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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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473
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Meerschaum Meerschweinchen 473

gewissen Süßigkeit gepaart ist, nicht durch Cultur, sondern durch Bodenverhältnisse bedingtleiit' 11 ^ u * tuc gelbst wird durch die ungeheuere Productionsfähigkeit des Gewächses er-st« 1 ' ^^es aus den dünnsten Wurzelsasern Adventivknospen bildet, vermöge deren es sich"ah h n}t u " 6 kaum auszurotten ist, wo es einmal wuchs. Man gebe nur Erde, welche feucht,^ drhast, tief gelockert, aber ja nicht frisch gedüngt ist. Man bewahrt im Winter die Nebcnwurzelnd^uptwurzelstange. Im Frühling reinigt man sie und steckt sie schräg in die Erde in Abstün-von 2 Fuß, nachdem man mit dem Pflanzer Löcher vorgegraben hat. Im Sommersch^E man die Wurzeln zu entblößen und die Seitenwurzeln bis aus die untersten zu ver-leiden. Man nennt dies das Heben. Der Meerrettich ist jedenfalls die beißendste und schärfstei^er Cruciseren. Man bat die Wurzel als Zuthat zu Speisen, besonders zu Rindfleisch, sehr gernbi[h° leten legenden. Ab und zu wird sie bei Skorbut und träger Verdauung verordnet. Wirqj en Unter u einen Stengel ab, b ist ein Wurzclblatt, c eine Wurzel, alles in l /. l natürlicher|} c ' d ist ein Blumenblatt, 3 / a maI vergrößert, e ein Schötchen, f ein solches mit einer ab-bie~ cncn klappe, beides in natürlicher Größe, g eine Scheidewand nebst dem Rahmen, an demHainen, zweimal vergrößert, h ein Same, sechsmal vergrößert, 1 derselbe durchschnitten.t • c Zubereitung des Meerrettichs für den Haushalt geschieht auf folgende Arten: Meer-^ kich mit Fleischbrühe. Man schabt den Meerrettich, reibt ihn dann aus einem Reibeisen$ "was altbackenes Weißbrot dahinterher, gibt beides in ein Kafserol, in welchem man etwas^ at werden lasten, füllt Fleischbrühe daraus, reibt etwas Muskatnuß daran, läßtjjj »u einem dicken Plus einkochen und gibt ihn zu Rindfleisch, Pökelfleisch, Würsten u. dgl. —[ ö - e * cr *ttid> in Milch. Der Meerrettich wird geschabt und dann gerieben, mit einem Eß-3uct k* ncm Mehl, einer Hand voll abgeschälten und gestoßenen süßen Mandeln und etwas3 ^ 1 vermengt, mit etwas Milch angerührt, unter beständigem Umrühren aufgekocht und zu'udslcisch gegeben. — Meerrettichsalat. Plan schabt und reibt den Meerrettich und gibt ihn^istg, Lei, Pfeffer und Salz vermischt auf den Tisch.lij> ^ wedicinische Verwendung des Plecrrettichs beschränkt sich jetzt nur auf seinen äußer-«t/ 1 ' ^brauch als Hautreiz, ähnlich dem Sensteige. Es wird die frischgeriebene Wurzel mitt,® 8 ^ a fi ec oder, um die Wirkung zu verstärken, mit Essig zu einem dicken Brei angerührtda» auf die betreffende Hautstclle gelegt. Früher ward der Meerrettich auch innerlich bei Ver-"Ngsbeschwerdcn, Wastersucht u. s. w. empfohlen,stick, Meerschaum ist ein wasserhaltiges Magnesiasilicat, das seiner äußerst

<Ui« CU . lml3 keckern Beschaffenheit und seiner weißen Farbe seinen Namen verdankt. Es besteht% Atomen Magnesia, .Kieselsäure uud Master (Mg0, SiO 3 -f- IIÜ) oder etwa 61 Proc.Ii(i,e Ute ' 27 Proc. Magnesia und 12 Proc. Master. Er findet sich besonders und in vorzüg-i>ek, ^?ke i" tct Levante, aber auch in Griechenland, Nordasrika, der Krim u. s. w. Er gibtkz^.""ilich das Material zu mancherlei Schnitzarbeiten sowie namentlich zu den beliebten Pfeifen-h*a» ' Eine dem Meerschaum einigermaßen ähnliche Plaste soll man durch Anrühren von ge-">i> vder koblcnsaurer Aiagnesia mit Wasserglaslösuug und Auswaschcn der erhärteten MasseLaster erhalten.

c>ni ^"trschwailllll. Früher ward der gebrannte Meerschwamm (s. Badeschwamm) auch medi-verwandt und in eben den Fällen innerlich gegeben, wo man jetzt das Jod (s. d.) be->ckk gibt man diesem den Vorzug. In der Chirurgie und Geburtsbülfe kommt der Meer-als sogenannter Preßschwamm zur Erweitening von Fistelgängen, des Muttermundesd«r ^übgeburtcn einzuleiten oder Operationen im Uterus, wie Polypenausschneidungen u. s. w.,l,^^H«bi»en) u. s. w. nicht selten in Gebrauch. Er wird zu diesem Zwecke vermittelst Bindfaden-t^'ckelungen in konischer Form zusammengepreßt und getrocknet. Werden solche Kegel sodann in«uf ^^stiungcn geschoben, so quellen sie unter dem Einfluß der daselbst befindlichen Feuchtigkeiterweitern so dieselben. Gut getrockneter und möglichst feiner schwamm kann auch als^ ^vnbes Piittel diene»; man legt entsprechend große Stücke auf die blutenden Stellen undJ ,e etwas an; sie saugen sich bald voll Blut und kleben fest, wodurch leichtere Blutungen^kehen gebracht werden.

^ . bkschwkillchtll (Cavia eobaya, s. d. Abb.). Ein kleines, niedliches Nagethier, welchestj, ^"damerika zu uns eingeführt wurde und zu der Familie der Halbbufer (Cavida) gehört,'He ^roße häutige Ohren, sehr kleinen Schwanz, nackte Sohlen, straffe Haare und be-

k>urch die breiten, fast hufartigen Rägel an ihren Füßen, die nicht zum Ergreifen dienen", »ud die fehlenden Schlüsselbeine vor den übrigen Nagcthieren auszeichnen.v"i Schweine hat es nur die Stimme, die einigermaßen der eines Ferkels gleicht; Meer-