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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Metallgemische

Oxydationsreihe des Eisens:

Eisenoxydul FeO, starte Safe,

Eisenoxyd Fe 2 0 3 , schwache Base,

Eisenoxyduloxyd FszO^, indifferentes Oxyd,

Eisensäure Fe0 3 , Säure.

Wenn stch die basischen Metalloxyde mit Säuren verbinden, so entstehen neue Körper, welch^man Salze nennt, z. B. schwefelsaures Kupferoxyd, kalisaures Kali, schwefelsaurer Kalk, F -petersaures Natron, chromsaures Kali u. s. w. Diese Metallsalze haben wegen ihrer zum »vsehr ausgezeichneten technischen Verwendbarkeit eine hohe Bedeutung erlangt. Sie dienenallerverschiedenartigsten Zwecken, sodaß es unmöglich ist, an diesem Orte etwas ^Mgemewdarüber anzuführen. Bei den einzelnen Metallen werden in diesem Werke die wichtigsten M»asalze Berücksichtigung finden. _

In ihrer Verbindungsfähigkeit mit dem Sauerstoff sind die Metalle wesentlich verschwEinige, so namentlich die leichten Metalle, Kalium, Natrium u. s. w. verbinden sich inEnergie mit diesem Körper, daß sie an freier Luft gar nicht unverbunden bestehen können.Verwandtschaft zum Sauerstoff geht so weit, daß diese Metalle ohne Mitwirkung irgendein^andern Körpers das Waffer zu zersetzen vermögen, sich selbst mit dem Sauerstoff verbinden uden Wasserstoff in Freiheit setzen. Dabei findet eine so beträchtliche Würmeentwickelung 1'(wie bei jeder Oxydation), daß der Wafferstoff sich entzündet. Auch die Metalle derund Magnesiumgruppe sind äußerst begierig nach Sauerstoff. Dieses Vermögen aber m>n 'je weiter man in den oben erwähnten Gruppen aufsteigt, immer mehr und mehr ab. Die ^metalle oder die der Aluminiumgruppe stehen schon beträchtlich zurück. Bekanntlich kannAluminium selbst an freier Luft recht wohl bestehen. Aehnlich verhalten sich die MetalleEisengruppe. In der Molybdän- und in der Bleigruppe findet man dagegen Metalle, 'eine so geringe Verwandtschaft zum Sauerstoff besitzen, daß sie sich unter gewöhnlichenden gar nicht damit vereinigen und auch, wenn sie mit denselben verbunden waren, sichsehr geringe Hülfsmittel wieder davon trennen laffen. Hierher gehören die Platinmetalle,Gold und das Silber, annähernd auch das Kupfer. Wegen dieser mangelhaften Verbindung-fähigkeit rechnet man diese letztern Metalle zu den edeln Metallen und gerade hierin istsächlich der Nutzen begründet, den uns diese Körper gewähren. Wäre das Gold, das .und das Platin nicht so äußerst indiffernt gegen den Sauerstoff, so fiel ihre Anwendbarkeckviele Zwecke weg. ,

In der Natur finden sich die unedeln Metalle in sehr verschiedenen Formen. Die IeHvMetalle kommen als Salze vor und sind zum Theil in der anorganischen, zum Theil inorganischen Welt verbreitet. Die schweren Metalle, Eisen, Zink, Mangan, Uran, Blei,u. s. w. bilden mit verschiedenen andern Elementen, namentlich mit Sauerstoff, Schwefel, ® ^ciutn u. s. w. Mineralien, welche man Erze nennt. Aus diesen Erzen werden die Metalle dumetallurgische Proceffe gewonnen und je nach der Natur der Erze und des darin enthaltMetalls haben diese Processe ihren eigenthümlichen Gang. Die Kenntniß derselben ist die ^gäbe des Berg- und Hiittenmannes. Im allgemeinen läßt sich hier nur so viel darüber j {daß die Metallprocesse meistens Reductionsproceffe sind, indem es immer darauf ankommt, ^Metalle vor ihrer Verbindung mit Sauerstoff zu befreien und sie in Metalle oder reguliuu^Zustände herzustellen. Die Mittel, deren man sich dazu bedient, sind beiden einzelnen 9ft etaangegeben. _ ^

Metallgemische, leichtflüssige. Schmilzt man zwei oder mehrere Metalle zusammen, dl ^Fähigkeit haben, sich miteinander zu verbinden, so beobachtet man fast ausnahmslos, baß ^dadurch erhaltene Legirung bei einem weit niedrigern Hitzegrade schmilzt, als die Berewu ^aus dem Schmelzpunkte und der Menge der angewandten einzelnen Metalle ergeben würdein sehr vielen Fällen liegt der Schmelzpunkt sogar unter dem des leichtflüssigsten Metalls^;Mischung, so z. B. bei Legirungen aus Kupfer und Silber, die leichter als Silber, oder aus ^und Zinn, dem gewöhnlichen Weichloth, die leichter als Zinn schmelzen. Am auffallendsteu ^diese Eigenthümlichkeit bei den Gemischen hervor, die man vorzugsweise mit dem Naineu §leichtflüssigen belegt, d. h. solchen, die unter der Siedehitze des Wassers schmelzen. Die ersteZusammensetzungen wurde von H. Rose aufgefunden; sie besteht aus 2 Thln. Wismut, ^Blei und 1 Thl. Zinn und schmilzt bei 93^°. Nach Newton und Darcet hat eine Legiruug ((8 Thln. Wismut, 8 Thln. Blei, 3 Thln. Zinn den Schmelzpunkt 94i/ 2 °. Diese seit