Buch 
5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
Entstehung
Seite
484
JPEG-Download
 

484 Melisse ’ Melone

als die Flügel, diese länger als der Kiel. Die ganze Blume ist gelb oder weißlichgelb. ^Hülse ist kahl, kurz gestielt, eiförmig, kurz zugespitzt, runzelig-netzig, mit 1—2 S‘ aSamen. Das Gewächs ist in fast ganz Europa an feuchten Flußufern, auf Wiesen, Ackerramzu finden. Die Blutenstände, summitates oder Flores Meliloti, haben einen sehr starken, 11verwüstlichen Geruch. Man benutzt sie jetzt noch zu Umschlägen und Pflastern, auch gehören nMelilotenblüten zu den Geheimmitteln, aus denen man Saucen bereitet, um dem vaterländsiwTaback das Arom des importirten mitzutheilen. Es soll aber zu dem Genuß ein starkes Nervs'system nöthig sein. Alle Arten der Gattung kann man bei der Bereitung des SchabziegerkM 'verwenden, indessen benutzt man in der Schweiz wesentlich diese Art und M. coerulea. M- a \Lam. hat weiße Blume, die Flügel so lang wie der Kiel, verkehrt-eiförmige Früchte.sie neuerlich dem Landwirthe als Futterkraut empfohlen. M. coerulea L. ist einjährig,Stengel ist meist einfach, selten verzweigt, rührig, eckig, sein und spärlich behaart. »Die^nlsiBlättchen sind oval, gezähnt. Die Nebenblätter lanzettlich, unten mit Zähnchen; die Tranfind gedrängt, walzig, erst rundlich. Die Blume Wasserblau, die Früchte länglich mitzweisamig. Diese Art gehört dem südlichsten Mediterrangebiete an. Man brauchte das in Euro!an vielen Orten gebaute, überaus stark riechende Kraut als Herba aegyptiaca oder B® r ' tTrifolii coerulei. Wir bilden unter a von M. officinalis den obern, unter 1) den untern irhen 1Pflanze ab; c ist eine dreimal vergrößerte Hülse. ,

Melisse. Die Gattung Melissa L. gehört unter die Lippenblütler. Der Kelch ist röln^fünfzähnig, die Zähne der Oberlippe sind kjein und flach. Die Blume ist röhrig, obenhin er>vtert, der Helm ausgerandet, die Lippe dreilappig, der Mittellappen eiförmig. Im Robre^siN

sich kein Haarring. Die äußern

h-

die $1

gesätze sino nacy außen geoogen; ^ -jden sind ohne Höcker. Die Staubben ^haben dreieckige Connective,

sodaß?^

Fächer oben an der Spitze zusainmenstvk,^

(ili'

si»d

tieiä 1 '

Die Faden haben keine Buckel amDer Griffel hat zwei gleiche Spitzen.Früchte sind abgerundet. M. officinalis Jdie gebräuchliche Melisse, hat einenchenven, unterirdischen, vielköpfigenzelstock. Die vierkantigen Stengelfein behaart, von unten aus verzw^Die Blätter sind gestielt, länglich-eist"^,,spitz, sägerandig, fein behaart. 3" ^Achseln der obern stehen Trugdolden ^wenigen Blüten, deren kleine Blumemit etwas rosa. Die Melisse gehört ^südlichen Europa an, wo sie an

schattigen Plätzen sich findet. )tl itwird sie oft cultivirt. Man säet f"^ ^Eintritt des Herbstes oder man 3 er ( j ( rdie alten Wurzelstöcke. Das Kraut ^bei starkem Luftzuge getrocknet. Die H

elst^

ll'U

Die Melisse (Melissa officinalis).

Melissae oder Cedronellae ist eins jener vielen leicht aromatischen Mittel, welche diebieten. Wir bilden unter a einen Stengel in V 3 natürlicher Größe ab; b ist ein Stück WurF

0 eine Blüte, beides 2 '/2 mal vergrößert. ,

Die Melisse kann medicinisch im Theeaufguß, wie die verwandten ätherisch-öligen cku ^stoffe (s. d.), als gelind schweißtreibendes Mittel, sowie bei Blähsucht, bei Kolik, Magem'(wenn keine Entzündung der Magenschleimhaut oder blutende Geschwüre ihre Anwendung^,,bieten), zur Erleichterung katarrhalischen Auswurfs und zur Belebung der gesunkenenthätigkeit verwendet werden. Sie nimmt in Art und-Wirkungsweise ungefähr den gleichenein, wie die ebenfalls unter ähnlichen Umständen als Hausmittel in Ansehen stehendeMklvNe. Die Melonen gehören unter die Cucurbitaceengattung Cucumis L.,rakter in dem Art. Gurke nachzulesen ist. Es gibt mehrere Arten. Die Citrulle oder ~ ‘melone, C. Citrullus 8er., ist dicht mit starren, weißlichen Haaren bedeckt. Der eckige ^ ^s-trägt Blätter, deren Platten fünfspaltig, die Abschnitte fiederlappig bis fiederspaltig und 1