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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Melaphyr Melde

finden sich 1—3 Oelstriemcn. Auf der innern Fläche, der Commissuralslächc 2—4 OplstriemcmDer Fruchtträger ist zweitheilig. Der Same planconvex. Die Arten find ausdauernde Staudenmit höchst verschiedenem Blattbau. P. Ostruthium K. (Imperatoria Ostruthium L.) ist tiegemeine Meisterwurz. Sie hat einen dicken, knotigen, verzweigten, vielköpfigen Wurzelstock, derlang binkriecht. Die Stengel sind meist nur 2 Fuß hoch, werden aber auch höher. Sie s'" 6rundlich und mit feinen Linien besetzt. Die untersten Blätter sind lang und rinnig gestielt, drei-mal dreizählig, scharf doppelt-sägczähnig. Die stengelständigen Blätter sitzen auf hlafig autlst-triebenen Scheiden und find einfach dreizählig. Die Abtheilungen länglich, die endständigendreilappig. Die Dolden sind sehr groß und vielstrahlig. Eine allgemeine Hülle ist nicht da, * lCDoldchen aber haben kleine borstige Hüllchen. Die Blumen sind weiß. Die Frucht ist gelbbraun-Die Thäler einstriemig. Der Wurzelstock ist die Meisterwurzel der Officin. Man sammelt pvon mehrjährigen stocken im ersten Frühling. Sie enthalten dann einen weißen, milchigen «ust-Sie riechen sehr stark aromatisch, wie Angelicawurzel, schmecken beißend und ziehen Speichel'sie sind fingerdick, bis 8 Zoll lang, gebogen, oft ästig, wulstig und gedrückt, geringelt, ruwzelig, innen hell strohgelb mit zahllosen gelben Harzbehältern. Das Harz hält sich, ebenso wie b"der Angelica, viele Jahre halb flüssig. Die Drogue, Radix Imperatoriae albae, Radix 0=t rUthii, Radix Astrutii, die Kaiserwurz oder Ostranzwurz, ist ein reizendes Mittel, welches beson-ders auf die Verdauung wirkt und von Menschen- und Thierärzten angewendet wird. p. 11bilden unter a einen Stcngelgipsel, unter b ein SBuvjdblatt, beides in J / 3 natürlicher 6#ab; c ist eine Blüte, d eine Fruchthälftc, beides fünfmal vergrößert, e letztere im Durchsck"P'Melaphyr. Diese Benennung führte A. Brongniart für gewisse schwarze eruptive Gesten^

ein, welche sich vorn Basalt besonders dadurch unterscheiden, daß sie keinen Olivin en

tbaltt"

setzt

Brongniart vermuthete, daß dieselben wesentlich aus Fcldspath und Amphybol zusammenil^^,seien, doch war es zu jener Zeit (1813) noch nicht möglich, Amphybol und Pyroren in ^steiusgemengen bestimmt voneinander zu unterscheiden. Allgemeinere Verbreitung erhielt ^Name Melaphyr erst durch Leopold von Buch, welcher dazu die schwarzen EruptivgesteineFassathals in Südtirol, des Thüringerwaldes, des Harzes u. s. w. rechnete, vonvoraussetzte, daß sie viel Augit enthielten, und welcher zugleich die Hypothese aufstellte, datz ^Melaphyr die Hauptursache sehr vieler Gebirgserhebungen und zugleich der UmwandlungKalksteins in Dolomit sei. Diese Hypothese ist zwar später als durchaus unrichtig erkannt wor ‘aber die Benennung Melaphyr hat unter den Geologen so viel Anklang gefunden, daß ,m Vi l frBuch's Abhandlungen darüber sehr vielerlei, ja fast alle ihrer Zusammensetzung nach terkennbaren schwarzen oder dunkeln Eruptivgesteine dazu gerechnet hat. Vieles davon gR ^offenbar als undeutlicher Mengungszustand zum Diabas, Diorit und Glimmerporphyrit,vielleicht auch zum Basalt, und es ist noch sehr fraglich, ob, wenn man alles, was sich als BaN^an andere Gesteine anreihen läßt, davon abrechnet, noch irgendein selbständiges Gesteinphyr übrig bleibt. Selbst die Melaphyre des Fassathals bezeichnet neuerlich von Richthofcn 9 1tentheils als Augitpcrphyrc und behältMur für wenige derselben, welche Hornblende im Gcmenthalten, die Benennung Melaphyr bei. . _

Unter diesen Umständen dürfte die Benennung Melaphyr jetzt eigentlich nur noch ei» -l? ^mittet sein, um dunkle, undeutlich gemengte Eruptivgesteine einstweilen ganz allgemein dazu bezeichnen, bis es möglich wird, sieCharakreristisch ist es für alle diese

fpath, Achat u. s. w. erfüllte Blascnräume enthalten und dadurch zu den MandclsteinenÄteldc (Lbenopodlurn R.). Der Charakter dieser Gattung ist in dem Art. Jes—nachzulesen. Die Abtheilung der Gänsefüße (Pes auaeriuus) hat Stengel, Blätter nndmit einem Mehlstaube von eigenthümlichen, sich zuletzt abschilfernden, rundlichen ZellenDie gemeinste Art, die Weißmelde, 0. album L., ist ein einjähriges Gewächs, mit rundn -oft sparrig verziveigtem Stengel. Die gestielten Blätter sind rautig - eiförmig, ausgefressess^zähnt, andere ganz, die Knäuel sind fast blattlos, die Samen glatt nnd glänzend. Das C.Linue's ist nur eine Abart. Diese Melde ist überall ein gemeines Unkraut. Die Samen 1 ^ein grützarliges Gemüse geben. Man kann die Blätter auch wie Spinat zubereiten und 1Arme sie hier und da genießen. 0. olidum Sm„ die Stinkmelde, Bocksmelde, ist ein kleines,gestrecktes, einjähriges Kraut, ausgezeichnet durch rautig-eiförmige, ganz unversehrte,

Blätter und kurze, gedrungene Blütenknäuel ohne Blätter. Die Samen sind sehr sein V uDiese Art wächst überall bei uns auf Tüngerstätten u. s. w. Man benutzte sie ehedem g

irgendeinem genauer erkannten Gesteine zuzurechnen-^ ^schwarzen Gesteine, daß sie sehr oft mit Zevlith, ^