^vrnea und ebenso die ganze finnländische Küste, ist in einem stetigen Aufsteigen begriffen miteiner Geschwindigkeit bis zu 4 Fuß in einem Jahrhundert. Die Hebung scheint am bedeutendsten-u sein im nördlichen Lappland; nach Süden zu nimmt sie allmählich ab und geht zuletzt in die^ukgegengesetzte Bewegung über, sodaß der südlichste Theil Schwedens sinkt; noch weiter südlich>!«gt dagegen wieder die Insel Bornholm um etwa einen Fuß in einem Jahrhundert. Ein ähn-^ches Steigen hat man auch an der schottischen Küste, auf den Molukken u. s. w., ein Sinken anKüsten von Westgrönland, von Dalmatien bemerkt. Ein wechselndes Heben und Sinken'ch°int an den Küsten deS Kaspischen Meeres stattzufinden, und ebendasselbe wird nach Darwin"uch durch die Bildungsweise der Koralleninseln in der Südsee angedeutet. Wir erkennen also,H selbst abgesehen von vulkanischen Erscheinungen und Erdbeben, die aus verhäitnißmäßig be-schränkten Räumen neues Land erstehen oder bestehendes versinken lassen, die Verhältnisse vonLand ■ — - . - ...

^eichmüßig vor sich gehende Veränderung macht allerdings nach gewöhnlichen Zeitbegriffen äußerstFortschritte; so würde z. B. das nördliche Schweden, wenn man seine Bewegung als^'chmäßig betrachtet, sich seit etwa 8000 Jahren um 320 Fuß gehoben haben, und eine nochdgere Zeit würde vergehen, ehe der Bottnische Meerbusen trocken gelegt wäre; aber selbst solcheErträume erscheinen verschwindend klein, wenn wir sie mit den Perioden vergleichen, welche zur°ung mächtiger Flötzschichten erforderlich gewesen sein müssen.

^ das Meer eine zusammenhängende Wassermasse bildet, so muß auch im allgemeinen seine^Erstäche in gleichem Niveau stehen. Dies schließt natürlich nicht aus, daß lokale VerhältnisseUnterschiede bewirken können, indem z. B. in eng eingeschlossenen Meeren, wie das Mittel-iw Meer und die Ostsee, stärkere Verdunstung oder ein dieselbe übersteigender Wasserzufluß,tz "feingeschnittenen Meerbusen die vorherrschende Windrichtung u. s. w. eine durchschnittlichehc^^drigung oder Erhöhung gegen den Wasserspiegel des Oceans hervorbringen können. Ueber-bet ^ ^ a . nn 1'kch die Niveaugleichheit nur auf den mittlern Wasserstand der Meere beziehen; dennist an demselben Orte je nach Ebbe und Flut, nach den gerade herrschenden Windenjij Strömungen, ja nach dem wechselnden Barometerstände die Höhe des Meeresspiegels ver-ta? tn ' aiwr dieser mittlere Meeresspiegel in allen offenen Meeren wesentlich gleiche Höhei>ezi nicht blos theoretische Betrachtungen, sondern auch directe Messungen, und mit Recht

man daher alle Höhenmessungen auf diesen gemeinsamen Nullpunkt und bezeichnet sie alsi>t nT 1 ® en iiber den Meeresspiegel. Wie tief der Meeresboden sich unter denselben hinabsenkt,w- 7 nicht mit Zuverlässigkeit bekannt. Nach einer früher ziemlich verbreiteten Meinung, dieW 1 von den alexandrinischen Philosophen stammt, sollte die Tiefe des Meeres ungefähr<jj e Höhe der Berge gleichkommen. Diese übrigens wol nur der Phantasie und nicht irgendwelchen^°?vchtungen entnommene Vermuthung scheint sich nicht zu bestätigen. Allerdings sind die^mungen großer Tiefen mit bedeutenden Schwierigkeiten verknüpft, da der Zeitpunkt, wo deran b * schwere Körper den Grund erreicht, sich nicht unmittelbar dadurch ergibt, daß die Schnur,'An 61 er befestigt ist, aufhört abzulaufen, sondern diese infolge der verschiedenen Meeresströmungeniiltxr^' weiter abgewickelt wird, und es sind daher häufig Täuschungen vorgekommen, sodaß diek^^^vgaben, nach denen zum Theil selbst bei 50000 Fuß kein Grund gefunden sein sollte,,der ertrauen verdienen. Nach Maury, der die sichere Methode angegeben hat, unter Beobachtung^nehmender Tiefe beständig wachsenden Zeiträume, in denen die versenkte Kugel gleichebei ®^ nur abwickelt, den Zeitpunkt, wo sie zu Boden gesunken ist, daraus zu erkennen,lz.-...^ fernere Abwickelung mit gleichmäßiger Geschwindigkeit erfolgt, sollen die tiefsten zuver-iisch^^" Messungen nicht über 25000 Fuß ergeben haben, eine Tiefe, die im nördlichen Atlan-Ö (e j cestn zwischendem 35. und 40. Breitengrade gefunden ist; Ringgold will dagegen im Stillenbei^48000 Fuß, Denham im südlichen Atlantischen Meere bei 43467 Fuß Grund gefundent^r Abstand zwischen diesen Tiefen und den höchsten Gipfeln des Himalaja beträgt übertzrzc . and es würden demnach die größten Niveauunterschiede der festen Erdrinde zu derdxx ^Erde in ungefähr gleichem Verhältnisse stehen wie die höchsten Berge des Mondes zue ' Ca Weltkörpers, auf welchem bekanntlich die Unebenheiten der Oberfläche nicht, wie bei

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und Meer noch immer der Veränderung fähig sind. Diese ohne Erschütterung, sanft und