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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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503
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Messer 503

Materialien, z.B.Holz, wird durch die sägende Eigenschaft der Messerklinge möglich. Beim Schleifen^ailich wird diese nicht nur flach ausgeschärft, sodaß die vordere Kante sich mehr oder weniger^uer Linie nähert, sondern zu gleicher Zeit werden in der Richtung, nach welcher der Schleif-

stein

auf das Messer wirkt, kleine Zähnchen hervorgebracht, welche längs der ganzen Schneide

ehr oder weniger dicht nebeneinander gestellt sind und in ihrer Gesammtheit einige Aehnlichkeiteiner Säge besitzen, nur daß sie natürlich nicht so regelmäßig geformt und angeordnet sindw die Zähne einer solchen. Hierauf aber beruht die hauptsächlichste Wirkung. Bekanntlich hat^an beim Schneiden zäher Gegenstände stets das Messer zu ziehen; durch bloßes Drücken wirdTrennung selten bewirkt, nur in dem Falle, wenn der Zusammenhang der Theilchen so8Mng ist, daß schon das Messer in seiner Eigenschaft als Keil eine Spaltung hervorbringenB. bei trockenem Holze in der Richtung der Faser. Da nun jedes Zähnchen einerchneide hauptsächlich wirksam ist, so kann auch eine gute Schärfe nur dann vorhanden sein,enn die Zähne in der richtigen Weise gestellt sind, d. h. wenn sie alle gerade nach außen stehen,^streiflicherweise aber ist eine Umlegung dieser so kleinen Spitzchcn, welche man bei gut ge-lassenen Mesiern, z. B. bei Rasirmessern, höchstens mit dem Mikroskop wahrnehmen kann, sehrblcht und das Messer wird dann nicht eher wieder seine Function in der frühern Weise verrich-. e y können, als bis die Zähne wieder aufgerichtet sind. Sollten sie dagegen ganz abgebrochenM ' io kann die frühere Schärfe ohne abermaliges Schleifen nicht wiederhergestellt werden.i°n hat daher zwei Methoden des Messerschärfens: das Schleifen und das Abziehen. Zumchleifen dienen zuvörderst, wenn die Schneide sehr stumpf geworden ist, d. h. wenn die kleinen^8hne ganz abgenutzt sind, sandige Thonsteine, welche den Stahl angreifen und ihm eine neuejv r w geben. Hierdurch können aber nur sehr grobe Zähne hergestellt werden, sodaß ein so ge-lassenes Messer mit einer grobzähnigen Säge zu vergleichen sein und nur zu gröbern ArbeitenEgignet sein würde. Das Nachschleifen auf feinen Steinen ist daher in den meisten Fällen erfor-Erlich; in dem Maße, als diese Steine feinkörnig sind, in demselben Maße werden auch die ZähneSchneide mehr und mehr verfeinert. Die sogenannten Abziehsteine, mittels deren man^dermesser, Rasirmesser u. a. schärfen kann, dienen diesem Zweck. Man braucht sie, wie gesagt,Entweder nur nach dem Vorschleifen mit dem gröbern Stein oder wenn die Schneide zwar ihrer^hne beraubt, aber noch nicht genug angegriffen ist, um eine neue Bearbeitung mittels des^°ben Steins nöthig zu machen. Die Abziehsteine werden entweder mit Oel oder mit Wasserfeuchtet; sie nutzen sich, indem man darauf schleift, selbst ab, und das Wasser oder das OelE"t nur dazu, die abgenutzten Theilchen so beweglich zu machen, daß die Messerklinge immereiner glatten Steinoberfläche hin und her gezogen werden kann. Die Ausführung dieser^h^ation läßt sich besser zeigen als beschreiben. Man hat besonders darauf zu sehen, daß die,’ n 9e immer möglichst mit ihrer ganzen Breite auf dem Stein liegt und die Schneide den SteinEü nur berührt. *

<v. ,Zum Abziehen eignet sich am besten rothgares, nicht zu schwaches Leder, welches auf der^ Eischseite sorgfältig präparirt ist. Zu diesem Zweck wird es mehrere Tage lang in Urin gelegtdann wieder vollständig ausgewaschen. Man spannt es zum Trocknen so auf, daß die Fleisch-sg. te Nach oben gerichtet ist, und reibt diese, solange sie noch naß ist, mit einem Stück seinem'TttSftein, damit die Unebenheiten, welche das Leder immer noch besitzt, entfernt werden.^ nn beschließt die Operation, indem man das fast trockene Leder zuletzt mit einem in Oel ge-^Znkten Stück Bimsstein reibt. So erhält man eine ganz glatte Oberfläche, welche bei allerElbe, die sie besitzt, doch immer der Messerklinge noch genügende Angriffspunkte bietet. ZiehtM die Klinge, indem man sie geschickt und scharf aufdrückt, so mit dem Rücken voran, mehrere-s," abwechselnd mit der einen und mit der andern Seite über das Leder hinweg, so wird diee^nartige Beschaffenheit der Schneide wiederhergestellt, falls noch genug Zähne vorhandendie sich aufrichten lasten.

f e - die Abnutzung der Messer nicht zu bald eintreten, so muß die Klinge zwar hart genug

^ um den zu schneidenden Substanzen genügenden Widerstand zu bieten und sich nicht selbstölend dessen zu verbiegen und zu beschädigen, dieselbe muß aber auch wiederum einen genü-^ven Grad von Geschmeidigkeit besitzen, damit die kleinen Zähnchen nicht gleich bei dem Ge-^ Mche abspringen und verloren gehen. Das Vollkommenste ist in dieser Beziehung bisjetzt vonein Englischen Stahlfabrikanten geleistet worden, welche Rasirmesser liefern, die man beinahe nur^»E>nziges mal zu schleifen braucht und bei denen man sich späterhin immer mit Abziehen be-^^flen kann. Zwar liefern verschiedene deutsche Stahlfabrikanten auch ausgezeichnete Präparate,ur die Geschmeidigkeit, verbunden mit der großen Härte, durch welche die englischeWaare