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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Melone

®omit sind sie jenen der Coloquinte (s. d.) ziemlich vergleichbar. Die Früchte zeichnen sichurch glatte Fläche, kugelige Gestalt aus. Sie sind grün mit hellen Flecken, enthalten ein hoch-^sarbtes, safrangelbes oder röthliches Fleisch und schwarze Kerne. Die Wassermelone hat einen^nskritnamen: xula. Man findet sie heutzutage nirgends wild, allein in ganz Süd-

qy » Nordostafrika, selbst Südeuropa sehr viel cultivirt. Sie ist ein ungemein beliebtes Obst.jp Qemeinere Art, die Melone schlechthin, 0. uislo L., ist der Gurke ähnlich. Die Blätter sindbnier. Der Kelch der männlichen Blüte ist etwas ausgebreitet, am Grunde ausgetriebeu. Dieseh , e uicht länglich-walzig, sondern eiförmig, mit 10— 12 Rippen. Die Gestalten sinddr vielfach. Immer soll eine gute Sorte einen kurzen Stiel haben, ganz compact sich anfühlen,sind ^ ei 1 e * n und nicht den Eindruck der durch Hitze geförderten Reife machen. Die Samenl5i ^^lichgelb. Die Kenntniß der Melone scheint eine durchaus neue zu sein. Herrera erwähnt13 die Melone und vergleicht sie mit den Frauen. Er sagt, eine gute Melone wäre etwasAusgezeichnetes, das beste Obst, aber eine schlechte Melone wäre etwas Abscheuliches. Schon ersie Melone. Im Jahre 1570, zur Zeit Matthiolus', zog man mehrere Arten. Je weiternach Südasien zu vordringt, um so neuer zeigt sich die Cultur der Melone. Eine Menges/unde sprechen dagegen, daß ihre Heimat in Afrika, in Ostindien, auf dem Archipel sei, undsch 6 ' tet Vermuthung sich auf eine West- oder innerasiatische Heimat. Und in der That, zweiÜbliche Beobachter geben sie dort an: Hohenacker bei Elisabethpol, Steven am Flusse Kour,eig von Schirwan. Die kaukasischen und slawischen Völker besitzen übrigens mehrere ihnen^UthUmliche Namen für die Melone. Im Freien kann man die Melone in unsern Breiten (inteldeutschland) nur in den wärmsten Sommern ziehen. Da man aber die Temperatur des^Odrmers nicht vorauswissen kann, thut man am besten, sich an die Mistbeetcultur zu halten.^s^Samen suche man sorglich aus von den erstgereiften, schönsten Früchten. Man wirft sie inund alle jene, welche nicht untersinken, taugen nichts und mögen unmittelbar beseitigtjün b"- Der Same hält sich bis über 10 Jahre keimfähig. Nie soll man Samen aussäen, welcheals vier Jahre sind. Man beobachtet nämlich, daß ganz junge Samen Pflanzen geben,' tnrE ' n Schossen „ geilen", aber kaum Früchte bringen. Die Samen steckt man ent-tver^ birect in ein Mistbeet oder in Blumenkästen oder Töpfe, welche an warmer Stelle b-ewahrtdie sm'" "^siut man sie ins Mistbeet, so möge man sie stecken, wenn irgend der eingesteckte FingerLufj ? rine ertragen kann. Sehr sorgsam schütze man die jungen Keimpflanzen vor ungünstiger3)j ' Wfvol vor Kälte als vor Stockluft, vor Nebel und Regen. Gegen Wasser in zu großerder sie ebenso empfindlich als gegen Mangel desselben. Auch das Umpflanzen muß mit

le^^ösiien Sorge geschehen. Besonders hüte man sich, die glasspröden Würzelchen nicht zu ver-eng/'- setzt je eine oder zwei Pflanzen unter ein Fenster. Sobald die Pflanzen sich etwasdies siechen, etwa vier oder fünf Blätter besitzen, kneipt man mit den Fingern die zwei oderkette] 0 eiU diätter nebst Stengel ab. Nun entwickeln sich aus den Achseln derselben Zweige,5tU'iV nc ! n nieder die Spitzen nimmt, um nochmals Nebenzweige zu erlangen. Nachdem diege^O^sütze dasind, läßt man jedem Zweige nur die untersten, vorausgesetzt, das; sie, wiehz^,?'siich, dje kräftigsten sind, und läßt dem Schosse nur drei Blätter. Man darf einer Pflanzef £ tfit ei ^ siinf, meist blos drei Früchte lassen. Was sich von neuen Schossen entwickelt, muß ent-iibers^^^bn, so die rauhen Ranken, welche gar keine Knospen treiben; die Räuber, die dick undstzj^ E aufschießen, endlich die sogenannten harten Blätter, welche viel stärker und dunkler und'»an ^r als die übrigen sind. Man muß seine Pflanzen möglichst oft bearbeiten, auch darfilttne"^ 5U öiete männliche Blüten stehen lassen. Gießen, Lüften, Wärmen des Beets mußlasse,, m äußerster Umsicht fortgeführt werden. Die Früchte muß man im Schatten der BlätterGer,,^ ^ie Reife verräth sich bei der gelben Sorte durch die Farbe, bei der grünen durch dengebe^."ud die Erscheinung, daß der Stiel sich etwas abhebt. Die sogenannten Katalupcnteste,, l f wohlschmeckendsten, die Netzmeloncn die größten, die glattschaligen aber die am leich-^3 £ deihenden Früchte.

fftt ben sm^ 0ne wird meist roh mit Zucker genossen, zubereitet wird sie nur zum Aufbewahrenreife, Sinter und außerdem zum Eompot. Ging enrachte Melone. Man nimmt hierzuitery'b -I'i "°ch uicht weich gewordene Melonen, durchschneidet sie in der Mitte, entfernt dieUnd läßt -" t ie uud schneidet sie in fingerlange Streifen, setzt sie mit vielem Wasser aufs Feuerf ietc <uf f't! Jum Mieden kommen, schüttet sie dann auf ein Sieb und läßt sie abtropfen.Ausser kl ^ man uuf jedes Pfund Melone 1 Pfd. Zucker mit Va Nösel'Weincssig und ebenso viel^Nn leim/' ^ ut die Melone in eine Schüssel, den gekochten Zucker heiß darüber und stellt siew Zugedeckt mehrere Tage an einen kühlen Ort. Hierauf schüttet man sie wiederum auf