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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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502 Messer

JSfsmKf,? 1 5 e ’° n i e l e ^Währung für die Meßkäufe in Anwendung, welche feg*bS&Strhh' ilv n l ^ f e|Baluta i» den genannten Messen bis zum Jahre 1840 in»an?!^Pwc. geringer war, seitdem aber 10 — 20 Proc. (auch wol noch mehr)0 'chl^ er rst als die Landeswährung (sodaß 100 Thlr. Comant oder im 30 -Thaler-110 120 Thlr. Meßzahlung), aber nicht mehr von allen Verkäufern in diesem Um-

fuße

fange gestattet wird. Natürlich werden in Rücksicht hierauf die Preise der Waaren Verhältniß'mäßig höher gestellt, als es sonst der Fall sein würde. Auch die Buchhändlermeßzahlung jjeine etwas geringere Valuta als das Courant, und iy 4 Proc. schlechter, als dieses. ^Waaren, weifte auf den Messen des Deutschen Zollvereins vom siebenten Tage vor deren Beginnan und während der Messe selbst eingehen, zahlen sogenannte Meßunkosten, deren Ertrag

hauptsächlich zur Besoldung der in den Meßangelegenheiten fnngirenden Beamten und zurstreitung der Kosten von Meßeinrichtungen verwandt wird. Im Zollverein und Oesterreich f* 1 ^vertragsmäßig für die Waaren, welche aus dem einen dieser Gebiete in das andere auf Moloder Märkte gebracht werden, mit Ausnahme von Verzehrungsgegenständen, Befreiung von deEingangs- und Ausgangsabgaben statt. .

Die wichtigsten deutschen Messen sind diejenigen von Leipzig, Frankfurt a. M., AaN'furta. O. und Braunschweig. Nur unerheblich neben ihnen sind jene von Kassel, Lüneburg'Offenbach, Naumburg a. S., Breslau, Danzig, Kiel (der kieler Umschlag, s. o.),

(die Dulten, s. o.), Wien, Botzen und Trieft. Die leipziger Messen sind die wichtigstenWelt, haben sich auch in der neuesten Zeit fortwährend noch gehoben, und alle handeltreibendNationen senden ihr Contingent von Besuchern zu derselben. Die Hauptmessen sind die Ost^und Michaelismesien, welche zugleich für Sachsen die Termine sind, in denen die GeldgeschM(Kaufsummen aus Immobilien, Zinsen, Renten u. s. w.) regulirt werden; von viel geringerBedeutung und wenig mehr als ein Jahrmarkt ist die Neujahrsmesse. Die nächste Stelle nehm ^die zwei Messen von Frankfurt a. M. (Frühjahrs- und Herbstmesse, erstere kurz vor Ditt 11 'letztere im September), welche indeß nicht die Vollständigkeit der leipziger zeigen und an Bede>tung allmählich sehr gesunken sind. In dritter Linie stehen die drei Messen von Frankfurt a. '(Margarethen-, Reminiscere- und Martinimesse), deren Hauptverkehr nach dem Osten 'preußische Provinzen Preußen, Schlesien und Pommern) gerichtet ist; auch sie sind im Laufe ®Zeit bedeutend zurückgegangen. Das letztere gilt auch von den weniger erheblichen zwei braU^

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schweiger Messen (Lichtmesse und Laurentiusmesse). Von den außerdeutschen Messest

in

Europa sind die bemerkenswerthesten diejenigen folgender Orte: Zu'rzach (in der SchM^Pesth (in Ungarn, vier Messen oder Märkte jährlich), Debreczin (in Ungarn> gleichfalls m ^Märkte), Sinigaglia (im Königreich Italien, hauptsächlich von Griechenland, den Jonism^

Inseln, und der Levante, aber auch von England, Frankreich, Oesterreich, der Schweiz

und

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Amerika besucht, ehemals sehr berühmt, in neuester Zeit ungemein gesunken), Bergamo tder Lombardei, hauptsächlich für den Seidenhandel wichtig und von wesentlichem Einfluß auf ^Stand der Seidenpreise), Beaucaire (die wichtigste Messe Frankreichs, ehemals von sehr ¥vorragender Bedeutung, immer noch von vielen europäischen Ländern sowie von Asien und Äst'besucht), Lyon (vier immer noch stark freqnentirte Messen jährlich, in früherer Zeit gleichst^ungleich wichtiger), Nishnij- Nowgorod (im europäischen Rußland, am Einfluß der Okudie Wolga, 67 deutsche Meilen östlich von Moskau, mit welcher Stadt Nishnij-Nowgorod du ■Eisenbahn verbunden ist, der Knotenpunkt von sieben großen Handelsstraßen; die Peter-messe, am 29. Juni beginnend, 6—8 Wochen dauernd, vom östlichen Europa, von Nord- nMittelasien sehr stark besucht, nächst der leipziger jetzt die größte aller Messen, doch vorwiegtnational-russischen Charakters und daher für den wettern europäischen Handel von untergeordnet^.Interesse; Nishnij hat keine fest ansässigen Großhändler und ist überhaupt nur während derbelebt). Unter den außereuropäischen Blessen zeichnen sich aus die von Kiachta (im fütSibirien, fast den gesammten russisch-chinesischen Verkehr vermittelnd), Mekka (mährendgrößten Zusammenflusses derKaravanenpilger, von großer Wichtigkeit), Hardwar (in Hindo!am Ganges, der Hauptwallfahrtsort der Eingeborenen zur Zeit der Frühlings - Tag - und A"gleiche, die wichtigste ostindische Messe, von Kaufleuten aller asiatischen Länder besucht). $Messer. Dieses einfache und dabei doch so unentbehrliche Instrument ist allzu bekannt,daß es einer nähern Beschreibung bedürfte. Ebenso kennt jeder die große Mannichfaltigkmden Formen und der äußern Einrichtung der Messer. Nur auf einiges soll hier aufmerksam

macht werden, welches zur richtigen Beurtheilung der Wirkungsweise und Güte von Wichtigkm

Ein jedes Messer wirkt als Säge, mitunter auch als Keil. Das Durchschneiden a

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