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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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471
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Meerkohl Meerlattich 471

Meerkohl. Die Gattung Crambe L. gehört unter die Kreuzblütler und schließt sich an denettich an. Das Schötchen ist zweigliederig und löst sich in zwei geschlossen bleibende Hälften.>e untere ist kleiner, stielförmig, unfruchtbar, die obere kugelig, einsamig. Der Same hängt,° n einem langen Knospenträger herab, welcher bodenständig ist. Die Samenlappen sind ge-laltet, die Würzelchen rückenständig. Die Arten gehören besonders dem mittelländischen Gebiet an

und sind Kräuter oder Stau-den mit verzweigten weißblü-tigen Trauben. 0. maritimaL., der gemeine Meerkohl, istein ausdauerndes Gewächs.Der Wurzelstock ist vielköpfigund treibt auch Ausläufer.Die grundständigen Blättersind gestielt, rundlich, wellen-randig und gelappt, auch ge-zähnt, von fast fleischigemGefüge und stark seegrün.Der Stengel ist nach obenrispig verzweigt, unten trägter kurz gestielte bis sitzendeBlätter, deren oberste zungigund ganzrandig. Die längernStaubgefäße sind gabelig.Die ganze Pflanze ist kahl.Die Heimat ist besonders anden Klüften der nordischeneuropäischen Seen und desAtlantischen Ocean. DerMeerkohl wird als Gemüsevielfach genossen und reiht sich: dem Kohlrabi an. Besonders

gebleichte Schosse sind beliebt. Man bereitet sehr gute Suppen aus ihm. In England wirdbiet getrieben. Die im Februar gesäeten Pflanzen werden im November aller Blätter beraubt,an hat ihn in Abständen von je 3 Fuß reihenweise gepflanzt. Man schüttet etwas ungelöschten Kalk> und um sie, zur Tödtung der Schnecken. Nun wird je ein 2 Fuß breiter Graben zwischen je zwei°chen so gezogen, daß man die Spitze der Pflanze sechs Zoll hoch decken kann. Auch setzt man

Der gemeine Meerkohl (Crambe maritima).

gern Ti

Töpfe auf die Pflanzen. Die Gräben füllt man mit Mist oder Laub und deckt mindestens<2 Fuß über den Kronen auf. Schon zu Weihnachten hat man frische Blätter. ZurCultur ist die Aussaat von frischen Samen junger Pflanzen zu besorgen. Die Pflänzchen pflanztnachdem sie aufgegangen, in leichten Boden in Abständen von je 2 Fuß nach allen Rich-tungen. Man benutzt dann diese Pflanzungen, die man auch durch Wurzelschoffe erlangen kann,erft >m dritten Jahre Wir bilden unter a einen Stengelgipfel und ein unteres Blatt m l (4"sicher Größe ab; b ist eine Blüte ohne Kelch und ohne Blume, o eine Frucht, beides vier-vergrößert, d ein Same im Querschnitt, sechsmal vergrößert. Eine andere Art ist G.! atar ia Jacq., der spitzblätterige Meerkohl. Derselbe hat eine verzweigte Wurzel, welche sehr an'e des Meerrettichs erinnert. Die Blätter sind mehrfach fiederspaltig bis fiederthemg und in derAtzend mit viel steifen Haaren besetzt. Sie sind schön grün und sehr starr. Die obern werdenürer weniger zusammengesetzt, die obersten sind einfach fiederspaltig. Die Blütenstände find stark""zweigt, die Blüten aber kleiner. Die Art wächst zunächst bei Cceiz in Mähren, von dagdht sie aach Osteuropa, wo sie in vielen Gebieten häufig ist. Die Wurzel schmeckt mild. Man,"«tet aus ihr in Ungarn Salat, wie bei uns Sellerie- und Kartoffelsalat, auch wird sie eben-als. das Laubwerk gekocht. Man glaubt, die Obara Caesaris, aus der Cäsar's Legionäre'"achten, sei diese Pflanze gewesen.

sä., Meerlattich. Die Algengattung Ulva (L.) Ktz. hat ein blattig ausgebreitetes, etwas^leimiges Lager, das am Grunde befestigt ist. Es besteht aus einer einzigen Zellcnlage, unddiesen entfalten später einzelne Sporen, welche tetraedrisch sind, wie bei der ganzen GruppeC "lvaceen. U. latissima L., der gemeine Meerlattich, bildet eine hellgrüne, dünne, läng-