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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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472 Meerrettich

liche oder rundliche, vielfach aber entfernt saftige Masse. Im spätern Alter ist sie oft durch-löchert. Eine andere Art, U. Lactuca L., ist viel kleiner, dicker und zerschlitzt. Beide sind >

unsern Bleeren gemein. Die

Der gemeine Meerlattich (Ulva latissima).

Altengegen Ent°

benutztm sie als Mittel ^zündung, auch werden beide Arten »und zu von Küstenbewohncrn gegessen-Wir bilden die erstere Art in % tiatür*sicher Grösse ab.

Meerrettich. Die Gattung Ar-moracia Rupp. gehört unter die Er»'eiferen, Siliculosae latiseptae. ~ crKelch ist gleichmässig. Die Blumen-blätter sind länglich und genagelt.Staubfäden haben keine Zähne. DaSchötchen ist länglich - spindelig oderbirncnförmig, über die Klappen netz'aderig ohne Hauptnerven. Samen fin°den sich in jeder Hälfte 4 —10. ® ,e ‘selben sind gedrückt kugelig und festemwurzelig. A. rusticana Fl. Wett. '1der „gemeine" Meerrettich. Diese Bezeichnung bedeutet Pferderettich, während der Name Meer-rettich nach einigen Autoren nur verstümmelt ist. In slawischen Ländern heisst er auch Kren-Der Wurzelstock ist langwalzig, innen weiss, aussen dunkelbräunlich, unten verzweigt, oben viel-köpfig. Er steht tief und lvthrecht in der Erde. Der Stengel erreicht die Höhe von 2 Fußist oben, wenn er blübt, in viele Zweige getheilt. Die zablreichcn Wurzclblätter sind lang-

gestielt. Ihre Platte >!keillänglich und stumpf ^spitzt. Der ganze Rand >!buchtig, fiederlappig,Läppchen sind zungigausgerandct. Ost ist lt *Rand noch überdies n'e'lig. Die stengelftändl^^Blätter sind theils k»r)-gestielt, theils silst'^'eilänglich bis lineal u»stumpf gespitzt, die obersteunversehrt, die übrige»fiedertbcilig oder fieder-schnittig. Die Traube»meist rispig zusamme»'gesetzt und vielblütig-Kelchblätter sind längst"und stumpf, ein wen'Sgerollt. Die BlumenblKter sind weiß und et»'»zweimal so lang.Schötchen entwickeln J'nur höchst selten, sie I>»birnenförmig. Jetzt wää>die Pflanze auf feuä^Wiesen, im Weideng^strüpp der Flussränder,»Gräben und sonst "

größten Theile Europas. Das wirkliche Vaterland ist die europäische Türkei, Südrussla» 'vielleicht auch Nordrussland nebst Finnland. Die Blütezeit fällt Ende Frühling. Der Mecrretst^wird sehr allgemein cultivirt, allein es scheint die eigenthümliche Feinheit des Aroms, die 11,1

Der gemeine Meerrettich (Ansoraria rusticana)«