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Meer
uns, durch eine Wasserbedeckung theilweise verhüllt werden. So ungeheuere Tiefenindessen nur in den großen Oceanen; die Binnenmeere und überhaupt die Meere in der Amder Küsten sind stets bedeutend seichter. So ist der Mexicanische Meerbusen höchstens 5 — 600 /das Mittelländische Meer an der tiefsten Stelle nur 4800 Fuß tief; selbst quer durch den Atlawtischen Ocean, vom Cap Race in Neufundland bis Cap Clear in Irland, zieht sich eine Erhöhn"^hin, das sogenannte Telegraphenplateau, die nirgends über 10'—12000 Fuß Tiefe zeigt.weit seichter als diese immer noch ansehnlich tiefen Meerestheile sind die Nordsee und die Osti^Die Ostsee ist in der Mitte durchschnittlich 180—240 Fuß tief und erreicht nur zwischen Gothlan^und Windau eine Tiefe von 840 Fuß. Die Nordsee ist im Süden am seichtesten, in der Sk'Evon Calais nur 156 Fuß tief, und vertieft sich sehr allmählich nach Norden zu, bis sie zwiD'den Shetlandsinseln und Bergen eine Tiefe von 840 Fuß zeigt; fast durch ihre ganze Länge ziem"sich in der Mitte Bänke hin, die nur mit 100—180 Fuß Wasser bedeckt sind. Die geringe Tmdieser Meere, welche ein Durchscheinen des Grundes gestattet, ist auch die Ursache, daß sietheils grünlich gefärbt erscheinen, während die Farbe der tiefen Meere blau ist. Ueber die 8 ar 1des Meeres sowie darüber, ob sie ihm eigenthümlich sei oder nur von der Reflexion des blaueHimmels herrühre, existiren übrigens die verschiedensten Angaben; indessen ist es jetzt wol außZweifel, daß klares Wasser und zwar nicht blos Meerwasser, sondern auch süßes Wasser in gramMassen blau erscheint. Diese Farbe aber als Ultramarinblau zu bezeichnen, wie es meistensschielst, möchte nicht ganz richtig fein; im reflertirten Lichte erscheint die Oberfläche des Ocea"-schwärzlichblau, im durchfallenden Lichte dagegen rein blau und zwar letzteres bei völlig bedeckteHimmel und sturmgepeitschter See, wie man leicht bemerken kann, wenn man Gelegenheit dar-unter solchen Umständen durch eine tief ins Wasser eintauchende Röhre zu blicken; diese demnagewiß dem Wasser eigenthümliche Farbe ist übrigens ebenfalls nicht röthliches Ultramarinbla -sondern reines Himmelblau. Außer dieser allgemeinen Wasserfarbe können dem Meere noch^rst.besondere Umstände an einzelnen Stellen die verschiedenartigsten Farben ertheilt werden. 'z. B. das Gelbe Meer an der chinesischen Küste durch einen gelblichen Schlamm gefärbt. ÄlsUrsache einer grünen Farbe im Polarmeer fand man eine zahllose Menge gelblicher Medust''Rothe Streifen und Flecken werden durch Algen, braune, milchweiße, rothe Färbungen durch ^schiedenartige kleine Thierchen hervorgebracht. Auf ähnliche Ursachen ist auch eins der schön! cPhänomene, das Leuchten des Meeres, zurückzuführen, welches ebenfalls wahrscheinlich itt*" 1durch die Gegenwart kleiner leuchtender Seethierchen hervorgerufen wird, deren größere oder 3ringere Menge zum Theil die verschiedenen Grade bedingen mag, in denen diese Erscheinung 11 ,,tritt. Man hat zwar versucht, verschiedene Arten des Leuchten» aufzustellen, je nachdem nur ^durch einen festen Körper bewegte Oberfläche des Meeres oder die ganze Meeresfläche oder auß^dem noch das Wasser bis zu einer gewissen Tiefe hinab leuchtet, und hat für jede dieserverschiedene, zum Theil recht abenteuerliche Erklärungen zu geben versucht, bei denen nattist^„Elektricität" und „Phosphorwasserstoff" eine große Rolle spielen; diese ganze Eintheilung ersch^.indessen sehr willkürlich und wird kaum in der Natur der Sache begründet sein; jedenfalls fielst ffest, daß nicht blos bei der letzten Art des Leuchtens, für die schon Förster es nachgewiesen lst' 'sondern auch bei den beiden ersten leuchtende Thierchen die gewöhnliche, wo nicht die einzige 1fache sind; die Unterschiede in der Erscheinung mögen theils in der Artverschiedenheit der Tb>f^theils darin begründet sein, daß sie, ähnlich wie die leuchtenden Landthiere, willkürlich ihr * l ( ,verstärken und schwächen können. Daß sie letztere Eigenschaft besitzen, scheint schon daraus dvorzugehen, daß in einem Eimer geschöpftes Master, welches in der Ruhe zu leuchten aufgH^hat, durch Umrühren wieder zur Lichtentwickelung gebracht werden kann. Man kennt bereits " .100 Arten leuchtender Thierchen. der Nordsee soll das Leuchten hauptsächlich von der no cluca miliaris ausgehen, welche etwa die Größe eines kleinen Stecknadelknopfes besitzt. , .
Der Salzgehalt des Meerwassers besteht aus Chlornatrium, Chlormagnesium, ChlorcalcinChlorkalium, den schwefelsauren Salzen von Natron, Magnesia und Kalk, den kohlensauren Sa ^von Kalk, Magnesia, Eisenoxydul und Manganoxydul, phosphorsaurem Kalk, Brommaguest^ ,,Kieselsäure und Spuren von Jodmagnesium und Fluorverbindungen. Außerdem hat man äupgeringe Spuren von Silber, Kupfer, Blei, Arsenik darin nachzuweisen vermocht. Ueberhaupt lsich annehmen, daß alle Elemente, sofern sie nur mit den Bestandtheilen des Meerwasters lös KVerbindungen geben, sich darin gelöst finden. Je mehr also die Hülfsmittel der Analyst Lsteigern, desto mehr derselben wird man darin entdecken können. Der Menge nach ist unter ,Salzen das Chlornatrium bei weitem überwiegend; es beträgt immer mehr als zwei DritteGesammtsumme. Diese letztere beträgt durchschnittlich etwa 3 y a Proc.; sie ist jedoch ebenso v> e