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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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481
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' *• Kops der Blau-Meise.

Meise Meisterwurz 481

dieise (Parus), Kleine, kecke, muthige Singvogel mit kurzem, starkem, scharfschneidigemHnabel, der demjenigen des Finken am nächsten kommt (Fig. 1). Die Federn sind zart, fast"bärtig, mie zerschlissen am Leibe, die Füße kurz, kräftig, der Schwanz meist lang, die Flügelkurz, die fünfte, seltener die vierte Schwinge die längste, die Zehenbis auf den Grund getheilt, mit großen, scharfen und krummen Klauenversehen.

Die Gattung der Meisen ist sehr zahlreich und im gemäßigten Europaallein zählen wir über ein Dutzend Arten. Es sind gesellige, aber sehrzänkische Vogel, die mit vielem Muthe andere Singvogel, selbst solche,die größer sind, anfallen und ihnen den Schädel aufhacken, um das Ge-hirn herauszupicken, meist von Insekten, Käfern, Raupen und andermUngeziefer leben, aber auch Samen nicht verschmähen, schnell schnurrend, ", zu Baum fliegen und äußerst gewandt in Acsteu und Zweigen klettern. Sie brütenbnnal im Jahre, jedesmal 8 —12 Eier, und einige von ihnen sind Standvögel, welche dasn ä e Jahr bleiben. Im ganzen nützliche Vögel, die durch Vertilgung schädlicher Insekten, be-sonders der Raupennester, viel Gutes thun und sich ihres mun-tern Betragens und schönen Gefieders wegen ganz zu Stuben-vögeln eignen.

Unter den bei uns vorkommenden Arten erwähnen mir be-sonders die Kohlmeise (Purus major, Fig. 2). Die größteArt, 6 Zoll lang, oben grün, unten grüngelb und gelb mit schwar-zem Kopf, Scheitel und Gurgel, die besonders in Obstgärten sichgern aufhält und weit zänkischer und mörderischer ist als dieübrigen Arten; die Blaumeise (P. caeruleus), mit blauenFlügeln und Schwanz, grünem Rücken und gelbem Bauche, diebesonders.durch Vertilgung der Raupennester im Winter sich Ver-dienste erwirbt; die Schwanzmeise (P. eauäubus), mit sehrlangem Schwanz, dickem, rundem Kopf und Körper, die in trocke-nem Gebüsche ein äußerst kunstvolles Netz in Flaschenform ausMoos, Haaren und Federn zusammenflechtet, aber sich nicht in Gefangenschaft halten^ Bartmeise (P. biarmicus), die im Schilf und Röhricht lebt, der vorigen an Kunst

des Nestbaues nichts nach-gibt und deren Männchenau der Kehle einen steifen,schwarzen, bartähnlichcnFederanhang trägt, wes-halb es häufig als Stuben-vogel gehalten wird.

Meisterwurz. DieGattung Peucedanum L.ist den Umbelliferen zu-zurechnen. Der Kelchsaumist wenig oder nicht ent-wickelt. Die Blumenblättersind keilig, an der Spitzeganz oder etwas ausgeran-det mit einer eingebogenenSpitze. Die Frucht ist vomRücken her niedergedrückt.Jede Hälfte hat fünf Jochein gleichen Abständen, diemittlern find ganz niedrig,die seitlichen breitern bildenden Rand und stoßen engzusammen mit den benach-

. -die gemeine Meisterwurz (Peucedanum Ostruthium), harten. In den Dhälern

° Und Familien-Lexikon. V. Z1

Halme»

läßt-

Die Kohlmeiseinajor). *