474 Meerzwiebel Mehl
schweinchen heißt es, weil es über das Meer gebracht wurde, denn im übrigen ist esLandthier. Ein niedliches harmloses Thierchen mit großen Ohren, ohne Schwanz, das siwallen Arten von saftigen Kräutern, Blättern und Küchenabfällen leicht ernähren läßt, stets " ul ''
gelaunt umherhüpft und eine erstaunstFruchtbarkeit besitzt. Die Begattung 8*^nämlich gewöhnlich unmittelbar nach der 'burt der Jungen, und da das Wew.nur zwei Monate trägt, so wirst es füm ^im Jahre Junge, die schon nach sechsteil selbst fortpflanzungssähig sind, sodaß
Vermehrung ungeheuer sein würde
wäre"
Das Meerschweinchen.
nicht die Thiere ziemlich empfindlich 0Kälte und Feuchtigkeit. »
Lebendiges Spielzeug für Kinder,weder nützlich noch schädlich. Bemerk^
werth ist übrigens, daß das Meerschwein auch in Südamerika nur als Hausthier vorkoMund keine wilde Art bekannt ist, von der es mit Bestimmtheit abgeleitet werden könnte. _
Meerzwiebel. Unter die Liliaceen gehört die Gatt"Urginea Steinli. Die Blütenhülle ist tief sechstheilig, all ~t (breitet und ohne Nektargrube. Die Staubgefäße sind am Gru ^derselben eingefügt, mit pfriemlichen Fäden und rückenständüBeuteln. Der Griffel ist einfach. Die Narbe stumpf. Diekantige Kapsel hat auf ihrem Scheitel drei Nektargruben. ^wenigen Samen sind stark gedrückt. U. Scilla Steinh. (maritima) L. ist die gemeine Meerzwiebel. Die Zwiebeldie Größe eines Kinderkopfes und besteht aus dicht auscina"^liegenden fleischigen Schuppen, von denen die mittlern röteDie äußern braun, die innersten weißlichroth. Die Blätterneu erst nach der Blüte, erreichen die Länge von mehr als 1 #
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und die Breite eines Drittelfußes. Sie sind tief seegrün-Blütenstiel wird 2, selbst über 2 Fuß hoch und trügt eineTraube weißer, kleinerMüten mit grünen Mittelnerven der 4"‘blätter. Die Deckblätter sind zugespitzt lineal. Die Pflanze w" ^im sandigen Meeresufer im mittelländischen Gebiete hier und jblüht aber im allgemeinen gar spärlich im Herbste. Sie ist of ^uns in Cultur. Man gebe ihr einen leichten, nahrhaften B ^und verpflanze sie nicht zu oft. Die Leute pflegen dissin sich zusammenzurollen und mit Fäden zu umbinden, ^ganz abscheulich aussieht. Die Zwiebel riecht frisch schE
schmeckt widrig und bitter. Sie erregt Thränen und zieht $ ' ,auf der Haut. Im getrockneten Zustande wird sie milder,pflegt sie zum medicinischen Gebrauch in der Wärme zuoder man hat in Brotteig eingeschlagene, im Backofen ^Zwiebeln, oder man legt die Zwiebeln in den Keller oderdie Schuppen, rothgelbe bis weißgelbe, zähe Stücke, an 2«an. Sie enthalten einen scharfen Stoss, das Sciltitin.fördert die Secretion. Mittle Gaben wirken brechencrEgrößere sind ganz giftig. Wir bilden eine blühende Pfln"»r/g natürlicher Größe ab, dahinter ein Blatt. ul tt
Mehl. Das Mehl besteht aus den feingepulverten ^meistens auch von den Hülsen wenigstens theilweise bcftrGetreidekörnern. Wenn es sonach auch alle Bestandtheile der!^ ^enthält, so ist doch, wie bereits in den Art. Brot und tI .wähnt wurde, das Verhältniß derselben sehr bedeutend veraKönnte man die Hülsen von dem innern Kern vollständig sondern, so müßte offenbar,selben nur aus unverdaulicher Holzfaser bestehen, das Mehl an Nahrhaftigkeit überreine solche vollständige Trennung ist jedoch nicht zu erreichen, und man muß sich bah
Die gemeine Meerzwiebel(Urginea Scilla).