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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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512
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512 Meteore

erblicken. Sie erscheinen plötzlich, bewegen sich mit großer Raschheit und verschwinden iuebschon nach einer Secunde oder noch kürzerer Zeit. Ausnahmsweise hat man sie jedoch auch w crere Secunden hindurch gesehen. Zuweilen zeigen sich auch den Beobachtern des nächtlichenmels im Gesichtspunkt des Fernrohrs solche rasch hindurchziehende Meteore, die wahrschein*in zu großer Ferne sich bewegen, um mit bloßem Auge gesehen werden zu können. ^

Die meisten Meteore zeigen sich jedoch in gewissen mit der Jahresperiode wiederkehrenNächten, und dies sind die Meteorschwärme der November- und Augustperiode. Auf dic: e **1^hat Humboldt 1799 aufmerksam gemacht, wo er in Südamerika an der Küste des Großen Ocea^Tausende von Sternschnuppen in einer Nacht erblickte. Nach einem Vierteljahrhundert sah 1derselben Nacht (11. Nov.) Olmsted in Boston eine solche Menge von Meteoren, daß er sie^**Schneeflocken vergleicht und die von ihm in dieser Nacht gesehenen auf 240000 schätzt. /0 e - gward man allgemein aufmerksam, und wenn nicht trüber Himmel oder zu heller Mondsche*" ^verhinderte, hat man in den Nächten des 11., 12. und 13. Nov. diese Meteore alljährlich, obg*e*in sehr verschiedener Frequenz gesehen. . ■

Die Meteore der Augustperiode kennen wir durch Quetelet seit 1832. Sie zeigen sich 3schen dem 10. und 12. Aug., und ihre Frequenz ist ebenfalls sehr verschieden.

Noch bevor man auf diese periodischen Meteorschwärme aufmerksam geworden war, ha *Brandes und Benzcnberg, von verschiedenen Orten aus mit genau verglichenen Uhren beoba ^tend, ihre Bahn und namentlich ihre Entfernung zu bestimmen versucht. Sie fanden Höhen4—6 Meilen, ausnahmsweise aber auch von 20, 30, ja 50 Meilen. Nicht alle fiele» 3Erde, einige bewegten sich in sehr schräger Richtung, strichen an der Erde vorüber, ja es ka>**^solche vor, die sich von der Erde entfernten. Stets aber kam eine Geschwindigkeit heraus,nur mit denen der Weltkörper selbst verglichen werden konnte. Alles dies deutet auf einensprang, der nicht in unserer Atmosphäre, nicht in den vermeintlichen Vulkanen des äß***' ''sondern in den freien Weltenräumen zu suchen ist. Es kommt noch hinzu, daß ihre scheinba*Bahnen, rückwärts verlängert, auf eine und dieselbe Gegend des Firmaments führen (aadings mit einigen Ausnahmen, woraus man schließt, daß ihre wirklichen Bahnen unter 1parallel sind). Sie bilden also einen zusammenhängenden Schwärm, und aus Erman's "** ^suchungen geht hervor, daß diese Schwärme Bahnen um die Sonne beschreiben und wir 1**^Gesicht bekommen, wenn die Erde auf ihrem Laufe die Bahn eines solchen SchwarmsDa sie nun aber in jedem Jahr wieder auf demselben Punkte, wenngleich in sehr verschiebHäufigkeit, angetroffen werden, so müssen sie entweder in derselben Zeit wie die Erde u***Sonne laufen (wie Boguslawski annahm), oder es muß die ganze Bahn in allen Punkten 9* etzeitig mit Meteoren erfüllt sein. Letzteres ist wol das Wahrscheinlichere. .....

Es läßt sich nachweisen, daß 7—800 Jahre rückwärts in den Chroniken solche Sterns^Sternregen u. s. w. immer in den beiden genannten Pdrioden vorgekommen sind, die als» 1 ^wol als feststehend anzusehen sind. Ob sich unter den Nächten von geringerer Frequenz auch nPerioden finden lassen, muß künftigen Forschungen anheimgestellt bleiben. , £ t

Sehr lebhaft glänzende, meistens auch eine Scheibengestalt darbietende Meteore bezemman als Feuerkugeln, die nach neuern Erfahrungen so selten nicht sind, als früher ange>* ^men wurde. ■ Man sieht sie zuweilen mitten in ihrem raschen Laufe zerplatzen und in Tausenderasch erlöschenden Funken zerstieben. Da sie die Aufmerksamkeit weit mehr erregen als g*® 1liehe Sternschnuppen, auch wol weiterhin sichtbar sind, so hat man den Lauf mehrerer annE ^berechnen können. So fand sich, daß eine im Juli 1762 erschienene sehr große Feuerkuge*.^,ihrem ersten Erblicken 19 Meilen über der Stadt Zeitz und bei ihrem Zerplatzen 4*4über der Brücke von Falkennehe bei Potsdam gestanden habe. In neuerer Zeit hat insbeso**Petit in Toulouse sich um Berechnung solcher Bahnen verdient gemacht; er findet es sogar ^unwahrscheinlich, daß einzelne dieser größern Meteore um die Erde in elliptischen Bahnen ^Art kleiner Monde laufen. In. einem Falle hat sich eine so große Schnelligkeit ergeben, datz 1 gannehmen muß, das Object gehöre gar nicht ursprünglich dem Sonnensystem, sondern esse*Fixsternweiten zu uns gekommen und in ein Meer unsers Planeten gestürzt. . mi

Die lange Zeit nur vermuthete, wie von andern stark bezweifelte Identität zwischen ®* ^Meteoren und den vom Himmel gefallenen Steinen«ist jetzt wol erwiesen, da es gelungen ^die Residua sichtbar zerplatzter Feuerkugeln noch heißglühend als Meteorsteine zu findem 2 ^hatten die gallertartigen gelblichen Blassen, die man auf Feldern bemerkte, nichts mit den 3)'* f r ,izu thun; es war vielmehr Iroiuslla Nostoc, ein sehr schnell wachsender Pilz. Aber die kle*